Vitamin D Dosierung berechnen: Ist es möglich, das Immunsystem gegen das Coronavirus zu stärken?

Autor: Olga Schneider

Die entscheidende Rolle, die Vitamin D bei dem Aufbau des menschlichen Immunsystems spielt, ist schon längst bewiesen worden. Nur eins kann das als Wundermittel gefeierte Vitamin nicht, nämlich zur Vorbeugung einer Infektion eingesetzt werden. Gegen das Coronavirus und die Influenza sowie zahlreiche andere ansteckende Krankheiten helfen nur bestimmte Schutzmaßnahmen. Dazu zählen zum Beispiel Hände waschen, Mundschutz tragen, einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu Mitmenschen halten, nicht ins Gesicht fassen. Vitamin D kann aber die Abwehrkräfte stärken und den Körper im Kampf gegen Infektionen wie Covid-19 unterstützen. Besonders Menschen mit einem durch Medikamente abgeschwächten Immunsystem und Menschen, die aus irgendeinem Grund an Vitamin D Mangel leiden, können nach einer Absprache mit dem Hausarzt Vitamin D einnehmen. Wir erklären, wie die Vitamin D Dosierung berechnet wird und worauf Sie bei der Einnahme von Präparaten achten müssen.

Vitamin D Dosierung berechnen: Sollten wir wegen Coronavirus-Ausgangsbeschränkungen Nahrungsergänzungsmittel einnehmen?

Vitamin D in Coronavirus Zeit richtig dosieren als Nahrungsergänzungsmittel

Immer wieder werben Hersteller und vor allem Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln damit, dass die Einnahme Ihrer Produkte nicht nur das Immunsystem stärkt, sondern auch zur Vorbeugung von Coronavirus eingesetzt werden kann. Dagegen warnt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, denn es gibt momentan keine Präparate, die eine Ansteckung mit dem Covid-19 verhindern können. Umso mehr sollten Verbraucher wissen, dass die Nahrungsergänzungsmittel nicht der Behandlung von ansteckenden Krankheiten dienen. In welchen Fällen ist es aber sinnvoll, Vitamin D einzunehmen?

Vitamin D vom Balkon Sonneneinstrahlung Körper bildet das Hormon

  • Wenn es der Hausarzt verschrieben hat.
  • Wenn nach einem Test ein Vitamin D Mangel festgestellt wurde.
  • Wenn es nicht möglich ist, Vitamin D zu produzieren, da sich der Mensch sehr selten im Freien aufhält. Das ist der Fall bei manchen chronisch kranken und pflegebedürftigen Patienten.
  • Menschen über 65 Jahre, da über 65 der Körper nicht mehr so effektiv Vitamin D bilden kann.
  • Menschen mit einer dunklen Haut, die in Nord- oder Mitteleuropa leben. Die dunkle Haut enthält Melanin, der die UV-Strahlung der Sonnenstrahlen abschirmt. Das schützt zwar in den Sommermonaten vor Sonnenbrand, im Winter können aber solche Menschen weniger effektiv Vitamin D bilden.

Wie entsteht ein Vitamin D Mangel?

Sommerzeit reicht nicht aus Hormon wie Vitamin D für Winter zu bilden

Die Bevölkerung der Länder in Mittel- und Nordeuropa leidet oft an Vitamin D Mangel. Besonders in den Wintermonaten kann unser Körper einfach nicht ausreichend Vitamin D herstellen, da die Sonneneinstrahlung sehr gering ist. Die Ausgangsbeschränkungen, die wegen des Coronavirus bundesweit eingeführt wurden, machen die Situation sogar komplizierter. Da reichen 15 Minuten täglich im Sonnenlicht längst nicht aus, um das Hormon zu bilden. Und wer hofft, dass er im letzten Sommerurlaub ausreichend Vitamin D für die Winterzeit produziert hatte, der liegt falsch. Denn beim Sommerbaden tragen wir üblicherweise Sonnenschutz auf die Haut auf. Er schützt uns zwar vor Hautkrebs, verhindert aber die Vitamin D Produktion. Für die meisten Menschen könnte es deswegen durchaus sinnvoll sein, ein Vitamin-D-Präparat zu kaufen.

Was sind die Symptome eines Vitamin D Mangels?

Vitamin D Dosierung berechnen für gesunde Erwachsene Tipps


Ein Vitamin-D-Mangel macht sich schnell bemerkbar, die Symptome sind für die meisten Ärzte leicht erkennbar. Dazu zählen unter anderem ständige Müdigkeit und Schläfrigkeit, sowie Schwindel wie bei niedrigem Blutdruck. Soweit bei einer Untersuchung kein Grund für die Symptomatik festgestellt wird, kann ein Test durchgeführt werden. Durch Vitamin-D-Tests kann der Mangel festgestellt werden. So lässt sich eine eventuelle Überdosierung mit Vitamin D vermeiden, zum Beispiel weil es dem Patienten verschrieben wurde, er aber nicht an einem Mangel leidet.

Damit die Ergebnisse ausschlaggebend sind, raten Mediziner dazu, die Werte bei einem Arzt messen zu lassen. In den Apotheken sind zwar Selbsttests erhältlich, die Ergebnisse können aber stark variieren und gelten daher als weniger zuverlässig. Die Probenahme-Einsendekits enthalten eine Trockenblutkarte. Die Proben werden dann an ein Labor verschickt, das sie auswertet und einen Bericht erstellt. Binnen weniger Tage werden die Ergebnisse per E-Mail zugesandt.

Vitamin D Dosierung berechnen wann ist Mangel

Im Idealfall liegen die Vitamin-D-Werte bei 30 Nanogramm pro ml Blut. Sind sie niedriger, geht man von einem Mangel aus. Ergebnisse, die deutlich über den Referenzwerten liegen, deuten auf eine Überdosierung hin. Zu einer Überdosierung kann es dann kommen, wenn man Vitamin D-Präparate einnimmt. Der Körper bildet nur so viel Vitamin D, wie er braucht. Selbst wenn man also mehrere Stunden lang täglich in der Sonne liegt, kann es nicht zu einer Überdosierung mit Vitamin D kommen.

Vitamin D Dosierung berechnen: Wie wird die empfehlenswerte Konzentration im Blut erreicht?

Sonnenschutz verhindert Vitamin D Bildung vom Körper


Wie die Vitamin D Dosierung berechnet wird, hängt eher von mehreren Faktoren ab. Gesunde Menschen brauchen keine Tests durchzuführen. Der Arzt verschreibt die passende Dosis für die Wintermonate. Chronisch kranke Patienten sollten sich zur Sicherheit testen lassen. Erst dann kann der Hausarzt die passende tägliche Dosis bestimmen.

In der Regel reicht es für die meisten gesunden Erwachsenen und Jugendlichen aus, wenn sie täglich maximal 20 mg bzw. 800 internationale Einheiten Vitamin D einnehmen. Solche Präparate sind als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft und können ohne Verschreibung gekauft werden. Alle Präparate, die mehr als die maximal empfohlene Tagesdosis von 20 mg Vitamin D enthalten, sind als Arzneimittel eingestuft. Über die Ernährung kann nur ein Zehntel des täglichen Bedarfs abgedeckt werden. Die restlichen 90 % müssen dann entweder vom Körper gebildet, oder, wenn eine unzureichende Versorgung nachgewiesen ist, als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tabletten oder Tropfen eingenommen werden.

Vitamin D Dosierung berechnen für gesunde Jugendliche Tipps

Bei chronisch kranken Menschen und Menschen, die andere Medikamente einnehmen, ist Vorsicht geboten. Sie sollten nur nach Absprache mit dem Arzt Vitamin-D-Präparate einnehmen. Denn bestimmte Arzneimittel wie zum Beispiel Schlaftabletten, Diuretika oder Medikamente gegen Epilepsie können die Aufnahme vom Hormon stark beeinträchtigen. Auch Schwangere sollten nie ohne ärztliche Beratung zu Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin D greifen. Patienten mit Nieren-Erkrankungen sollten sich ebenfalls unbedingt zuerst beraten lassen, denn eine Vitamin-D-Überdosierung könnte sehr negative Folgen für die Gesundheit haben.

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