Könnte eine diuretische Therapie neue Behandlungsoptionen gegen die Alzheimer-Krankheit bieten?

Von Charlie Meier

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass Bumetanid als allgemein erhältliche diuretische Therapie eine signifikante positive Reaktion bei der Behandlung von Alzheimer aufweist. Darüber hinaus legt die Studie nahe, dass Neurodegeneration oder Alzheimer durch genetische, Lebensstil- und Umweltfaktoren resultieren könnte. Anhand von Mausmodellen und menschlichen Zelllinien untersuchten Wissenschaftler dementsprechend die möglichen Therapieoptionen bei Risikopatienten. Sie kamen zu dem Schluss, dass Bumetanid eine potenzielle Behandlung und Prävention von der Alzheimer-Krankheit bieten könnte.

Könnte eine gängige diuretische Therapie Neurodegeneration entgegenwirken?

mögliche wirkung gegen neurodegeneration durch diuretische therapie mit wassertablette bumetanid

Bisherige Forschungen weisen darauf hin, dass der Ansatz der Präzisionsmedizin die Hürde der Wirkstoffforschung gegen die Alzheimer-Krankheit überwinden könnte. In der Präzisionsmedizin berücksichtigen die Behandlung und Prävention von Krankheiten individuelle Variationen in Bezug auf Gene, Umwelt und Lebensstil basierend auf den Faktoren, die das Ansprechen auf die persönliche Behandlung beeinflussen können. Nun wandten die Studienautoren diesen Ansatz der Präzisionsmedizin an, um auf bestimmte Gene abzuzielen, die das Risiko für die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit erhöhen. Ziel war es, mögliche therapeutische Optionen zur Behandlung der neurodegenerativen Erkrankung zu untersuchen. Die Forscher verfolgen dazu speziell den Ansatz, indem sie sich auf Personen konzentrieren, die den APOE4/4-Genotyp als Ausgangspunkt haben. Dementsprechend stellte das Team die Hypothese auf, dass Medikamente, die diese Expression von unterschiedlich exprimierten Genen in Krankheitszuständen auf ein normales Niveau umkehren, gegen die Erkrankung von Vorteil sein können. Es stellte sich heraus, dass Bumetanid ein geeigneter Kandidat für Patienten mit Alzheimer-Krankheit ist.

neurologe zeigt auf einem gehirnscan die folgen von alzheimer aufs gehirn auf

Die Forscher verwendeten dann menschliche Zelllinien, Mausmodelle und elektronische Gesundheitsakten, um diese Daten in der Praxis zu validieren. Sie beobachteten, dass Bumetanid im Gehirn der Versuchstiere die Gedächtnisbildung verbesserte und die Fähigkeit der Neuronen wiederherstellte, auf Reize zu reagieren. Dies geschah, indem es ihre Funktion und Verbindungen neu organisierte. Diese Prozesse sind als neuronale Erregbarkeit bzw. Plastizität bekannt. Darüber hinaus zeigten Studienmäuse mit Lerndefiziten große Verbesserungen auf, wie es auch bei den menschlichen Proben zu beobachten war. Dies legt eine Erklärung dafür nahe, wie diese diuretische Therapie eine starke Wirkung gegen die Krankheit auslöst. Die Ergebnisse dieser Studie führten die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass Bumetanid bei der Vorbeugung der Alzheimer-Krankheit wirksam sein könnte. Dies bietet spannende Möglichkeiten für zukünftige Behandlungsoptionen.

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