Auf diese Medikamente gegen Bluthochdruck sollten Sie besonders achten

Von Charlie Meier

Wie Sie wahrscheinlich bereits wissen, gibt es mehrere Medikamente gegen Bluthochdruck, mit denen die Medizin Hypertonie behandelt. Die Therapie der ersten Wahl beinhaltet die Verschreibung von zwei Arzneimitteltypen: Angiotensin-Converting-Enzym-(ACE)-Hemmern und Angiotensin-Rezeptor-Blockern (ARB). Der erste kommt jedoch häufiger zum Einsatz als der zweite. Eine aktuelle Studie in der Zeitschrift Hypertension zeigt, dass eher die ACE-Hemmer für eventuelle Nebenwirkungen die Verantwortlichen sind.

Bringen die besten Medikamente gegen Bluthochdruck doch Risiken mit sich?

arzt empfiehlt seinem patienten ace hemmer oder angiotensinrezeptorblocker bei hohem blutdruck

Bluthochdruck ist die häufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die arterielle Hypertonie betrifft rund ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung. Dieser Gesundheitszustand ist außerdem auch als stiller Killer bekannt, der zu besonders schwerwiegenden gesundheitlichen Spätfolgen führen kann. Um zu ihren Schlussfolgerungen zu gelangen, verfolgten die Forscher die Werte von drei Millionen Menschen in den USA, Deutschland und Südkorea. Sie nahmen zum ersten Mal ein blutdrucksenkendes Medikament ein. Keiner der Teilnehmer hatte jedoch in seiner Vorgeschichte Herzerkrankungen oder Schlaganfällen. Aus diesen 3 Millionen Personen wählten die Studienautoren die Krankenakten von Patienten aus, die zwischen 1996 und 2018 eine Behandlung gegen Bluthochdruck mit einem einzigen Medikament begonnen haben. Die Forscher fanden heraus, dass 2.297.881 Menschen, die ACE-Hemmer einnahmen, im Vergleich zu 673.938 Patienten, die Angiotensinrezeptorblocker als Therapie machten, mit Herzproblemen verbundene Folgen sowie Schlaganfälle aufwiesen. Dabei hat das Forschungsteam insgesamt 51 Nebenwirkungen festgestellt.

diverse medikamente gegen bluthochdruck können verschiedene nebenwirkungen verursachen

Die Wissenschaftler haben keinen signifikanten Unterschied in der Häufigkeit von Herzinfarkten, Schlaganfällen oder anderen Herzereignissen festgestellt. Unterschiede fanden sie jedoch hinsichtlich des Auftretens von Nebenwirkungen. Im Vergleich zu Patienten, die ARB einnahmen, war die Wahrscheinlichkeit von Flüssigkeitsansammlungen, Schwellungen der tiefen Hautschichten und der Schleimhäute bei Patienten, die mit ACE-Hemmern behandelt wurden, 3,3-mal höher. Bei diesen Personen gab es außerdem auch eine um 32 % höhere Wahrscheinlichkeit, Husten oder Pankreatitis zu entwickeln. Schließlich hatten sie ein um 18 % höheres Risiko, an Blutungen im Verdauungstrakt zu leiden. Die Autoren dieser Studie empfehlen bei Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Arzneimitteln, sofort den behandelnden Arzt aufzusuchen.

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