Könnte ein Natriummangel im Blut die kognitiven Funktion beeinträchtigen?

Von Charlie Meier

Forscher verbinden Hyponatriämie oder Natriummangel im Blut bei älteren Männern mit einem erhöhten Risiko für Denkstörungen. Dies geht aus einer durchgeführten Studie hervor, in der die Autoren Auswirkungen des Salzgehalts untersuchten. Experten weisen darauf hin, dass diese Ergebnisse ziemlich besorgniserregend sein können, da einige Medikamente für Senioren die Natriumspiegel senken.

Wie sich ein Natriummangel im Blut auf die Gehirnfunktion auswirkt

ein natriummangel im blut kann zu demenz bei älteren männern führen

Laut den Studienautoren bestand ein klarer Zusammenhang zwischen Demenz und niedrigem Natriumgehalt bei den untersuchten Personen. Daran nahmen mehr als 5400 gesunde Männer ab 65 Jahren teil. Die Forscher haben den Gesundheitszustand der Probanden durchschnittlich fünf Jahre lang überwacht. Nach Angaben des wissenschaftlichen Teams haben 100 Männer eine Hyponatriämie entwickelt, bei der der Salzspiegel im Blut ziemlich niedrig ist, also unter dem gesunden Wert liegt. Bei diesen Personen war die Wahrscheinlichkeit einer geistigen Behinderung zu Beginn der Studie um 30 % höher. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie im Laufe der Zeit einen kognitiven Verfall erfuhren, stieg um 37 % im Vergleich zu denjenigen mit normalen Blutsalzspiegeln. Das Forschungsteam betonte jedoch, dass diese Ergebnisse vorläufig seien und den kausalen Zusammenhang nicht unbedingt bestätigen. In Anbetracht der Tatsache, dass mit dem Alter leicht niedrigere Natriumspiegel im Blut und leichte Veränderungen der kognitiven Funktion häufig auftreten, ist die zukünftige Forschung zu diesem Thema wichtig.

laborantin arbeitet mit blutproben von patienten mit niedrigem natriumspiegel

Es gibt verschiedene Symptome und Anzeichen einer Hyponatriämie. Ein normaler Natriumspiegel im Blut liegt zwischen 135 und 145 mmol/L. Hyponatriämie tritt erst dann auf, wenn ein Natriummangel im Blut besteht und die Werte unter 135 mmol/L fallen. Die Symptomatik kann Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Verwirrung, Energieverlust, Schläfrigkeit und Müdigkeit einschließen. Außerdem könnten dabei auch unruhiges Verhalten und Reizbarkeit sowie Schwäche, Muskelkrämpfe oder sogar epileptische Anfälle auftreten. Die Autoren bemerkten jedoch, dass es schwierig sei, den in dieser Studie verfolgten Männern eine gute Vergleichsgruppe aus der realen Welt anzubieten. Die Ergebnisse konnten nicht nahelegen, ob andere Faktoren den Natriumspiegel der Männer beeinflussen und sich auf ihre Kognition auswirken.

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