Studie: Empfinden Männer mehr emotionale Schmerzen als Frauen bei Trennung oder Beziehungsproblemen?

Von Charlie Meier

Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass Männer häufiger für emotionale Schmerzen als Frauen anfällig sind, wenn sich ihre Beziehung zum Schlechteren wendet. Ein internationales Forschungsteam aus Psychologen führte dazu die allererste Datenanalyse von Beziehungsproblemen durch. Die Studie begann als Versuch, eine Karte der häufigsten Beziehungsprobleme zu erstellen, mit denen Menschen außerhalb von Kliniken und Beratungseinrichtungen konfrontiert sind. Die Studienautoren wollten nicht nur verstehen, welche Beziehungsprobleme die Öffentlichkeit am häufigsten erlebt, sondern welche Geschlechtsunterschiede dabei entstehen.

Gebrochenes Herz und emotionale Schmerzen bei Trennungen

gebrochenes herz und beziehungsprobleme lösen

Die Studienergebnisse zeigten, dass Kommunikationsprobleme das am häufigsten genannte Problem waren. Dabei gab fast 1 von 5 Personen Schwierigkeiten beim Besprechen von Problemen an, und 1 von 8 Menschen erwähnte Vertrauensprobleme in ihren Beziehungen. Aus den Daten ergaben sich außerdem auch zuvor unerwartete Muster, darunter wichtige Geschlechterunterschiede. Sind Männer zum Beispiel wirklich weniger emotional in Beziehungen investiert als Frauen, oder werden sie einfach stigmatisiert, weil sie ihre Gefühle teilen? Die Analyse ergab, dass das häufigste Thema für Menschen, die über ihre Beziehungsprobleme sprachen, emotionale Schmerzen waren. Das am häufigsten angesprochene Thema dabei war „Herzschmerz“ und bestand aus Wörtern wie Bedauern, Trennung, Weinen und gebrochenes Herz. Entgegen allen Erwartungen zeigten die Forschungsergebnisse, dass Männer deutlich häufiger über Herzschmerz sprechen. Dies zeigt, dass das weit verbreitete Stereotyp möglicherweise nicht immer korrekt ist.

junges paar bei einer trennung empfindet emotionale schmerzen

Darüber hinaus können Männer mindestens genauso emotional von Beziehungsproblemen betroffen sein wie Frauen. Die Forscher fanden diesbezüglich heraus, dass Männer häufiger als Frauen nach Beziehungshilfe suchen. Traditionell erkennen Frauen eher Beziehungsprobleme, ziehen eine Therapie in Betracht und suchen eine Therapie auf, so die Studienautoren. Dementsprechend können die neuen Erkenntnisse Auswirkungen auf die breite Öffentlichkeit sowie auf das klinische Umfeld haben. Die Autoren dieser Studie hoffen nun, dass Paare durch Hilfe suchendes Verhalten alle Arten von sozialen und psychologischen Problemen besser verstehen können. Dies könnte sogar auf eine Weise passieren, die Wissenschaftler mit herkömmlichen Forschungsmethoden einfach nicht erreichen können.

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