Können Schnaken stechen oder beißen und sind sie schädlich im Garten?

von Anne Seidel
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Fragen Sie sich, ob Schnaken stechen oder beißen können? Wollen Sie wissen, ob sie Schädlinge oder Nützlinge sind? Sind Schnaken gefährlich für den Menschen oder können sie gar unseren Garten schädigen?

Zum Sommer gehören leider auch viele Schädlinge und lästige stechende und beißende Insekten. Und während uns Zecken, Mücken und Fliegen bekannt sind, gibt es einen häufig anzutreffenden Gartenbewohner, bei dem sich viele nicht so sicher sind. Wir reden von den Schnaken (Tipulidae), die mit ihrer beeindruckenden Größe und der Optik von Stechmücken ziemlich einschüchternd wirken können – besonders, wenn man nicht so recht weiß, ob auch sie, wie ihre kleinen Verwandten, beißen und gefährlich sind. Können Schnaken stechen oder beißen und gehören sie zu den Schädlingen oder Nützlingen? Wir klären auf!

Sind Schnaken gefährlich?

Können Schnaken stechen oder beißen - Das fressen die Insekten in Wahrheit

Was sind Schnaken eigentlich? Bei diesen Insekten handelt es sich um eine Unterart der Mücken, die sich noch einmal in eigenen Arten unterteilen. Sie können aus diesem Grund auch unterschiedlich groß werden – je nachdem, um welche es sich handelt. Auch sie haben ein Mundwerkzeug in Form eines Stachels wie die Stechmücken. Die große Frage lautet aber, ob Schnaken stechen wie ihre nahen Verwandten, die Stechmücken oder ob sie im Garten andere Schäden anrichten können.

Können Schnaken stechen oder beißen?

Zu Unrecht glauben viele, dass diese friedlichen Insekten uns Böses wollen wie die uns bekannten Mücken. Und die Größe der Schnake lässt sie sogar noch erschreckender auf uns wirken. Wir können also nicht von ihnen gebissen werden, aus zwei einfachen Gründen:

  • Das Mundwerkzeug ist nicht geeignet, um die menschliche Haut zu durchstechen. Sie ist viel zu hart, sodass ein Schnakenstich schlichtweg unmöglich ist.
  • Blut steht gar nicht auf ihrem Speiseplan. Was fressen Schnaken?
    Diese Mückenart ernährt sich lediglich von Nektar und trinken normales Wasser. Die lästigen Stechmücken hingegen saugen das Blut aufgrund der enthaltenen Proteine, die sie für die Ausbildung ihrer Eier benötigen (deshalb stechen nur die weiblichen Mücken).

Können Schnaken stechen und sind sie für den Menschen gefährlich

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Von den ausgewachsenen Insekten geht also keine Gefahr aus. Das einzige, was ziemlich lästig sein kann, ist, dass sie nicht sonderlich scheu sind und so auch öfter mal gegen uns Menschen fliegen. Für solche, die gegenüber Insekten sowieso schon keine Sympathie haben, ist das natürlich unangenehm.

Schaden die Insekten auf andere Weise?

Ansonsten könnte man sie unter anderem aufgrund ihrer Nektar-saugenden Eigenschaft auch als Nützlinge bezeichnen, denn auf diese Weise bestäuben sie die Gartenpflanzen.

Weitere Nutzen dieser Mückenart sind:

  • Sie dienen anderen Tieren als Nahrung.
  • Die Larven tragen zum Zersetzen von abgefallenem Laub und auch Nadeln eine wichtige Rolle und sind somit wichtiger Teil des Ökosystems. Da einige Arten auch in Gewässern schlüpfen, arbeiten sie dort morsches Holz und ebenfalls Laub auf.

Auch Stechmücken legen ihre Eier in stehenden Gewässern ab. Auf diese Weise können Sie das verhindern.

Die Schnakenlarven können zur Plage und schädlich werden

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Ausnahme bildet eine Schnakenplage und genauer gesagt das Vorkommen zahlreicher Schnakenlarven. Diese leben im Boden und ernähren sich von Wurzeln. Bei der Pflanzung von Gemüsepflanzen ins Freiland können daher schnell Schäden an den Jungpflanzen entstehen, durch die Pflanzen sogar absterben oder zumindest stark beeinträchtigt werden können. Da dies aber relativ selten vorkommt, ist es unnötig gegen die Larven oder Insekten im Allgemeinen vorzugehen und sie stattdessen lieber ihren nützlichen Beitrag für die Natur leisten zu lassen.

Schnaken stechen zwar nicht, aber was spricht für eine Bekämpfung?

Salbei und andere Hausmittel, die die Mücken vertreiben

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Wenn diese großen Mücken Ihnen lästig sind, müssen Sie nicht gleich zu einer radikalen Bekämpfung greifen. Um die Störenfriede fernzuhalten, reicht es meist schon, das Licht abends nicht einzuschalten (zumindest nicht beim Öffnen der Terrassentür) oder, beim Sitzen im Freien, eine Lichtquelle aufzustellen, die die Insekten weglockt. Auch Fliegengitter halten die Plagegeister aus Ihrer Wohnung fern.

Auch eine Schnakenspirale (die Sie wahrscheinlich unter Anti-Mücken-Spirale kennen) ist gut zur vorübergehenden Abwehr, wenn Sie einfach nur einen ruhigen Abend auf der Terrasse genießen möchten.

Was kann man gegen Schnaken machen? Diese Hausmittel vertreiben sie:

  • Salbeiblätter, die Sie zerreiben und in einer feuerfesten Schale anzünden.
  • Apfelessig als Insektenschutz für die Haut, indem Sie ihn zu gleichen Teilen mit Wasser verdünnen und auf die unbedeckte Haut reiben. In der Wohnung können Sie auch puren Apfelessig in Schälchen aufstellen.
  • Mit ätherischen Ölen das Eindringen der Schnaken verhindern, indem Sie einige Tropfen auf Watte geben und diese auf der Fensterbank verteilen. Auch draußen auf dem Terrassen- oder Balkontisch können Sie das versuchen (oder mit Duftlampe). Gut geeignet sind: Bergamotte, Eukalyptus, Lavendel, Minze und Sandelholz.
  • Schutzcreme mit ätherischen Ölen erhalten Sie, indem Sie eines der erwähnten Öle mit einer Körperlotion mischen. Hierbei geben Sie ein Teil Duftöl zu vier Teilen Creme.

Welche Gerüche bei Stechmücken wirken, erfahren Sie hier.

Wie Nematoden helfen können

Insekten bekämpfen mit Nematoden bei einer Plage

Möchten Sie doch die Population reduzieren? Was hilft gegen Schnaken? Sie können Nematoden einsetzen, die die Larven verspeisen. Da die ersten Larven bereits im Spätsommer oder Herbst schlüpfen, müssen Sie das spätestens in der Herbstsaison in Angriff nehmen. Bei Nematoden handelt es sich um Fadenwürmer, die sich von verschiedensten Larven ernähren und sie zu diesem Zweck mit Bakterien infizieren, wodurch sie zersetzt werden. Sobald diese Nahrungsquellen vertilgt wurden, sterben auch die Nematoden ab, sodass Sie diese kurz nach der Anwendung ebenfalls wieder loswerden.

Anne Seidel ist 1987 in Frankfurt am Main geboren, was auch Ihre Leidenschaft für Großstädte erklärt. Nichtsdestotrotz liebt sie die Natur und Aktivitäten wie Bergsteigen und Camping, weshalb sie auf Umweltfreundlichkeit großen Wert legt - auch, was den Haushalt betrifft. Durch ihr großes Interesse in verschiedensten Themenbereichen wie Garten, Kochkunst, Beauty, Gesundheit und Fitness hat sie sich viel Wissen angeeignet, das sie dank der Arbeit bei Deavita seit 2014 mit ihren Lesern teilen kann.