Coronavirus Update: Kann Covid-19 ein Guillain-Barré-Syndrom auslösen?

Autor: Charlie Meier

Laut dem letzten Coronavirus Update könnte das SARS-CoV-2 seltene Autoimmunerkrankungen wie das Guillain-Barré-Syndrom auslösen. Bei vielen Menschen, die sich mit dem Virus infizieren, treten leichte oder keine Symptome auf. In einigen Fällen verläuft die Krankheit jedoch schwer. Darüber hinaus haben Forscher häufig neurologische Beschwerden bei COVID-19 identifiziert. Wie Forscher neulich berichteten, kann der neuartige Erreger auch das gefürchtete Syndrom auslösen.

Besteht eine Gefahr nach diesem Coronavirus Update?

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Wie auf dem österreichischen Gesundheitsportal „Gesundheit.gv.at“ erläutert, ist das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) eine sehr seltene Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem greift dabei die peripheren Nervenzellen des Körpers an. Dies geschieht außerhalb des Gehirns und der Wirbelsäule. Immunzellen zerstören dabei deren isolierende Myelinscheide. Die Krankheit, auch als „akute idiopathische Polyneuritis“ bekannt, könnte also auch durch das neue Coronavirus entstehen. Die Wissenschaftler befürchten, dass eine derartige Infektion schneller schwere neurologische Komplikationen durch COVID-19 auch bei Kindern verursachen kann.

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Nach einer aktuellen Ankündigung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) könnte das Guillain-Barré-Syndroms (GBS) schon mit COVID-19 assoziiert werden. Kurz darauf folgten zwei weitere Veröffentlichungen aus Europa in den Fachzeitschriften „New England Journal of Medicine“ und „Neurology“, die eine GBS- und eine GBS-Variante bei COVID-19-Patienten beschreiben. Das GBS entsteht häufig als Folge von Infektionen, beispielsweise nach einer bakteriellen Darminfektion oder einer Infektion mit dem Zytomegalievirus (ZMV).

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Das Coronavirus ist nun auch einer der verursachenden Krankheitserreger. Während es häufig zwei bis vier Wochen dauert, bis eine mit Infektion assoziierte GBS auftritt, entwickelte die SARS-CoV-2-Infektion diese schwerwiegende neurologische Komplikation bereits nach fünf bis zehn Tagen.

Die Atemmuskulatur könnte betroffen sein

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Wie die DGN erklärt, ist das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) eine schwere neurologische Erkrankung. Die Myelinscheide der peripheren Nerven wird durch eine übermäßige Autoimmunreaktion, häufig infolge von Infektionen, geschädigt, sodass die Nervenfasern keine Reize mehr übertragen können. Autoantikörper gegen Bauteile der Nervenmembranen (Ganglioside) im Blut sind bei GBS häufig nachweisbar. Die Folgen sind Lähmungen (Parese), die normalerweise auf beiden Seiten in den Beinen beginnen und sich dann auch auf Arme und Gesicht ausbreiten. Bei einigen Patienten könnte dies sogar die Atemmuskeln betreffen, sodass Ärzte diese dann beatmen müssen.

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Laut DGN erhalten die Betroffenen entweder hoch dosierte intravenöse Immunglobuline oder unterziehen sich einer Plasmapherese. Dies ist eine extrakorporale Blutreinigung, bei der die Autoantikörper, die diese Krankheit auslösen, herausgefiltert werden. Es dauert oft viele Wochen, bis die Symptome abgeklungen sind, und einige Patienten haben dauerhafte neurologische Beschwerden.

Symptome bei GBS laut dem Coronavirus Update

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Es ist bekannt, dass etwa drei Viertel aller GBS-Fälle auf Infektionen zurückzuführen sind, sei es aufgrund einer bakteriellen Entzündung des Darms mit Campylobacter-Bakterien, einer Infektion der oberen Atemwege mit dem Zytomegalievirus oder anderen Viren. SARS-CoV-2-assoziierte GBS-Fälle wurden nun erstmals in den genannten Magazinen gemeldet. Der erste Fallbericht eines vermutlich durch Coronavirus verursachten GBS bezieht sich auf eine 61-jährige Frau aus China. Sie wurde mit einer Lähmung der unteren Extremitäten in die Klinik eingeliefert. Die Patientin wies jedoch keine respiratorischen Symptome, Fieber oder Durchfall auf. Ihre Lähmung verteilte sich über die nächsten drei Tage.

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Dem Coronavirus Update zufolge haben Mediziner die Therapie der Frau mit Immunglobulinen durchgeführt. Am achten Tag entwickelte die Patientin Husten, Fieber und zeigte Anzeichen einer viralen Pneumonie in der Brust. Der SARS-CoV-19-Rachenabstrich war positiv. Die Autoren diskutieren aus diesem Grund eine Assoziation mit GBS. Da die klassischen COVID-19-Symptome jedoch erst eine Woche nach dem Einsetzen von GBS auftraten, müssen Mediziner auch die Möglichkeit eines zufälligen Auftretens beider Krankheiten in Betracht ziehen.

Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Informationen, die Sie nicht zur Selbstdiagnose oder Behandlung verwenden sollten.

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