Warum Proteine sehr wichtig für die Erholung von Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma sind

Von Olga Schneider

Für Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma ist eine medizinische Rehabilitation die einzige Chance auf eine schnelle Erholung. Andere Therapien liegen zurzeit einfach nicht vor. Grundsätzlich erholen sich Kinder schneller als Erwachsene, was laut den Forschern an der höheren Anzahl von Stammzellen bei Kindern liegt. Ein Forscherteam aus Korea berichtet nun, dass die Erholungszeit durch eine Regulierung der Proteine verkürzt werden kann.

Koreanische Forscher entwickeln neue Methode zur Behandlung von Schädel-Hirn-Trauma

Schädel-Hirn-Trauma behandeln neue Methode in Korea entwickelt

Mit Schädel-Hirn-Trauma werden Schädel- und Gehirnverletzungen bezeichnet, die durch eine Gewalteinwirkung auf den Kopf verursacht werden. Stürze, Autounfälle und Schläge sind meistens an einer solchen Verletzung schuld. Die Dauer des Schädel-Hirn-Traumas und der Schweregrad können stark von Fall zu Fall variieren. Bei manchen Menschen reicht es aus, wenn sie sich zu Hause erholen. Wenn das Gehirn anschwellt und blutet, dann ist eine Operation notwendig.

Koreanische Wissenschaftler vom Institute of Science and Technology haben zusammen mit Forschern aus dem Brain Science Institute und der School of Medicine in Kyungpook eine Studie durchgeführt. Es hat sich herausgestellt, dass Proteine eine entscheidende Rolle für die schnelle Erholung bei Erwachsenen spielen. Das Protein Hevin-Calcyon wird von den Gliazellen im Gehirn ausgeschüttet. Je mehr die ausgeschütteten Hevin-Calcyon Proteine miteinander interagieren, desto effektiver werden die elektrischen Signale zwischen den Nervenzellen übertragen.

Schädel-Hirn-Trauma durch Proteine behandeln

Nach einem Schädel-Hirn-Trauma versucht der Körper allerdings, entzündungshemmende Substanzen auszuschütten. Sie hemmen aber die Interaktion zwischen den Proteinen und verlangsamen auf diese Weise den Erholungsprozess. Die Forscher fanden heraus, dass die Anwendung von einem Inhibitor zur Entzündungshemmung die Erholungszeit um die Hälfte verkürzen könnte. Umgekehrt wurde die Erholungszeit verlängert, wenn sie ein Protein anwendeten. Wenn die Interaktion zwischen den Hevin und den Calcyon Proteine am Anfang fehlte, dann wurde der Erholungsprozess negativ beeinflusst.

Die Forscher hoffen, dass die Interaktion zwischen den Proteinen bei der Behandlung von Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma helfen kann. Auch neurodegenerative Krankheiten können behandelt werden, indem die entzündungshemmende Antwort des Körpers reguliert wird.

Zu der Studie

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