Winterlinge pflanzen im November: Der Herbst ist der richtige Zeitpunkt für die Pflanzung der gelben Frühblüher

von Ada Hermann
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Unsere Gärten gehen bald in den Winterschlaf und man kann sich kurz von der Gartenarbeit erholen, bis die neue Saison anfängt. Damit aber das Frühjahr möglichst früh seine Blütenpracht zeigt, sollte man noch im Spätherbst einige Frühblüher im Garten pflanzen. Neben den beliebten Schneeglöckchen und Krokussen dürfen auch die Winterlinge nicht fehlen. Die gelben Frühblüher sind eine echte Bereicherung für den Garten im Frühjahr und können wunderschöne Farbakzente setzen. Doch wann sollte man Winterlinge pflanzen – gerade jetzt im Herbst oder lieber zum Frühlingsbeginn? Wir haben die Antwort.

Der Winterling: gelber Frühblüher mit großer Deckkraft

Winterlinge sind gelbe Frühblüher und bilden Blütenteppiche

Der Kleine Winterling (Eranthis hyemalis) ist ein Frühjahrsblüher aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Er ist in den Wäldern Westeuropas heimisch, aber auch andernorts weit verbreitet. Häufig sieht man den Winterling schon in den ersten Frühlingstagen durch den Schnee gucken und noch vor den Krokussen blühen. Charakteristisch für den Winterling sind seine goldgelben, hahnenfußähnlichen Blüten und das Blätterkleid, das direkt unter dem Blütenkopf wächst. Die kleine Pflanze wird bis zu 15 cm hoch und kann daher einen wunderschönen Blütenteppich bilden. Man sollte allerdings beachten, dass die Pflanze für Menschen und Tiere giftig ist.

Wann Winterlinge pflanzen?

Auf diese Frage gibt es eigentlich keine eindeutige Antwort, denn sowohl Herbst als auch Frühjahr sind geeignet, um Winterlinge zu pflanzen. Es kommt darauf an, welche Methode der Pflanzung Sie auswählen.

  • Im Herbst werden die Knollen des Winterlings in die Erde gesetzt. Dafür eignen sich die Monate September und Oktober am besten, doch bei mildem Wetter (wie in diesem Jahr) bietet sich auch der November als eine günstige Pflanzzeit.
  • Im zeitigen Frühjahr pflanzen Sie blühende Winterlinge direkt ein. Dafür muss der Boden frostfrei sein, also wählen Sie einen der ersten warmen Tage im Februar oder März. Diese Methode der Pflanzung funktioniert besser.

Die Knollen der Winterlinge pflanzen: Anleitung und Tipps

Winterlinge Knollen pflanzen wie tief Tipps

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Wie die meisten anderen Frühlingsblumen, wie Krokusse, Tulpen und Narzissen, werden diese hübschen Pflanzen aus Knollen und nicht aus Zwiebeln gezogen. Die Knollen speichern Nährstoffe für die Pflanze, sodass der Winterling gut überwintern und harte Winter überstehen kann.

Sie sollten die Knollen des Winterlings in einem Abstand von etwa 10 Zentimetern und 5 bis 7 Zentimeter tief pflanzen, um sie vor den winterlichen Temperaturen zu schützen. Wie die meisten anderen Frühlingszwiebeln sollten Sie auch die Knollen des Winterlings im Herbst pflanzen, um sie auf die nächste Wachstumsperiode vorzubereiten.

So pflegen Sie den Frühblüher richtig

Winterlinge pflanzen - Eranthis treibt zuerst aus dem Boden im Frühjahr

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Der Winterling gedeiht gut, wenn er vernachlässigt wird, und benötigt nach der Pflanzung wenig bis gar keine Pflege. Er ist praktisch schädlings- und krankheitsfrei, resistent gegen Wildtiere und verträgt unterschiedliche Lichtverhältnisse. Sobald er sich etabliert hat, kann sich der Winterling selbst aussäen und mit der Zeit einbürgern und bildet wunderschöne Blütenteppiche.

Licht: Der Winterling verträgt verschiedene Lichtverhältnisse, von Halbschatten bis zu voller Sonne. Am kräftigsten wächst er jedoch an einem Standort, der täglich mindestens fünf bis sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.

Boden: Diese widerstandsfähige Pflanze gedeiht in den meisten Bodenarten, wächst aber am besten auf alkalischen Böden. Der Winterling ist in Wäldern mit gleichmäßig feuchten, gut durchlässigen Böden mit hohem Anteil an organischen Stoffen beheimatet. Die Anpflanzung in mäßig fruchtbarem, humusreichem Boden trägt dazu bei, den natürlichen Lebensraum der Pflanze zu imitieren. Daher ist eine regelmäßige Humusversorgung nötig, zum Beispiel durch abgefallenes Laub oder reifen Kompost.

Gießen: Winterlinge benötigen das ganze Jahr über gleichmäßige Feuchtigkeit. In besonders heißen, trockenen Perioden müssen die Pflanzen möglicherweise zusätzlich gegossen werden. Solange er jedoch in einen geeigneten Boden gepflanzt wird, benötigt der Winterling in den meisten Fällen keine regelmäßige Bewässerung.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit: Die Blüten des Winterlings reagieren empfindlich auf Temperaturschwankungen. Sie blühen am besten bei warmem, sonnigem Wetter und schließen sich bei kaltem, bedecktem Wetter. Der Frühblüher benötigt jedoch warmes Frühlings- und Sommerwetter, um auszutreiben und zu blühen. Die Pflanze verträgt eine gewisse Luftfeuchtigkeit.

Düngen: Winterlinge brauchen keine regelmäßige Düngung. Die beste Möglichkeit, ein gesundes Wachstum zu fördern, besteht darin, den Boden jedes Frühjahr mit Kompost zu ergänzen, um die Pflanzen jährlich mit zusätzlichen Nährstoffen zu versorgen.

Ada Hermann

Ada ist 1977 in Freiburg geboren und hat zwei fast erwachsene Kinder. Sie hat moderne Literatur und Germanistik studiert und ein Praktikum bei einem Buchverlag absolviert. Ihre Kreativität und die Leidenschaft fürs Schreiben hat sie in etwas Produktives umgewandelt und trat 2016 der Redaktion von Deavita bei.

Interessen

Bei der Gartenarbeit fühlt sich Ada am wohlsten, denn für sie ist das Gärtnern eine Art Therapie. Trotz ihrer begrenzten Platzverhältnisse hat sie einen kleinen Garten angelegt, in dem sie sich gerne mit ihrer Familie aufhält. Im Laufe der Zeit hat Ada eine besondere Vorliebe für Zimmerpflanzen und speziell für Orchideen entwickelt, wobei ihre aktuelle Orchideen-Sammlung aus mehr als 10 Exemplaren besteht. Sie ist immer für neue Gartentipps und Tricks offen und probiert für die Garten-Rubrik von Deavita viele davon selber aus.

Abends und am Wochenende genießt sie ihre andere Leidenschaft - das Kochen. Mit einem besonderen Fokus auf das Backen von Kuchen zaubert sie köstliche Leckereien, die jeden Gaumen erfreuen. Sie glaubt, dass das Dessert der beste Teil einer Mahlzeit ist.

Ada hat auch ein geschultes Auge für Mode und Frisuren und steht immer auf dem Laufenden mit den neuesten Trends. Sie glaubt, dass das Alter nur eine Zahl ist, und gibt anderen reifen Frauen Styling-Tipps, damit sie sich auch im Alter selbstbewusst und schön fühlen.

Trotz ihrer beiden Kinder versucht sie es, ihr Haus immer sauber und ordentlich zu halten und teilt gerne ihre kleinen Haushalts-Tricks und Mom-Hacks mit ihren Lesern.
In ihrer Freizeit trifft man sie in den Bergen und bei kulturellen Veranstaltungen an. Zum Bergwandern in der Region Freiburg im Breisgau empfiehlt sie die Strecke vom Schauinsland zum Wiedener Eck.

Erfahrung

Seit 7 Jahren als Autor auf Deavita tätig und mehr als 1300 Beiträge zu diversen Themen geschrieben
Mehr als 10 Jahren Erfahrung im eigenen Garten
In den letzten 6 Jahren pflegt sie auch einen kleinen Nutzgarten mit einigen Obst- und Gemüsesorten
Seit 5 Jahren verfolgt Ada die letzten Trends für reife Frauen und spezialisiert in Tipps für Mode, Frisuren und Beauty für Damen Ü40
Als Mama und Hausfrau im Haushalt tätig, wo sie täglich neue Putztipps und -tricks selber ausprobiert
Dank ihrer Kinder in den letzten 12 Jahren viel Erfahrung beim Basteln gesammelt

Ausbildung

Ada hat einen Bachelor in moderner Literatur und einen Bachelor in Germanistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg absolviert. Nach ihrem Abschluss hat sie ein Praktikum bei einem lokalen Buchverlag gemacht. Im Laufe der Jahre hat Ada mehrere Kochkurse erfolgreich absolviert und verschiedene Kochtechniken und internationale Küchen kennengelernt.

Kontakt: [email protected]
Twitter:  @AdaHermann2