Nicht ins Gesicht fassen! 5 Tipps, wie Sie sich das abgewöhnen!

Angesichts der Verbreitung des neuartigen Corona-Virus auf der ganzen Welt haben Ärzte viele Maßnahmen aufgelistet, die Menschen ergreifen können, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Sie sollten sich häufig die Hände waschen, in den Ellbogen husten und den Kontakt mit kranken Menschen vermeiden. Eine der besten Möglichkeiten, die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen – und eine Pandemie zu verlangsamen – besteht darin, einfach aufzuhören, sich ins Gesicht zu fassen. Aber das ist oft leichter gesagt als getan, denn das Abgewöhnen solcher natürlichen Reflexe fällt den meisten Menschen schwer.

Warum ist es so wichtig, Ihr Gesicht nicht zu berühren?

mund nicht mit händen berühren

Viren können auf harten Oberflächen wie Türklinken, Geländern und U-Bahn-Stangen bis zu mehreren Tagen überleben. An ungewaschenen Händen können Krankheitserreger über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangen und uns infizieren.

Gesichtsberührungen passieren meist unbewusst

abgewöhnen ins gesicht zu fassen ist wichtig

Forscher der Universität Leipzig haben 2019 eine ganze Studie veröffentlicht, in der festgestellt wurde, dass selbst Medizinstudenten (die allen möglichen Keimen und Bakterien ausgesetzt sind) ihr Gesicht im Durchschnitt fast 25 Mal pro Stunde berühren. Und wie viele von uns rieben sich diese Studenten die Augen, bohrten in der Nase oder steckten sich einen Finger in den Mund.

Genau wie bei anderen Erkrankungen, die auf schlechten Gewohnheiten beruhen (wie z.B. Fingernägel-Kauen), neigen manche Menschen dazu, ihr Gesicht unbewusst zu berühren. Experten arbeiten oft mit Patienten zusammen, um das Problem in der Behandlung anzugehen. Meistens geht es darum, die Gewohnheit durch eine andere oder etwas ganz anderes zu ersetzen. Im Folgenden haben wir ein paar Tipps, die Ihnen helfen sollen, Ins Gesicht fassen abzugewöhnen.

Fingernägel kauen ist eine shlechte gewohnheit

1. Erkennen Sie die Auslöser

Ob aus Stress oder Langeweile, Menschen berühren ihre Gesichter aus vielen verschiedenen Gründen. Der erste Schritt zur Reduzierung Ihrer Gesichtsberührungen besteht darin, festzustellen, welchen Teil Ihres Gesichts Sie am meisten berühren und warum. Erkennen Sie Ihre persönlichen Auslöser und finden Sie Wege, um die Berührungen zu reduzieren.

Wenn Sie den Druck verspüren, sich ins Gesicht fassen zu müssen, berühren Sie eine andere Körperstelle


2. Lenken Sie die Bewegung um

Psychiater empfehlen Patienten, sich auf akzeptables Gegenverhalten zu konzentrieren, wenn sie eine ungesunde Gewohnheit aufgeben müssen. Denken Sie zum Beispiel an eine andere Körperstelle, die Sie berühren können. Wenn Sie den Druck verspüren, sich ins Gesicht fassen zu müssen, berühren Sie stattdessen Ihren Arm oder Ihr Knie.

3. Zählen Sie Ihre Gesichtsberührungen

Wenn Sie bemerken, dass Sie Ihr Gesicht zu einer bestimmten Zeit oder in einer bestimmten Situation ständig berühren – wie beim Telefonieren oder Lesen am Schreibtisch – notieren Sie sich das. Wenn Sie eine Strichliste einen Tag lang führen, wird das Thema schon viel präsenter in Ihrem Kopf sein.

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4. Halten Sie Ihre Hände beschäftigt

Geben Sie Ihren Händen etwas anderes zu tun, um Ihrem Unterbewusstsein zu helfen. So können Sie zum Beispiel eine Gebetskette aus Holzperlen griffbereit halten. Stressbälle sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, die Hände abzulenken. Egal, welchen Gegenstand Sie auch immer wählen, stellen Sie sicher, dass Sie ihn möglichst oft desinfizieren, da er höchstwahrscheinlich auch eine ganze Reihe von Keimen beherbergen wird.

stark riechende Seife kann ihr unterbewusstsein aufwecken


5. Nutzen Sie Haushaltsgegenstände zu Ihrem Vorteil

Sensorische Hinweise können Ihnen dabei helfen, die Hände aus dem Gesicht zu halten, insbesondere Dinge, die Ihre Nase reizen. Für Nagelbeisser gibt es zum Beispiel eine Reihe von Nagellackprodukten, die übel riechen und schlecht schmecken. Dasselbe gilt für duftende, stark riechende Seife, die durch Ihren Geruchssinn Ihr Unterbewusstsein aufwecken kann, um Sie daran zu erinnern, Ihre Hände vom Gesicht fernzuhalten.

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Gewohnheiten sind schwer zu ändern. Denken Sie einfach daran, dass das Nichtberühren Ihres Gesichts nur eine Möglichkeit ist, sich selbst vor Grippe- und Coronaviren zu schützen. Aber es ist entscheidend, dass Sie auch alle anderen Präventivmaßnahmen nicht vergessen, die Ihnen helfen können, das Risiko, an COVID-19 zu erkranken, zu verringern. Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie sich nicht wohl fühlen, und vermeiden Sie den Kontakt mit kranken Menschen, waschen Sie Ihre Hände häufig (oder verwenden Sie ein Händedesinfektionsmittel mit mindestens 60% Alkohol) und desinfizieren Sie häufig berührte Oberflächen und Gegenstände.

Referenz: Studie “Die spontanen Gesichtsberührungen” Stephanie Margarete Müller, Sven Martin, Martin Grunwald




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