Sehstörungen bei Parkinson Patienten könnten häufiger auftreten

Autor: Charlie Meier

Sehstörungen bei Parkinson wie verschwommenes Sehen, trockene Augen, gestörte Tiefenwahrnehmung und Anpassung an schlechte Lichtverhältnisse sind bei Menschen mit dieser Krankheit weitaus verbreitet. Dies geht aus einer kürzlich veröffentlichten Studie hervor, die herausfand, dass solche Probleme die täglichen Aktivitäten einer Person beeinflussen können.

Ursachen für Sehstörungen bei Parkinson

sehstörungen bei parkinson patienten mit brillen arbeit am computer

Für Patienten mit der Parkinson-Krankheit ist es besonders wichtig, das bestmögliche Sehvermögen zu haben. Dies kann dazu beitragen, die durch die Erkrankung verursachten Bewegungsprobleme auszugleichen und das Sturzrisiko zu verringern. Das behauptet der Studienautor Carlijn Borm aus dem medizinischen Zentrum in Nimwegen, Niederlande.

"Unsere Studie ergab nicht nur, dass Menschen mit der Parkinson-Krankheit Augenprobleme hatten. Die meisten davon gehen über den Alterungsprozess hinaus. Diese Probleme könnten jedoch auch ihr tägliches Leben beeinträchtigen. Die meisten Augenprobleme sind jedoch behandelbar. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir die betroffenen Personen so oft wie möglich untersuchen und behandeln."

ältere frau mit brille hinter dem lenkrat im auto

An der Studie nahmen 848 Patienten teil. Sie hatten durchschnittlich sieben Jahre lang Symptome. Die Forscher haben die erste Gruppe mit 250 anderen Menschen ohne die Krankheit verglichen. Beide Gruppen hatten ein Durchschnittsalter von 70 Jahren. Die Probanden füllten einen Fragebogen zu Seh- und Augenproblemen aus. Die Teilnehmer haben außerdem beantwortet, ob Augenprobleme ihre täglichen Aktivitäten wie Autofahren, Arbeiten am Computer, Gehen oder Körperpflege beeinträchtigen.

Studienergebnisse

augenärztin während einer untersuchung mit gerät

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass 82% der Menschen mit Parkinson über ein oder mehrere Probleme mit den Augen berichteten. Dies stand im Vergleich zu 48% der Menschen ohne die Krankheit. Die durchschnittliche Punktzahl auf dem Fragebogen betrug also 10 Punkte für Menschen mit Sehstörungen bei Parkinson im Vergleich zu zwei Punkten für Menschen ohne Krankheit. Die Forscher fanden außerdem auch heraus, dass Augenprobleme bei 68% der kranken Patienten das tägliche Leben beeinträchtigten, im Gegensatz zu den anderen 35%.

"Augenprobleme erschweren es Parkinson-Patienten, sich im täglichen Leben physisch zurechtzufinden. Beispielsweise stellten wir fest, dass die Hälfte der Studienteilnehmer Probleme mit dem Lesen und 33% Augenprobleme hatten, die das Autofahren beeinträchtigten", sagte Borm. "Menschen mit Parkinson, die berichten, dass sie Augenprobleme haben, sollten wir zur weiteren Bewertung an einen Spezialisten überweisen. Für diejenigen, die solche Probleme nicht melden, kann die Verwendung eines Fragebogens zum Screening eine Erkennung zur rechtzeitigen Behandlung sein und somit eine eventuelle Verbesserung der Lebensqualität ermöglichen."

Eine Einschränkung der Studie bestand darin, dass Menschen mit Sehproblemen möglicherweise eher reagieren, da sie gefragt wurden, ob sie an der Studie teilnehmen möchten, was möglicherweise zu einer Überschätzung der Augenprobleme führt.




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