Forscher enthüllen in neuer Studie, wie Palmfett Krebs durch Metastasierung von Tumoren fördern kann

Von Charlie Meier

Krebsforscher konnten in Mausmodellen zeigen, wie Palmitinsäure aus Palmfett Krebs bewirkt, indem es sein Genom verändert. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich Tumore ausbreiten. Die Autoren der neuen Studie haben bereits mit der Entwicklung von Krebstherapien begonnen. Diese sollen dementsprechend den gefährlichen Prozess unterbrechen können. Darüber hinaus ist eine klinische Studie in den nächsten Jahren geplant.

Warum Palmfett Krebs und Tumorausbreitung bewirkt

wie rafiniertes palmöl und palmfett krebs und tumorausbreitung bewirken

Die Metastasierung oder die Ausbreitung von Krebs bleibt die Haupttodesursache bei Krebspatienten. Bei der überwiegenden Mehrheit dieser Menschen ist eine Behandlung, jedoch keine Heilung möglich. Fettsäuren sind die Bausteine ​​von Fett und Nahrung, wobei diese die Tumorausbreitung fördern könnten. Es ist jedoch unklar, warum das passiert und ob alle Fettsäuren zur Metastasierung führen. Nun zeigten die neuen Studienergebnisse, wie Palmitinsäure aus Palmöl die Metastasierung bei Mundkarzinomen und Melanom-Hautkrebs bei Mäusen fördert. Andere Fettsäuren namens Ölsäure und Linolsäure (Omega-9- ​​und Omega-6-Fette), die in Lebensmitteln wie Olivenöl und Leinsamen vorkommen, zeigten nicht die gleiche Wirkung. Keine der getesteten Fettsäuren erhöhte überhaupt das Risiko, an Krebs zu erkranken. Krebszellen, die nur über einen kurzen Zeitraum Palmitinsäure mit der Nahrung ausgesetzt waren, blieben danach stark metastasiert. Die Forscher entdeckten, dass dieses „Gedächtnis“ durch epigenetische Veränderungen verursacht wird, die sie jedoch zukünftig hemmen könnten.

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Die neue Entdeckung ist ein großer Durchbruch im wissenschaftlichen Verständnis des Zusammenhangs zwischen Ernährung und Krebs. Darüber hinaus könnte dieses Wissen dabei helfen, neue Heilmittel gegen Krebsmetastasen zu entwickeln. Metastasen sind schätzungsweise für 90 % aller Krebstodesfälle verantwortlich, was weltweit etwa 9 Millionen Todesfälle pro Jahr ausmacht. Mehr darüber zu erfahren, was die Ausbreitung von Krebs fördert, könnte diese Zahlen laut den Studienautoren deutlich reduzieren. Darüber hinaus hoffen die Forscher darauf, dass diese Studie nur der Anfang ist. In den nächsten Jahren sollten sie mit klinischen Forschungen beginnen. Die Wissenschaftler werden dann die von ihnen entwickelten Antikörper bei verschiedenen Krebsarten testen.

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