Gesund schlafen: So wirkt sich der tägliche Kaffeekonsum auf die Schlafphasen aus

Von Olga Schneider

Kaffee macht wach, schmeckt lecker und ist vielleicht deswegen für viele zu einem untrennbaren Teil der Morgenroutine geworden. Doch immer wieder warnen die Mediziner, dass, wer gesund schlafen möchte, den Kaffeekonsum in bestimmten Grenzen halten sollte. Eine neue Studie legt sogar nahe, dass der Kaffee sich auf die Schlafphasen auswirkt.

Gesund schlafen: Kaffee und seine Wirkung auf die Schlafphasen

Kaffee trinken Wirkung auf Schlafphasen

Mediziner aus der Abteilung für Schlafforschung an der Universität in Edinburgh haben in einem umfassenden Bericht die Folgen eines täglichen Kaffeekonsums auf die Schlafphasen zusammengefasst. Im Rahmen der Beobachtungsstudie wurden viele Faktoren in Betracht gezogen, wie zum Beispiel die Koffeinmenge in einer Tasse Kaffee und zu welcher Tageszeit diese getrunken wird. Sie konnten feststellen, dass mehr als 5 Tassen Kaffee täglich die Schlafzeit deutlich verkürzen können. Das Koffein wirkt sich auch negativ auf die Schlafqualität aus, denn es verkürzt die Tiefschlafphase. Wie sich das Koffein auf einen Menschen auswirken wird, hängt eng von der ADORA2A Genmutation ab. Sie kann beeinflussen, wie wir auf Kaffee reagieren. Deswegen kann es dazu kommen, dass dieselbe Koffeinmenge bei einem die Schlafphasen verkürzt, während sie bei anderen keine Wirkung darauf hat.

Gesund schlafen: Kaffee kann den Schlaf-Wach-Rhythmus verändern

Kaffee trinken und Schlaf-Wach-Rhythmus verändern

Kaffee kann auch den Schlaf-Wach-Rhythmus verändern. Der Mensch hat eine „innere Uhr“, die die Schlaf- und Wachzeit über Tag und Nacht verteilt. Dieser Rhythmus wird durch das Hormon Melatonin gesteuert. Der Körper von Menschen, die drei Stunden vor dem Schlafengehen 200 mg Koffein zu sich nehmen,  beginnt 40 Minuten später als gewöhnlich Melatonin auszuschütten.

Im Rahmen der Studie konnten die Forscher auch feststellen, dass 300 mg Koffein täglich die Konzentrationsfähigkeit trotz Schlafmangel fördern kann. In den ersten drei-vier Tagen hält uns der Kaffee also wach und hilft uns, uns auf unsere Aufgaben zu konzentrieren. Ab dem fünften Tag allerdings hat der Kaffee keine Wirkung auf das Konzentrationsvermögen. Es lässt sich daraus also schließen, dass der Kaffee nur kurzfristig bei Schlafmangel helfen kann und keine langfristige Lösung darstellt.

Zur Studie

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