Mythos Cannabisöl – Was ist CBD Hanföl und wofür kann man es gebrauchen?

von Ramona Berger
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Die Nutzung der Hanfpflanze hat eine jahrtausendelange Tradition. Bereits um 5000 v. Chr. wurden im alten China daraus Kleidung, Seile und Papier hergestellt, aus ihrem Samen wurde Öl gepresst. Insofern sind Produkte wie Hanföl durchaus keine Neuheit. Doch gerade in Europa wurde Cannabis in den letzten Jahrzehnten kriminalisiert, sodass auch die rauschfreie Nutzung etwa des wertvollen Öles in schmackhaften und gesunden Rezepten in Vergessenheit geriet. Das ändert sich aktuell. THC, CBD, Hanföl – eine Menge Produkte strömen neu auf den Markt und verwirren den Verbraucher.  Immer mehr Magazine klären über Nutzbarkeit und Wirkung von Hanf auf, und Produkte wie Hanföl und CBD-Öl sind plötzlich frei verfügbar. Die Nutzung von Cannabis zu medizinischen Zwecken wurde legalisiert, wenn auch noch nicht viele Ärzte es als Medikament einzusetzen bereit sind. Wer das passende Mittel zu seinen Beschwerden finden will, braucht eine genaue Kenntnis über Inhaltsstoffe und Herstellung. Wir beleuchten das Thema.

Hanföl oder CBD-Öl?

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Hanföl wird aus den Samen der Hanfpflanze durch schonende Pressung gewonnen und als wertvolles Öl in der Küche verwendet. Es hat eine ideale Kombination von Omega-3- und Omega-6- Fettsäuren und gilt als besonders gesundes Lebensmittel. Es verfügt jedoch über keinerlei berauschende Wirkung, und auch sein gesundheitlicher Nutzen ist begrenzt. Es kann durchaus als vorbeugendes Lebensmittel angesehen werden, das zu einer gesunden Ernährung beiträgt und dadurch das Immunsystem stärkt. Gegen akute Krankheiten oder Schmerzen zeigt es jedoch keine Wirkung.

Anders das sogenannte CBD-Öl. Die Abkürzung steht für Cannabidiol, das ist einer der 80 Wirkstoffe, die in einer Hanfpflanze vorkommen und neben Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) der bekannteste. Da dieses Öl nicht den gleichen rechtlichen Beschränkungen wie Cannabis und THC unterliegt, kommt es aktuell immer häufiger zur Anwendung. Cannabidiol hat keine berauschende, aber eine medizinische Wirkung. So hemmt es etwa Entzündungen und wirkt leicht schmerzlindernd.

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Die Erkenntnisse über die Wirkungsweise sind noch lange nicht vollständig. Es lässt sich jedoch sagen, dass es folgendermaßen eingesetzt werden kann:

– Es hemmt Schmerzen und kann etwa bei Menstruationsbeschwerden oder Migräne eingesetzt werden.
– Es kann dabei helfen, den Appetit zu zügeln.
– Es wirkt Angst lösend und entspannend/beruhigend.
– Es wird erfolgreich beim Einsatz gegen Epilepsie getestet.
– CBD hemmt Entzündungen und unterstützt den Körper dabei, auch chronische Entzündungsherde zu besänftigen.
– Es löst Angstzustände und kann beim Einschlafen helfen.
– Es beruhigt den Magen und den Darm.
– Es lindert die Beschwerden von Hautkrankheiten wie Psoriasis und Neurodermitis.
– Es hilft gegen Bakterien und Pilze.
– Es hat ein großes Potenzial, bei der Behandlung und Vorbeugung von Diabetes erfolgreich eingesetzt zu werden.

Auf der Seite von Nordicoil gibt es einen CBD Guide, der anhand der Abfrage von bestimmten Beschwerden direkt zu einem geeigneten Produkt verweist. Vielen Patienten, die wegen der einzigartigen Wirkung des Hanfs etwa bei Schmerzen zu dieser Pflanze greifen, genügt die Wirkung jedoch nicht.

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Eine dritte Variante der Öle aus Cannabis besteht aus einer Mischung von CBD und THC. THC ist der Wirkstoff, wegen des Hanfes so in Verruf geraten ist. Er verursacht Rauschzustände und fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Allerdings hat THC auch viele weitere, sehr nützliche Wirkungen. So lindert es Schmerzen und Entzündungen, hilft bei Atembeschwerden und verbessert den Appetit. Es wird unter anderem in der Therapie von Krebspatienten eingesetzt, denn es bekämpft die Nebenwirkungen von Strahlen- und Chemotherapien. Die krampflösende Wirkung kommt Patienten mit MS oder dem Tourette-Syndrom zugute, Asthmatiker können durch THC wieder besser atmen. CBD hingegen eignet sich für Menschen mit Angststörungen oder Depressionen. Allerdings sind auch unerwünschte Nebenwirkungen möglich. Im schlimmsten Fall kommt es zu Psychosen, Gedächtnisverlust und Persönlichkeitsveränderungen. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Ärzte trotz der Freigabe so ungern Cannabis auf Rezept herausgeben?

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Seit März 2017 ist es theoretisch möglich, sich bei seinem Arzt bei einer entsprechenden Indikation Cannabis auf Rezept zu holen. In der Praxis kommt es jedoch selten dazu. Wahrscheinlich sind die Mediziner mit der Wirkung noch nicht vertraut genug und greifen daher zu für sie bewährten Mitteln. Zudem lehnen die Krankenkassen die eingehenden Anträge, die in jedem Fall einzeln begründet werden müssen, häufig einfach ab. Die AOK hat etwa 6600 Anträge erhalten und 64 Prozent bewilligt, die TK bewilligte 65 Prozent. Eine Monatsration Cannabismedikamente kostet bis zu 600 Euro.

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Fazit: Obwohl Hanf eine Nutzpflanze mit einer Jahrtausende dauernden Tradition ist, die auch in Europa ideal genutzt werden könnte, hat das kriminalisierte Kraut einige Schwierigkeiten, sein Potenzial ganz zu entfalten. Nicht nur in der Küche, auch in der Medizin und sogar in der Textilindustrie könnte diese Pflanze Großes leisten. Die aus ihrem Stengel gewonnenen Textilien schlagen die weit verbreitete Baumwolle in mancherlei Hinsicht. Zunächst einmal ist die Pflanze wesentlich weniger empfindlich und benötigt weniger Wasser und kaum Pestizide. Zudem sind aus Hanf hergestellte Textilien ideal auch für die Haut besonders empfindlicher Personen geeignet. Die Legalisierung als verschreibungspflichtige Medizin und der vermehrte Einsatz von Privatpersonen könnten zu einer Rehabilitation von Hanf führen – davon könnten viele Menschen profitieren.

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Ramona aus Frankfurt ist Mutter der zweijährigen Kaia. Ihre Leidenschaften sind Zumba, Natur und Gärtnern, was sie in ihrem Hinterhofparadies auslebt. Sie sucht ständig nach Mama-Hacks und Kochtipps, um den Alltag effizienter zu gestalten. Kreative Ideen für Kinderentwicklung und aktuelle Trends in Mode und Ernährung begeistern sie ebenfalls. Seit 2013 schreibt Ramona für Deavita, stets gründlich recherchiert und oft durch Experteninterviews gestützt. Sie hat Psychologie in Freiburg studiert.