Könnte das im Viagra verwendete Potenzmittel Sildenafil gegen Alzheimer wirken und Demenz verhindern?

Von Charlie Meier

Unter Verwendung genetischer und anderer biologischer Daten kamen Forscher zum Schluss, dass Viagra durch das Potenzmittel Sildenafil Alzheimer vorbeugen könnte. Die neuen Studienergebnisse zeigen, dass der von Patienten eingenommene Wirkstoff mit einem um 69 % verringerten Demenzrisiko in Verbindung steht. Darüber hinaus unterstützen Labortests an Nervenzellen von Menschen mit Alzheimer die Annahme, dass Sildenafil eine Behandlungsoption gegen Demenzerkrankungen ermöglichen könnte.

Klinische Studien mit dem Potenzmittel Sildenafil geplant

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Die Studienautoren betonen, dass nur klinische Forschungen den endgültigen Beweis liefern können, dass Sildenafil eine wirksame Behandlung von Alzheimer ist. Normalerweise verschreiben Ärzte Viagra gegen erektile Dysfunktion und pulmonale arterielle Hypertonie, die sich auf hohen Blutdruck in der Lunge bezieht. Allerdings haben Menschen- und Tierstudien darauf hingewiesen, dass Sildenafil auch die Alzheimer-Krankheit behandeln könnte. Um vorherzusagen, welche bestehenden Medikamente neue Behandlungsmöglichkeiten bieten könnten, verwendeten die Forscher ein Computermodell, das Daten über die Genetik der Krankheit und die beteiligten Netzwerke von Stoffwechselwegen einbezieht. Dabei konzentrierten sie sich vor allem auf Wechselwirkungen zwischen Proteinen in Netzwerken, die bei der Bildung von Beta-Amyloid und Tau-Protein eine Rolle spielen. Nach mehreren Experimenten erwies sich das Potenzmittel Sildenafil als der vielversprechendste Kandidat. Schließlich testeten die Forscher das Medikament im Labor an Nervenzellen, die von Personen mit der Krankheit stammten.

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Das Forschungsteam fand heraus, dass Sildenafil das Wachstum neuer Nervenvorsprünge fördert und die Ansammlung von Tau in den Zellen verringert. Wissenschaftler verwenden Tau oft als Biomarker, um den Krankheitsverlauf in Tiermodellen und Menschen zu messen. Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass ihr Studiendesign keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Einnahme eines bestimmten Medikaments und dem Alzheimer-Risiko nachweisen kann. Sie glauben, dass ihre Laborergebnisse die Schlussfolgerung stützen, dass Sildenafil eine potenzielle Behandlung darstellen könnte. Die Ergebnisse dieser Studie rechtfertigen daher strenge klinische Forschungen zur Wirksamkeit des Arzneistoffs bei Patienten mit Alzheimer-Krankheit, einschließlich beider Geschlechter. Darüber hinaus planen die Autoren den klinischen Nutzen von Sildenafil bei Patienten im Frühstadium der neurodegenerativen Erkrankung weiter zu verifizieren.

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