Diesel-Streit in Baden-Württemberg: Stickstoffdioxid-Messstation in Stuttgart von unbekannten Tätern zerstört

Messstation in Stuttgart Abgas Luftverschmutzung reduzieren


Der Streit um Feinstaub und Stickoxid in Stuttgart geht weiter: Die wohl bekannteste Stickoxid und Feinstaub-Messstation in ganz Deutschland ist zum Opfer des Diesel-Kampfes in der deutschen Stadt gefallen. Sie wurde am Samstag von unbekannten Tätern angezündet, ist infolgedessen komplett zerstört worden und kann keine Daten mehr liefern. Die Polizei vermittelt und sucht nach Zeugen, eine technische Ursache hält die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg für eher unwahrscheinlich. Die angerichteten Schaden sind im Wert von mehr als 200. 000 Euro.

Schadstoff-Messstation in Stuttgart hatte bundesweit die höchsten Stickstoffwerte gemessen

Messstation in Stuttgart Autos Abgasnorm 4

Bekannt wurde die Messstation am Stuttgarter Neckartor, da sie die höchsten Schadstoff-Werte, etwa mehr als 70. Mikrogramm Stickstoffdioxid pro m³ Luft, bundesweit gemessen hatte. Zum Vergleich, die maximal zugelassenen Grenzwerte sind 40. Mikrogramm Stickstoffdioxid pro m³ Luft. Die Landeshauptstadt hat seit Jahren mit dem Problem Luftverschmutzung zu kämpfen. Zwar konnte die Belastung durch Feinstaub dank verschiedener Maßnahmen reduziert werden, doch die Ergebnisse waren für die Behörden nicht ausreichend.

Nach einer Abstimmung hatten sich deswegen das Verwaltungsgericht vor Ort und das Bundesverwaltungsgericht entschlossen, einen Fahrverbot für die Stuttgarter Umweltzone seit dem Anfang Januar 2019 einzuführen. Somit ist Stuttgart die erste deutsche Stadt mit einem Dieselverbot für Fahrzeuge mit Abgasnorm von 1 zu 4, allein in der Großstadt betrifft die Maßnahme rund 35 – 40% aller Autos. Doch das ist nicht das Ende, denn Mitte des Jahres sollte noch überprüft werden, ob sich die Situation verbessert hatte und wenn nicht, dann wird das Fahrverbot auch für Autos mit Abgasnorm 5 gelten.

Stickstoffdioxid-Messstation in Stuttgart wurde zum Symbol vom Diesel-Streit

Messstation in Stuttgart Autos Fahrverbot

Die Entscheidung führte zu Demonstrationen, sowohl Befürworter, als auch Gegner der Umweltschutzmaßnahmen meldeten sich zu Wort. Während Umweltschützer auf Studien der EU-Umweltagentur im Bezug auf die steigende Zahl der vorzeitigen Todesfälle hinwiesen, hatten die Diesel-Fahrer eine Stellungnahme von rund Hundert deutschen Lungenärzten, die diese vorzeitigen Todesfällen anzweifelten, veröffentlicht. Als Symbol des Streites galt genau die Messstation, die am Samstag beschädigt wurde. Auch dieser Brandanschlag führte zu einer Debatte: Während die einen ihn begrüßten, konnten die anderen ihre Empörung nicht verstecken.

Die Debatte pro und contra Fahrverbot kochte auch in anderen deutschen Städten: In Mainz und in Köln wurde zwar von den jeweiligen Verwaltungsgerichten wie in Stuttgart für  Luftreinhaltepläne entschieden, doch bisher hat man dort auf Fahrverbote verzichtet.



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