Könnte zu viel Eisen im Gehirn durch die Ernährung zu Alzheimer führen?

Von Charlie Meier

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass sich durch eine höhere Aufnahme bestimmter Nährstoffe zu viel Eisen im Gehirn ansammeln könnte. Darüber hinaus könnte eine hohe Eisenkonzentration die kognitive Funktion beeinträchtigen und Krankheiten wie Alzheimer verursachen. Daher empfehlen die Studienautoren älteren Menschen für eine bessere kognitive Leistung eine ausgewogene Ernährungsumstellung.

Wie sich zu viel Eisen durch Nahrungsquellen auf die Gehirnfunktion auswirkt

mediziner hält das modell eines gehirns zur analyse der alzheimer krankheit in der hand

Die neue Forschungsarbeit hebt das wichtige Gleichgewicht beim Eisengehalt im Körper für eine optimale neuronale Funktion hervor. Darüber hinaus verbinden die Forscher ein überschüssiges Nicht-Häm-Gehirneisen mit neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose und Alzheimer. Hohe Eisenwerte im Gehirn sind jedoch auch beim normalen Altern zu beobachten. Die Korrelation mit einer schlechten kognitiven Leistung bleibt dabei bestehen. Die Schlüsselfrage ist, ob Menschen den altersbedingten Anstieg des Eisengehalts im Gehirn und der damit verbundene kognitive Rückgang durch Umweltfaktoren wie eine gesunde Nahrungsaufnahme verlangsamen könnten. Um dieser Frage nachzugehen, untersuchte das Forschungsteam den Zusammenhang zwischen Nahrungsaufnahme, Gehirneisen und kognitiver Leistung in einer Gruppe gesunder, älterer Erwachsener zwischen 61 und 86 Jahren. Dazu haben die Forscher durch Messung der Eisenkonzentration im Hirngewebe die möglichen Szenarien analysiert.

kartoffeln könnten zu viel eisen enthalten und die kognitive funktion beeinträchtigen

Das Team konnte die Frage mit einer Vielzahl von Methoden beantworten, darunter Computerbewertungen zur Quantifizierung der Arbeitsgedächtnisleistung. Die Studienergebnisse zeigten, dass ein zunehmendes Alter mit einer höheren Eisenkonzentration im Gehirn und einer schlechteren Arbeitsgedächtnisleistung verbunden war. Allerdings neigen ältere Erwachsene mit höherer Aufnahme von bestimmten Nährstoffen zu einem niedrigeren und besseren Eisen im Gehirn als erwartet. Diese sind üblicherweise in Nüssen, Sojabohnen, Olivenöl und Fisch enthalten. Solche Lebensmittel sind außerdem auch reich an Vitamin E, Lysin, DHA Omega-3-Fettsäuren und LA Omega-6-Fettsäuren. Die neuen Ergebnisse deuten außerdem darauf hin, dass diese Nährstoffe bei älteren Erwachsenen Schutz vor Eisenansammlung im Gehirn und kognitivem Verfall bieten können. Diese vielversprechende Korrelation motiviert zu weiteren klinischen Studien. Sie würden den Autoren dieser Studie die Beurteilung ermöglichen, wie sich eine spezifische Ernährung auf die Eisenansammlung im Gehirn bei älteren Erwachsenen auswirkt und diese verlangsamen kann.

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