Veganes Eis selber machen – Grundrezept, Zubereitung und Tipps

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Auch diesen Sommer ist Eis ein Muss – gerne auch gesund. Veganes Eis ist derzeit absolut in und einfacher herzustellen als man denkt. Dabei handelt es nicht mehr nur um Wassereis oder Sorbet. Ohne Milch und Sahne lässt sich auch cremiges, veganes Eis zubereiten, das nicht nur Allergiker und Veganer glücklich machen kann. Die Eiscreme ohne tierische Zusätze ist auch das ideale Dessert für alle, die einfach etwas Neues probieren möchten.

Welches Eis ist vegan und ist es gesünder?

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Eiscreme wird normal aus Milch hergestellt. Vegane Eissorten dagegen enthalten keine Tierprodukte wie Sahne und Eier. Aufgrund der pflanzlichen Fette gilt es in der Regel als etwas gesünder. Das ist der einzige Unterschied. Aber im veganen Eis könnten andere Zusatzsstoffe und auch raffinierten Zucker enthalten sein. Ob es auch weniger Kalorien hat, kommt es wieder auf die Zutaten an. Es gibt auch tolle Low-Carb-Varianten, die aus nur zwei Zutaten bestehen und ca. 100 – 150 Kalorien enthalten.

Auf jeden Fall ist selbstgemachtes Eis gesünder als die Varianten im Supermarkt, die auf Ingredienzen wie Emulgatoren, Stabilisatoren und Vepackungsmittel setzen. Hier sind Sie der Meister der Zutaten und entscheiden, was hineinkommt.

Wie wird veganes Eis cremig?

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Die meisten veganen Eissorten schmecken meist nicht so gut und sind nicht so cremig wie normales Eis. Jeder kann Milch und Eier verquirlen und daraus etwas vernünftig Gutes machen. Aber veganes Eis erfordert mehr Technik und Lebensmittel-Wissen. Wenn diese fehlen, könnte das Ergebnis oft wässrig, dünn und geschmacklos sein. Das gilt auch für Rezepte, die fettarme Mandelmilch wie Vollmilchcreme behandeln, sich auf Stärke als Ei-Ersatz verlassen oder einfach nicht genug Fett enthalten, um dem Eis eine cremige Konsistenz zu geben. So entsteht ein leckeres, sorbetartiges, aber nicht so cremiges Eis. Zutaten wie Soja-, Mandel- oder Reismilch haben einfach einen sehr niedrigen Fettgehalt.

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Es gibt auch Rezepte für veganes Eis mit gefrorenen Bananen, die einfach in einem Mixer püriert werden. Das Ergebnis soll genauso wie Eiscreme schmecken. Manche aber behaupten, dass es wie gefrorene Babynahrung schmeckt. Sie können aber probieren und sich selbst entscheiden, ob es Ihnen schmeckt oder nicht.

Die richtige Basis für veganes Eis wählen

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Wer stattdessen veganes Eis selber machen möchte, das eine cremige Konsistenz aufweist, braucht als Basis eine fetthaltige Flüssigkeit, die nach Belieben variieren kann. Mit den folgenden Zutaten sorgen Sie für cremige vegane Eiskreationen.

Kokosmilch, Kokoscreme und Kokosöl

Kokosmilch ist die beste Alternative zu den meisten Milchprodukten und eignet sich perfekt als Basis für Eiscreme. Sie hat einen intensiven Kokosnussgeschmack, aber ist viel besser als eine geschmacksneutrale Basis voller Eiskristalle. Außerdem harmoniert die Kokosnuss-Aroma perfekt mit vielen anderen Aromen wie Vanille, Kakao, Kaffee, Minze, Karamell usw. In Kombination mit Früchten entfaltet das Kokosaroma seine ganze Pracht.

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Stellen Sie die Kokosmilchdose mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank. So lässt sich das feste Kokosfett mit einem Löffel abschöpfen. Das Wasser bleibt unten. Für ein noch besseres Ergebnis können Sie Kokosmilch mit Kokoscreme kombinieren. Kokoscreme enthält weniger Flüssigkeit als Kokosmilch und ist noch cremiger in Konsistenz. Um 1 Liter Eiscreme zu machen, vermischen Sie eine Dose Kokoscreme und eine Dose Kokosmilch.

Doch es kommt oft vor, dass die Kokosmilch-Eiscreme körnig wird. Der Grund liegt darin, dass Kokosfett nicht homogenisiert wie Butterfett in den meisten Milchprodukten ist. So bilden sich kleine Stückchen von nichtemulgiertem Kokosfett. Die Lösung ist einfach: die Eiscreme-Basis zunächst erwärmen, bis es köchelt. Dann für 30 Sekunden rühren. So ist das Kokosfett komplett geschmolzen und das Eis wird spürbar cremiger.

Um eine Eiscreme-Basis mit 35 % Fettgehalt zu erzielen, die Schlagsahne nachahmte, können Sie raffiniertes Kokosöl (nicht virgin) verwenden. Es verleiht der Eismasse eine cremige Konsistenz ohne diesen super intensiven Kokosnuss-Geschmack zu haben. Wenn Sie jedoch auf das Kokosaroma nicht verzichten möchten, ist Bio-Kokosöl auch gut geeignet.

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Eis auf Nuss-Basis

Aus Nüssen lässt sich Milch herstellen. Sie sollten sich also auch zur Zubereitung von Eiscreme eignen. Die allgemeine Methode ist: die Nüsse in Wasser einweichen lassen, dann mit etwas Zucker und Aromen vermischen und cremig pürieren. Es ist aber von großer Bedeutung, welche Nussart verwendet wird. Pecannüsse oder Pinienkerne zum Beispiel verleihen der Eiscreme ein sehr intensives nussiges Aroma, das mit Vanille, Schokolade und Kaffee nicht so gut harmoniert. Aus anderen Nüssen, wie beispielsweise Mandeln, entsteht eine dünnflüssige Masse, die sich als Eiscreme-Basis nicht geeignet ist.

Sahnig, geschmacksneutral und einfach zu verarbeiten  – Cashewkerne sind die perfekte Wahl für eine himmlisch-cremige Eis-Variation! Botanisch gesehen gehören sie zu den Steinfrüchten und sind keine Nüsse. Ihre Konsistenz ist deutlich weicher als bei echten Nüssen und daher auch cremiger. Deswegen haben Sie regelmäßig einen Ehrenplatz in anderen veganen Gerichten wie Cashewkäse und Cashewsausen. Mit nur 42 g Fett/ 100 g zählen Cashewkerne zu den fettarmen Nüssen.

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Avocado

Veganer können ein cremiges Avocadoeis bedenkenlos genießen. Die Avocado ist cremig und dank ungesättigter Fettsäuren gesund! Dank dieser Eigenschaften wird sie auch oft als Basis für vegane Puddings und Cremefüllung für Torten verwendet. Das Fleisch von zwei Avocados können Sie einfach mit etwa 80 Milliliter Limettensaft, 250 Gramm braunem Zucker und 200 Milliliter Kokosmilch pürieren. Um die Konsistenz noch etwas zu verbessern, können Sie Maissirup oder Kokosöl dazu geben.

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Seidentofu

Eine Vielzahl von veganen Gerichten lässt sich auf der Basis von Seidentofu zubereiten. Suppen, Soßen, Dips – die Möglichkeiten sind zahlreich. Er hat einen hohen Wassergehalt und erhält dadurch eine zartcremige und feine Konsistenz. Das kalorienarme Nahrungsmittel kann man daher gut als Ersatz für Sahne, Quark und Joghurt verwenden. Auch veganes Eis lässt sich auf der Basis von Seidentofu zubereiten. Tofu-Eis schmilzt sogar wie normales Eis auf Milchbasis.

Ein Tipp: Sie sollten schon den Geschmack von Tofu kennen und mögen, bevor Sie dieses Rezept probieren. Der Soja-Geschmack im Endprodukt lässt sich nicht vermeiden.

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Achten Sie beim Pürieren auf die richtige Konsistenz. Nachdem der Tofu im Mixer püriert wird, sollte die Eiscreme-Basis genauso wie Créme anglaise oder Eggnogg aussehen. Wenn Sie den Tofu auf Hochgeschwindigkeit für zwei Minuten pürieren, bekommen Sie Hüttenkäse.

Milch und Sahne haben einen neutralen Geschmack, das gut zu anderen Zutaten passt. Avocados, Nüsse, Bananen und andere Lebensmittel, die sich als vegane Eiscreme-Basis eignen, dagegen haben einen typischen Geschmack. Das sehen die meisten Eiscreme-Hersteller als Nachteil und versuchen alles zu tun, um die natürlichen Aromen dieser Zutaten zu neutralisieren.

Süßungsmittel

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Sobald die Eiscreme-Basis schon ausgewählt worden ist, sollten Sie sich überlegen, welches Süßungsmittel Sie verwenden möchten. Manche Veganer und alle, die sich gesund ernähren wollen, vermeiden weißen Zucker. Glücklicherweise können Sie stattdessen Rohrzucker verwenden. Flüssige Süßstoffe wie Maissirup und Akazienhonig verleihen der Eiscreme eine sämtigere Konsistenz. Veganes Eis kann natürlich auch mit Datteln gesüsst werden.

Aromen und Gewürze, die dem Eis Geschmack verleihen

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Jetzt können Sie das Grundrezept geschmacklich vielfältig abwandeln. Die beliebtesten Geschmackrichtungen bei Eis sind Vanille, Schoko und Erdbeere, aber Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Palette an verschiedenen Gewürzen sind auch unzählig. Neben Vanille und Kakao sind noch Kaffee, Zimt und Minze besonders beliebt. Wer Fruchtgeschmack im Eis haben will, kann frische Früchte dazu geben.

Weitere Tipps für das perfekte vegane Eis

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Um diesen echten Vanille-Geschmack zu erzielen, verwenden Sie auf keinen Fall Vanilleextrakt. Stattdessen nehmen Sie Vanilleschoten. Wenn Sie Eis auf Cashew-Basis machen, lassen Sie eine geschlitzte Vanilleschote mit den Nüssen zusammen über Nacht in Wasser einweichen. Das führt zu einem noch intensiveren Aroma.

Wer ein veganes Schokoeis zubereiten möchte, sollte lieber auf die Verwendung von veganen Schokoriegeln, die Soja-Lecithin enthalten, verzichten. Dieser Zusatzstoff wird das Eis körnig machen. Lesen Sie sorgfältig die Informationen auf der Verpackung.

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Wenn Sie Stückchen wie Shoko-Chips ins Eis mischen möchten, geben Sie diese nicht in den Mixer. So können alle Stückchen am Boden des Behälters bleiben und werden nicht gleichmäßig verteilt. Es wäre besser, wenn Sie die Stückchen schichtweise zerstreuen, wenn Sie die Masse in eine Kastenform geben.

Spirituosen eignen sich gut als Geschmacksverstärker. Dunkler Rum zum Beispiel harmoniert schön mit den reichen Vanille- und Mandel-Aromen. Kahlua lässt sich gut mit Schokoladenaromen kombinieren, während ein Zitrus-Liköre wie Limoncello (Zitronen) und Grand Marnier (Bitterorange) die perfekten Begleiter für Fruchteeis sind. Achten Sie aber auf die richtige Menge. Je mehr Likör verwendet wird, desto weicher wird das Eis.

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