Wie ein durch nachahmende Diät imitiertes Fasten bei der Behandlung von Krebs helfen könnte

Von Charlie Meier

In einer kürzlich durchgeführten Studie testeten Wissenschaftler die Verträglichkeit und die Auswirkungen, die ein von Diäten imitiertes Fasten bieten könnte. Die Ergebnisse zeigten, dass die dadurch induzierten Stoffwechsel- und Immunveränderungen zur Verbesserung bei Krebspatienten führten, jedoch weitere Nachweise erfordern. Darüber hinaus hoffen die Studienautoren, dass die gewonnenen Daten neue Krebsbehandlungen ermöglichen und die Mortalität bei Krebs senken könnten.

Kalorienreduzierte Diät und imitiertes Fasten bei Krebspatienten

therapieansatz durch imitiertes fasten mit kalorienarmen diäten bei krebs

Die Einhaltung von verlängertem Fasten und strengen Kalorienbeschränkungen kann eine echte Herausforderung sein und Sicherheitsprobleme mit sich bringen. Von diesem Hintergrund haben Forscher eine Diät entwickelt, die kalorien-, zucker- und eiweißarm ist und das Fasten nachahmt. Das Hauptziel bestand darin, ähnliche Wirkungen wie bei Tierversuchen bei Menschen durch imitiertes Fasten zu erzielen und gleichzeitig Nährstoffmängeln vorzubeugen. Die Studienteilnehmer mit Krebserkrankungen nahmen an Tag 1 bis zu 600 Kalorien und an Tag 2–5 bis zu 300 Kalorien zu sich. Sie folgten dieser Zeit der Kalorieneinschränkung mit Ernährung für 16–23 Tagen, um das verlorene Gewicht wiederzuerlangen. Die Probanden wiederholten diese Therapien dann alle 3 oder 4 Wochen für bis zu acht Zyklen und durchliefen im Durchschnitt vier davon. Die Studie umfasste außerdem Menschen, die verschiedene Krebsarten in verschiedenen Stadien hatten und unterschiedliche Krebsbehandlungen erhielten. Das Forschungsteam schloss jedoch Personen aus, die untergewichtig waren oder ein hohes Risiko für Unterernährung hatten.

obst bei krebspatienten verbessert den stoffwechsel und aktiviert t zellen

Nach 5 Tagen zeigten die Blutproben von 38 damit behandelten Teilnehmern einen signifikanten Rückgang spezifischer weißer Blutkörperchen, sogenannter myeloischer Zellen. Diese stehen mit einer Immunsuppression in Verbindung. Sie hatten zudem auch eine erhöhte Anzahl von zytotoxischen T-Zellen. Dies sind Immunzellen, die Krebszellen töten können. Beide dieser Veränderungen waren unabhängig von der Krebsbehandlung. Ein durch diese Diät erzieltes imitiertes Fasten führte dementsprechend zu Stoffwechselveränderungen, wie niedrigen Blutzucker und Insulin. Die Forscher beobachteten auch signifikante Veränderungen des Immunsystems, die auf ein gehemmtes Tumorwachstum hindeuteten. Das relevanteste Ergebnis dieser Studie ist, dass eine solche Ernährungsumstellung das Immunsystem stärken kann, indem sie spezifische Immunzellen aktiviert, die eindeutig als entscheidend für das Erkennen und Abtöten von Krebszellen anerkannt sind.

Anzeige



Bild einbetten

Code kopieren, um das Bild einzubetten: Großes Bild: Kleines Bild: BB-Code:
Fertig