Mögliche Ursachen für Lungenkrebs als Nichtraucher: Genetisches Risiko?

Von Charlie Meier

Eine genomische Analyse hat ergeben, dass Tumore bei Lungenkrebs als Nichtraucher aus der Anhäufung von genetischen Mutationen hervorgeht. Diese können auch bei Menschen ohne Rauchen in der Vorgeschichte durch natürliche Prozesse im Körper auftreten. Die neue Studie ist ein Resultat aus der Zusammenarbeit eines internationalen Forschungsteams. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse erstmals drei molekulare Subtypen einer Krebsart bei Personen, die nie geraucht haben.

Wie Menschen Lungenkrebs als Nichtraucher entwickeln können

verbesserte lungenfunktion und genetische faktoren für tumoren in der lunge

Laut den Studienautoren können Umweltfaktoren wie Passivrauchen, Radon, Luftverschmutzung und Asbest oder frühere Lungenerkrankungen ebenfalls einige Fälle des Lungenkrebses erklären. Die Wissenschaftler kennen jedoch die genauen Ursachen für diese Krebsarten immer noch nicht. Die in der Studie untersuchten Tumore umfassten 189 Adenokarzinome (häufigster Lungenkrebs), 36 Karzinoide und sieben andere Tumore verschiedener Typen. Es gab außerdem bei den Patienten noch keine therapeutische Intervention für ihre Krebserkrankung. Bei der Analyse fanden die Forscher heraus, dass die Tumorgenese von Nichtrauchern Mutationen aufwies, die mit Schäden durch endogene Prozesse, also natürliche körperliche Prozesse, verbunden sind. Auch bei den 62 Patienten, die Passivrauchen ausgesetzt waren, fanden sie diese Biomarker nicht. Die genomischen Analysen ergaben außerdem auch drei neue Subtypen von Lungenkrebs bei Nie-Rauchern, denen die Forscher anhand der Anzahl der genomischen Veränderungen in den Tumoren musikalische Namen zuordneten.

krebsforscher analysieren daten von menschen mit lungenkrebs als nichtraucher

Der vorherrschende „Klavier“-Subtyp hatte die wenigsten Mutationen. Der Subtyp „mezzo-forte“ wies spezifische chromosomale Veränderungen sowie Mutationen im Wachstumsfaktor-Rezeptor-Gen EGFR auf. Die dritte Art namens „forte“ zeigte eine Verdoppelung des gesamten Genoms. Dies ist eine genomische Veränderung, die häufig Lungenkrebs bei Rauchern verursacht und schnell wächst. Die entdeckten Subtypen, die zu Lungenkrebs als Nichtraucher führen, könnten möglicherweise unterschiedliche Ansätze zur Prävention und Behandlung haben, so Forscher. Eine zukünftige Richtung dieser Forschungsarbeit wird darin bestehen, Menschen unterschiedlicher ethnischer und geografischer Herkunft zu untersuchen. Darüber hinaus stehen die Wissenschaftler noch am Anfang des Verständnisses, wie sich diese Tumore entwickeln. Dementsprechend zeigt diese Studie, dass in beiden Fällen Heterogenität oder Vielfalt beim Lungenkrebs besteht.

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