Weibliche Führungskräfte: Warum sind Frauen an der Spitze so erfolgreich?

Autor: Olga Schneider

Ob in der Politik, in der Wirtschaft oder in sogar in der Kunst: weltweit besetzen Männer immer noch die Mehrheit der  Führungspositionen und Frauen sind in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens unterrepräsentiert. Zumindest im Berufsleben sind also die Geschlechter nicht gleichgestellt. Doch dort, wo weibliche Führungskräfte tätig sind, heben sie sich häufig positiv von ihren männlichen Kollegen ab und schaffen es, Unternehmen und sogar Staaten durch politische und Wirtschaftskrisen erfolgreich zu manövrieren. Warum sind aber eigentlich Frauen an der Spitze so erfolgreich? Sie können mehrere Rollen (Vorgesetzter, Vorbild und Manager) gleichzeitig erfüllen, stellen sich leicht auf Veränderungen ein und finden kreative Lösungen zu komplizierten Problemen. Es gibt vieles, was wir von den starken weiblichen Führungskräften lernen können. In diesem Artikel erläutern wir einige Beispiele.

Was müssen erfolgreiche männliche und weibliche Führungskräfte leisten können?

Frauen im Büro unterrepräsentiert Tipps und Ideen

Egal, ob Männer oder Frauen: Heutzutage werden an Führungskräfte unterschiedliche Erwartungen gestellt.  Manager müssen schon längst nicht nur fachliches Wissen, sondern auch soziale Kernkompetenzen mitbringen. Dazu gehören unter anderem:

1) Organisation des Arbeitsprozesses. Erfolgreiche Führungskräfte schaffen es, die Mitarbeiter miteinzubeziehen, zusammen Ziele zu setzen und Aufgaben zu delegieren. In der modernen Unternehmenskultur werden Zuhören, Transparenz und Teamarbeit großgeschrieben.

2) Fachliche Kompetenz. Die erfolgreichen Führungskräfte sind Experte in ihrem Bereich, lassen sich aber bei Bedarf  immer beraten.

3) Flexibilität. Die Frauen und Männer an der Spitze einer Firma sollen kreativ, positiv und vor allem flexibel auf Veränderungen reagieren.

4) Technische Kompetenz. In Zeiten der Digitalisierung legen immer mehr Manager großen Wert auf die technischen Innovationen. Dazu gehören zum Beispiel die Verwendung von speziellen Apps und Programmen zur Vereinfachung von Arbeitsabläufen und Verteilung von Aufgaben. Ebenfalls sehr wichtig ist die Sicherheit der Kommunikation und den Firmendaten. Deswegen verwenden viele Unternehmen ein VPN (Virtual Private Network).  Ein VPN hilft auch bei der Suche nach Informationen im Netz, denn es löst das Problem „Geoblocking“ und somit können selbst Seiten, die regional eingeschränkt sind, aufgerufen werden.

Stereotype einer Führungskraft

Weibliche Führungskräfte beim Projekt Teamgeist

Die erfolgreichen Führungskräfte sollten bestimmte Eigenschaften besitzen, um ihre Fähigkeiten und Kompetenzen weiterzuentwickeln. Das Problem: Viele Menschen weisen der Position einer Führungskraft immer noch Eigenschaften wie Dominanz und Selbstbewusstsein zu. Das sind aber auch gleichzeitig jene Attribute, die häufig Männern zugeschrieben werden.
Dieser falsche Eindruck beruht wiederum auf Stereotypen. Menschen sehen Frauen eher als einfühlsam, kooperativ und fürsorglich an. Genau das sind aber Attribute, mit denen eine Führungskraft erfolgreich sein kann.

Was weibliche Führungskräfte mitbringen

Was müssen Führungskräfte können Tipps


Laut Statistik war in Deutschland 2019 nur jede dritte Führungskraft (29,4 Prozent) weiblich. Eigentlich schade, denn weibliche Führungskräfte können einiges mitbringen. Hier kommen einige Beispiele dafür:
Die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern  ist seit Oktober 2017 Premierministerin und war zum damaligen Zeitpunkt erst 37 Jahre alt. Sie zeigt, dass man als weibliche Führungskraft durchaus vermeintlich männliche Attribute wie selbstbewusstes Auftreten mitbringen kann und auch muss. Dennoch ist ihre Arbeit als Politikerin auch von Menschlichkeit und Kooperation gekennzeichnet. Sie versprach in einer ihrer Äußerungen als Premierministerin, eine „fokussierte, empathische und starke“ Regierung zu bilden. Zudem machte sie Neuseeland zum ersten Land, das Wohlbefinden als Maßstab für wirtschaftlichen Erfolg mit einbezieht.

Inklusion

weibliche Führungskräfte arbeiten besser im Team

Ardern zieht das Wohlbefinden der gesamten Bevölkerung in ihr Handeln mit ein. Ähnlich wie die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg, die während der Corona-Pandemie die norwegischen Kinder direkt ansprach, um ihnen mögliche Ängste zu nehmen. Negativbeispiele aus der Politik nutzen hingegen Angst, Ausgrenzung und Macht als ihr hauptsächliches Mittel.

Motivation durch Transformation

Frauen an der Spitze des Managements sind Seltenheit


Studien zeigen, dass Frauen eher durch Inspiration führen, um Menschen von ihren Absichten zu überzeugen. Sie wollen Überzeugungen ändern und nicht das Verhalten der anderen. Weibliche Führungskräfte können meist besser die wahre Quelle der Motivation für einen Wandel erkennen. Dieser liegt nämlich in den Menschen selbst und lässt sich nicht von außen erzeugen.

Empathie

Frauen im Büro als Manager zu wenig

Für diese Erkenntnis ist Empathie nötig. Denn Menschen sehnen sich danach – sowie nach Wertschätzung und Bestätigung. Die aktuelle US-Vizepräsidentin Kamala Harris setzt sich zum Beispiel für die Ausgabe von  2000 USD pro Monat, um die sozial schwachen Bürgern finanziell zu unterstützen und durch die Pandemie geschädigte Wirtschaft anzukurbeln. Sie vereint damit Inklusion und Empathie.

Authentizität

weibliche Führungskräfte sind kreativ beim Lösen von Problemen

Am allerwichtigsten ist es aber, dass man als Führungskraft, ob weiblich oder männlich, authentisch ist. Damit kann man eine bessere Verbindung zu anderen Menschen aufbauen, als wenn diese den Eindruck haben, dass man sich hinter einer Fassade versteckt.
Jacinda Ardern veranstaltete zum Beispiel eine Frage-Antwort-Runde auf Facebook, bei der Zuschauer und Zuschauerinnen ihr Fragen stellen konnten. Dabei saß sie zu Hause in Jogginghose und entschuldigte sich für ihre legere Kleidung mit einem Hinweis auf ihre Kinder, die sie ins Bett bringen musste.
Führungskräfte offenbaren damit, dass sie nur Menschen sind und ein Privatleben haben wie jeder andere auch. Die Tennisspielerin Serena Williams kehrte nach ihrer Schwangerschaft auf den Tennisplatz zurück und entfachte damit gleich eine Diskussion, wie der Weltverband eigentlich mit Schwangerschaftspausen bei Spielerinnen umgehen soll.

Weibliche Führungskräfte: Vorbilder finden sich überall

Junge Frau stellt neues Projekt vor

Um sich von bekannten weiblichen Führungskräften inspirieren zu lassen, muss man keine Politikerin sein oder gar ein Land anführen. Auch für die Öffentlichkeit unbekanntere Frauen zeigen immer wieder, dass sie ihre positiven Eigenschaften nutzen können, um Veränderungen zu bewirken.

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