Traubentrester aus Weinproduktion mit hohem Nährwert bei Herzerkrankungen und Diabetes?

Von Charlie Meier

Bei der Herstellung von Rotwein kann der übrig gebliebene Traubentrester ein nahrhaftes Kraftpaket sein. In der Regel gilt das zerstampfte, übrig gebliebene Fruchtfleisch roter Trauben bei der frühen Weinherstellung als Abfallprodukt. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass Traubenreste das Potenzial haben, das Risiko von Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes zu verringern.

Traubentrester aus der Weinherstellung als Vorbeugungsmittel

gereifte rote trauben vor der weinproduktion

In der vorliegenden neuen Forschungsarbeit zeigten die Autoren, dass Weinbauabfall ein nahrhafter Schatz sein könnte. Die Ergebnisse legen nahe, dass zwei Stilbene, die in Pflanzen vorkommen, das Darmmikrobiom auf eine gesunde Weise beeinflussen können. Obwohl dies noch weiterer Forschung bedarf, könnten die Studienergebnisse eine Rolle bei der Verringerung der Risiken von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes spielen. Darüber hinaus hat dieses Nebenprodukt der Gärung aus der Weinherstellung laut den Studienautoren ein enormes Potenzial. Dementsprechend könnte das Extrahieren von Schlüsselverbindungen die Verwendung dieser als Nahrungsbestandteile ermöglichen. Dies würde das Integrieren von Traubentrester in Lebensmitteln ermöglichen. So können sich gepresste rote Trauben in eine sehr nachhaltige Quelle für Nährstoffverbindungen mit nachgewiesenem Nutzen für die Gesundheit verwandeln. Diese Forschung liefert außerdem auch ein Verständnis dafür, wie Stilbene auf der Ebene des menschlichen Darms wirken.

traubenschere und traubentrester gesund als vorbeugungsmittel von herzproblemen und diabetes

Das Forschungsteam untersuchte rote Rebsorten und verwendete Vitis vinifera (Weintrauben), Vitis labruscana (Concord-Trauben) und einen interspezifischen Hybriden. So konnten die Wissenschaftler die Ergebnisse mit praktischen ernährungsphysiologischen Vorteilen des Konsums von Trauben und Traubenprodukten in Verbindung bringen. Frühere Forschungen zeigen ebenfalls, dass Polyphenole und bioaktive Verbindungen, wie zum Beispiel Resveratrol in Rotwein, kardiovaskuläre und andere gesundheitliche Vorteile haben. Im Experiment haben die Autoren den Extrakt aus Traubentrester am 17. Tag der Embryonalentwicklung ins Fruchtwasser von Hühnereiern injiziert. Auf diese Weise erfuhr die Forschungsgruppe, wie Resveratrol den Magen-Darm-Trakt sowie andere physiologische Systeme und Gewebe positiv beeinflussen. Darüber hinaus bestätigten die Ergebnisse dieser Studie die positiven ernährungsphysiologischen Wirkungen des Traubentresters auf das Darmmikrobiom und den Dünndarm.

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