Holzasche im Garten verwenden: Wann ist das Abfallmaterial vorteilhaft und welche Fehler vermeiden?

von Charlie Meier
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Möchten Sie Ihre Pflanzen und Boden auf eine nachhaltige Weise verbessern, indem Sie Holzasche im Garten verwenden? Mit diesen Tipps können dies richtig machen!

für manche blumensorten und sträucher geeignete holzasche im garten verwenden

Heutzutage gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Abfallprodukte wiederzuverwerten und sowohl der Umwelt als auch sich selbst zu helfen. Besonders in der Heizperiode können Sie diese Gelegenheit nutzen, wenn Sie über einen Kamin oder Holzofen verfügen. Die dadurch entstandene Asche ermöglicht es Ihnen, von einem kostenlosen Düngemittel und Bodenverbesserer im Gartenbereich zu profitieren. Sie enthält Nährstoffe, die das Wachstum bestimmter Gartenpflanzen begünstigen und kann den Säuregehalt im Gartenboden ausgleichen. Dabei sind jedoch einige wichtige Faktoren zu berücksichtigen, da sich so ein Ansatz manchmal auch negativ auswirken kann. Nutzen Sie die Vorteile einer derartigen Gartenpflege, indem Sie die folgenden Informationen und Ratschläge in Betracht ziehen!

Welche Art von Holzasche im Garten verwenden?

als nachhaltiges und nährstoffreiches düngemittel holzasche im garten verwenden
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Das Abfallmaterial ist mineralreich und enthält Spurenelemente, die für viele Nutz- und Zierpflanzen wichtig sind. Darüber hinaus eignet sich die Asche aus Harthölzern wie Esche, Walnuss, Eiche, Apfel, Ahorn und Kirsche am besten als Pflanzendünger. Im Gegensatz zum Nadelholz ist sie nährstoffreicher, wobei solche aus anderen Brennmaterialien, die chemisch verarbeitet wurden, zu vermeiden ist. Hier sind noch einige wissenswerte Fakten, die Sie beachten sollten:

  • Die Verwendung von Asche im Wald oder in Gewässern ist verboten. Auch solche aus Bäumen, die nahe Industrieanlagen wachsen, ist dafür nicht geeignet, da sie den Boden dadurch mit Schwermetallen und Giftstoffen kontaminieren könnte. Diese Art von Asche ist richtig zu entsorgen, um das Schadensrisiko für Pflanzen und Böden zu minimieren.
  • Darüber hinaus ist das Recycling von mit Holzlack, Kunststoff oder sonstigen chemischen Stoffen behandeltem Brennholz wegen eventueller Umweltverschmutzung untersagt.
  • Zudem ist bei der Aufbewahrung noch wichtig, die Asche vor Regen und sonstigen Witterungseinflüssen zu schützen. Anderenfalls können die darin enthaltenen löslichen Wertstoffe weggespült werden, wodurch das Material unbrauchbar wird. Benutzen Sie dafür am besten verschließbare Behälter und lagern Sie diese an einem trockenen Ort.
  • Durch das Ausbringen der Asche kann sich außerdem auch die Bodenreaktion verändern, wobei nach Verbrennung entstandenen Karbonate von Holz die Säure des Bodens neutralisieren. Dies würde den pH-Wert erhöhen und den Säuregehalt des Substrats verringern.
  • Darüber hinaus liegt der optimale pH-Wert zwischen 6,5 und 7,0. Indem Sie Holzasche im Garten verwenden, helfen Sie also Ihren Gewächsen, mehr Kalzium und Magnesium aufzunehmen.
  • Im Gegensatz zu Kalkstein benötigen Sie zur Verringerung des Säuregehalts jedoch doppelt so viel Asche. Pro Quadratmeter sollten Sie etwa 1 bis 1,5 kg davon ausbringen.
  • Sie können dadurch lehmige Gartenböden verbessern und sie durchlässiger machen, wobei diese mehr Asche als sandige Böden aufnehmen.

Wofür ist das Abfallprodukt als Düngemittel gut?

flüssigdünger mit asche und wasser zwecks besseres pflanzenwachstums hinzufügen

Die geeignete Art von Asche hat viele potenzielle Vorteile, von denen man als Gärtner profitieren kann. Wie bereits geschrieben, ist sie nährstoffreich und fördert das Pflanzenwachstum, wobei das darin enthaltene Kalzium normalerweise 20 % davon ausmacht. Die folgenden Eigenschaften des natürlichen Produkts können ebenso vorteilhaft sein:

  • Ein weiterer Bestandteil von Holzasche ist Kalium, das für die Fruchtbildung und die Blüten von großer Bedeutung ist.
  • Obwohl sie in geringeren Konzentrationen vorkommen, sind darin auch Schwefel, Magnesium und Phosphor, sowie Spuren von Aluminium, Eisen, Zink, Mangan, Bor und andere Pflanzennährstoffe enthalten.
  • Vor allem Gemüsesorten in sauren Gartenböden können von so einer Art Dünger profitieren, wobei Tomaten und Kohl alkalisches Substrat bevorzugen. Auch Spargel und andere Kreuzblütler wie Brokkoli und Rosenkohl, sowie verschiedene Kräuterpflanzen lassen sich damit problemlos düngen.
  • Zudem kann Holzasche noch für manche Blumen und Sträucher nützlich sein, wenn man diese einfach über die Gartenbeete verteilt.
  • Sie können damit auch einen hausgemachten Flüssigdünger zubereiten, indem Sie ein Kilo Asche mit etwa 10 Liter Wasser verdünnen. Die Mischung sollten Sie etwa eine Woche einziehen lassen, bevor Sie die Lösung herausfiltern und Ihre Gewächse damit nähren.

Warum bei der Kompostierung und gegen Schädlinge Holzasche im Garten verwenden?

dem komposthaufen asche hinzufügen oder schädlinge wie schnecken damit abwehren

Angesichts der möglichen Risiken für die Umwelt ist es wichtig, sparsam mit dem Abfallmaterial umzugehen. Wenn es sich um den Komposthaufen im Gartenbereich handelt, kann die Alkalität der Asche den Säuregehalt darin reduzieren. Fügen Sie diese regelmäßig und in dünnen Schichten hinzu und legen Sie weitere Bioabfälle darauf. In Bezug auf die Schädlingsbekämpfung können Sie Asche folgendermaßen als Insektizid einsetzen:

  • Damit können Sie Schnecken oder verschiedene Raupen und Käfer, die Pflanzenblätter fressen, abwehren. Zu diesem Zweck müssen Sie jeweils eine Tasse Löschkalk und Asche mit 10 Litern Wasser verdünnen. Besprühen Sie damit die befallenen Pflanzenteile.
  • Bei kriechenden Schädlingen können Sie einen Ring aus Asche um infizierten oder gefährdeten Gartenpflanzen machen. Stellen Sie jedoch dabei sicher, dass die Asche mit der Pflanze nicht in Kontakt kommt, weil sie viele Salze enthält. Somit halten Sie aber Nacktschnecken und einige Wirbellose von Ihren Nutzpflanzen fern.
  • Darüber hinaus können Sie eine Mischung aus Salz und Holzasche im Garten verwenden, um Ameisen zu verscheuchen. Bestreuen Sie damit einfach ihren Ameisenhaufen und wiederholen Sie dies, wenn die Asche durch Regen oder Bewässerung nass wird.

Wann und wofür eignet sich dieser Ansatz nicht?

auf den gartenbeeten bei nutzpflanzen asche aus harthölzern verteilen
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Sie sollten keine Holzasche im Garten verwenden, wenn der ph-Wert Ihres Gartenbodens über 7 liegt. Des Weiteren ist es wichtig, sie nicht mit Stickstoffdüngern zu kombinieren, weil dies Ihre Gewächse beschädigen kann. Ansonsten sollten Sie in den folgenden Fällen darauf verzichten:

  • Bringen Sie Asche nicht in der Nähe von Gartenpflanzen wie Azaleen, Blaubeeren, Rhododendren, Eichen oder Rotahorn aus. Solche Pflanzenarten bevorzugen einen sauren Boden.
  • Manchmal begünstigt die Verwendung von Asche auch Pflanzenkrankheiten durch den Anstieg des pH-Wertes. Dies gilt zum Beispiel für Kartoffeln, die dadurch anfälliger für Schorf werden.
    Wenn sich Ihr Boden bereits im optimalen pH-Bereich (6,0 bis 7,0) befindet, macht es wenig Sinn, Asche als Desoxidationsmittel zu verwenden.
  • Tragen Sie auch keine Holzasche in Kombination mit Pferdemist oder Rasendüngern auf, da dies die Nährstoffaufnahme erschweren würde.
  • Mischen Sie das Abfallprodukt auch nicht mit Phosphatdüngern, damit Ihre Pflanzen die Phosphate aus dem Boden besser aufnehmen können.
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