Oleander hat gelbe Blätter, die abfallen: Ursachen und erste Hilfe bei Blattverlust im Sommer!

von Olga Schneider
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Wenn der Oleander gelbe Blätter bekommt, die dann abfallen, dann sollte man schnell handeln und das Problem lösen. Gerade im Sommer ist Blattverlust abnormal und kann auf bestimmte Krankheiten, Pflege-Fehlern und Schädlinge hinweisen. Wir erklären, wie Sie die Pflanze retten können.

Oleander hat gelbe Blätter, die abfallen: Das sind die häufigsten Ursachen

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Der Oleander fühlt sich am besten in Regionen mit warmem Wetter und kann Temperaturen bis zu 2° C gut gedeihen. Dauerfrost und Minusgraden kann er schlecht vertragen, daher wird er ab Ende Oktober ins Winterquartier gebracht. Im Sommer bevorzugt er einen Standort in voller Sonne und einen durchlässigen Boden. Er hat einen mittleren Wasserbedarf und kann Trockenheit über längere Perioden problemlos trotzen.

Seine Anforderungen am Standort, Temperaturen und Pflege sind die Ursache, warum er oft falsch gepflegt wird. Da er hierzulande nicht die optimalen Bedingungen findet, sollte der Hobby-Gärtner nachhelfen. Deswegen kommt es oft zu bestimmten Fehlern.

Der Oleander hat gelbe, trockene Blätter im Sommer: Salze im Boden

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 Sehr wichtig beim Gießen ist es, dass der Oleander ausgiebig, sehr langsam und nur von unten gegossen wird. Wer dagegen oft, aber zu wenig seine Pflanze gießt, wird nur die obere Bodenschicht befeuchten. Bei warmem Wetter wird das Wasser dort sehr schnell verdunsten – die darin enthaltene Salze werden aber übrig bleiben und können sich mit der Zeit im Substrat anlagern. Die Pflanze kann dann das Gießwasser nicht mehr richtig aufnehmen und vertrocknet.

Oleander braucht Wasser, wenn seine Blätter grau werden und ihren Glanz verlieren. Je nach Standort und Wetter muss er alle 3 Tage ausgiebig gegossen werden. Dabei sollte man immer zuerst eine Fingerprobe machen – ist die obere Bodenschicht angetrocknet, dann kann man das Gehölz wässern.

Was Sie tun können: Wenn Sie weiße Salzkristale im Substrat bemerken, die Blätter des Oleanders trocken werden und vergilben, dann ist falsches Gießen / zu wenig Wasser die Ursache.

Oleander verliert Blätter im Sommer: Zu viel Wasser

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Ist der Sommer regnerisch, dann braucht der Oleander Regenschutz. Der Exot bevorzugt einen lehmigen Boden, das Regenwasser fließt daher langsamer ab und es kann sich bei häufigen Regenschlägen Staunässe bilden. Das Ergebnis sind welke Wurzeln, die nicht mehr Nährstoffe aufnehmen können. Dazu kommt, dass gerade bei Topfpflanzen die Nährstoffe nach und nach abgewaschen werden. Regnet es häufiger, kann bereits nach zwei Wochen Nährstoffmangel entstehen. Gleichzeitig begünstigen nasser Boden und Dünger einen Pilzbefall. Man sollte also wie folgt vorgehen:

1. Zuerst den Oleander an einen regengeschützten Platz im Garten stellen und den Boden antrocknen lassen.

2. Den Boden auf Staunässe checken. Prüfen, ob die Drainage-Löcher verstopft sind.

3. Wenn der Boden antrocknet, kann man die Pflanze düngen und erneut gießen.

Nur die alten Blätter vergilben: Stickstoffmangel

Wenn der Oleander weiterhin neue Blätter bildet und sie grün sind, die anderen aber vergilben, dann liegt es wahrscheinlich am Stickstoffmangel. Man sollte aber sehr vorsichtig mit dem Düngen vorgehen – Oleander wird zweimal im Jahr mit Langzeitdünger NPK 10-10-10 versorgt. Die erste Düngegabe erfolgt im Herbst, die zweite – Ende Mai bis Anfang Juni.

Oleander Blätter werden gelb: Blattläuse als mögliche Ursache

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Auch der Oleander kann von Blattläusen befallen werden. Das kann sowohl zu Hause, als auch im Freien passieren. Die Läuse sind klein, grün und können beim näheren Betrachten auf der unteren Blattseite bemerkt werden. Die Blätter vergilben, vertrocknen und kräuseln. Wir haben Ihnen bereits in unserem Artikel “Gelbe Läuse am Oleander” verschiedene natürliche Mittel aufgelistet, die im Kampf gegen die Schädlinge helfen.

Gelbe Blätter und braune Flecken sind ein Anzeichen für Oleanderkrebs

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Vorerst: Ab und zu können Blattpilze den Oleander befallen. Diese machen sich durch vergilbte Blätter, die dann braun werden, aber nicht abfallen. Diese lassen sich in der Regel mit handelsüblichen Fungiziden und auch mit einer Milchlösung bekämpfen.

Viel häufiger werden allerdings Oleander von einem Bakterium befallen. Im Anfangsstadium der Krankheit bekommen die Blätter viele kleine schwarze Flecken. Der Bereich um die Flecken vergilbt. Dann verfärben sich die Triebe dunkelbraun. Der Oleanderkrebs kann auch Nachbarpflanzen befallen, wenn man nicht rechtzeitig etwas dagegen tut. Am Anfang kann man versuchen, die Pflanze durch einen radikalen Rückschnitt zu retten. Kranke Exemplare werden von den gesunden getrennt. Hilft der Rückschnitt nicht, kann die Pflanze nicht mehr gerettet werden.

Warum bekommt mein Oleander gelbe Blätter: Checkliste

Wenn der Oleander gelbe Blätter bekommt, dann lohnt es sich, Schritt für Schritt die Pflanze auf folgende Anzeichen zu prüfen:

  • Boden auf Staunässe prüfen. Mögliche Ursache: Zu viel Wasser. Lösung – Oleander umtopfen, regengeschützt stellen. Abwarten, bis das Substrat antrocknet und erst dann gießen.
  • Salzkristale im Substrat – den Oleander umtopfen und die Wassergaben anpassen.
  • Wenn das Substrat mäßig feucht ist, es keine Staunässe gibt – den Oleander düngen. Dazu NPK Dünger 10:10:10 nehmen.
  • Blattunterseite auf Blattläuse prüfen.
  • Bei schwarzen Flecken auf den Blättern: die kranken Pflanzenteile sofort abschneiden.

Olga Schneider ist begeisterte Hobby-Gärtnerin mit Interesse am naturfreundlichen Gemüse- und Obstanbau im Nutzgarten, sowie an Pflege von Blumen und Zierpflanzen. Auf Deavita ist sie auch in den Kategorien Ordnung im Haushalt und Putztipps aktiv, wo sie Ratschläge zu umweltfreundlichen und natürlichen Hausmitteln gibt. In Ihrer Freizeit stöbert sie gerne durch Seiten über Mode, Nageldesign und Haartrends. Sie backt gerne und probiert zusammen mit ihrer Familie neue Rezepte.