Heißes Kartoffelwasser gegen Unkraut im Pflaster: So beseitigen Sie die Wildpflanzen!

von Olga Schneider
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Ein paar Wildpflanzen bringen Landhauscharme in den Garten. Wenn sie sich allerdings stark vermehren, dann wird es ärgerlich für den Hobby-Gärtner. Denn Unkraut im Rasen, im Blumenbeet oder zwischen den Fugen verdrängt die anderen Pflanzen. Ein umweltfreundliches Hausmittel kann im Kampf gegen Giersch und Co. helfen. Wir erklären, warum Kartoffelwasser gegen Unkraut besonders wirksam ist.

Heißes Kartoffelwasser wirkt schneller als Essig und Salz

heißes kartoffelwasser gegen unkraut vernichten (1)

Wenn es um die Bekämpfung vom Unkraut im Pflaster geht, dann stehen sehr wenige Varianten zur Auswahl. Viele handelsübliche Unkrautvernichter sind verboten und auch die Anwendung von Hausmitteln wie Salz und Essig auf gepflasterten Oberflächen wird mit Bußgeld bestraft. Kartoffelwasser bietet sich als eine umweltfreundliche Alternative, die schneller als Essig und Salz wirkt und dauerhaft Unkraut entfernt.

Abgekült ist das Kartoffelwasser für Pflanzen und Bodenleben nicht schädlich und kann sogar als Düngemittel verwendet werden. So gießen Hobby-Gärtner im Winter oft ihre Zimmerpflanzen mit Kartoffelwasser, um das Wachstum im Frühjahr zu fördern.

Warum heißes Kartoffelwasser gegen Unkraut hilft

unkraut mit kartoffelwasser gießen tipps

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Anders sieht es allerdings mit heißem Kartoffelwasser aus. Es dringt in den Boden ein und kann die Wurzeln der Wildpflanzen so stark beschädigen, dass sie eingehen.

Da heißes Kartoffelwasser andere Pflanzen und Tiere verletzen kann, kommt die Anwendung nur zwischen Steinen und in Fugen infrage. Im Blumenbeet hat kochendes Wasser nichts verloren. Wenn es allerdings nach einiger Zeit abkühlt, dann ist das Kartoffelwasser für Pflanzen, Bodenleben und Insekten nicht mehr gefährlich und sie können es ins Gießwasser geben.

Man behauptet dazu noch, dass die Stärke, die das Kartoffelwasser enthält,  die Poren der Unkräuter verstopft und sie so effektiv abtötet. Diesbezüglich scheiden sich allerdings die Geister  – denn eigentlich befinden sich diese Spaltöffnungen (die Poren) der meisten Gartenpflanzen auf der unteren Blattseite, wo das Kartoffelwasser nur durch gezieltes Besprühen der Blattoberfläche gelangen könnte. Eine Ausnahme stellen allerdings Gräser dar – bei denen sind die Spaltöffnungen sowohl im oberen, als auch im unteren Abschlussgewebe.

Kartoffelwasser gegen Unkraut im Pflaster richtig anwenden

unkraut vernichten und entfernen anleitung

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Damit Sie wirklich die gewünschte Wirkung erzielen und das Unkraut in den Fugen dauerhaft entfernen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Schälen Sie 500 g Kartoffeln und schneiden Sie sie klein.
  • Geben Sie die Kartoffeln in einen großen Topf und kochen Sie sie ohne Salz.
  • Seihen Sie das Wasser ab und gießen Sie es direkt über die Pflanzen in den Fugen.
  • Die oberirdischen Pflanzenteile werden in den nächsten Tagen absterben. D.h. Stängel, Blüten und Blätter werden vergilben und verwelken und lassen sich dann ganz einfach ohne viel Mühe entfernen bzw. zupfen. Die Wurzeln werden so abgeschwächt, dass auch sie nach einigen Tagen eingehen werden. Es ist also egal, ob Sie die ganze Pflanze mitsamt den Wurzelballen entfernt haben.
  • Sie können dann das restliche, abgekühlte Kartoffelwasser als Flüssigdünger für Zimmerpflanzen verwenden.

Für bestmögliche Ergebnisse sollte das Wasser um die 99° Celsius gegossen. Im Prinzip gehört diese Methode zu den effektivsten. Denn man muss durchschnittlich maximal 4 Mal jährlich den Vorgang wiederholen, um Unkraut dauerhaft loszuwerden. Andere Methoden sind viel mühsamer – bei Bekämpfung mit Dampf sind oft bis zu 10 Behandlungen notwendig, bis das Unkraut komplett vernichtet wird. Auch das Verbrennen vom Unkraut birgt Risiken – es besteht vor allem eine Brandgefahr. Deswegen sind diese Maßnahmen streng verboten.

Olga Schneider

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Olga Schneider ist gelernte Kommunikationswissenschaftlerin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, enthusiasierte Hobby-Gärtnerin und begeisterte Blogerin in Bereichen Haushalt, Backrezepte und Modetrends.
Olga liebt ihren grünen Garten. Dort hat sie ein Gemüsebeet, mehrere Blumenbeete und eine kleine Rasenfläche. Die positive Erfahrung in ihrer kleinen Gartenoase gab ihr einen richtigen Motivationsschub, ihr Wissen in diesem Bereich durch Kontakt mit Baumschulgärtnern zu vertiefen und mehr über die Zusammenhänge beim Gemüse- und Obstanbau im Nutzgarten, sowie bei der Pflege von Blumen und Zierpflanzen zu erfahren. Der Austausch mit Garten-Experten erweiterte ihren Horizont zusätzlich und vertiefte ihr Interesse an der naturfreundlichen Gartengestaltung. Das kreative junge Team von Deavita hat ihr die perfekte Möglichkeit gegeben, ihre neue Leidenschaft mit den Lesern zu teilen.
Neben den Gartenartikeln ist sie auch in den Kategorien Ordnung im Haushalt und Putztipps aktiv. Dort teilt sie gerne ihre Erfahrung als Mama und gibt nützliche Ratschläge zu umweltfreundlichen und natürlichen Putzmitteln, sowie zu verschiedenen Putztechniken, mit denen man Zeit und Mühe sparen kann.
In Ihrer Freizeit ist Olga eine begeisterte Modeliebhaberin, die abends gerne durch zahlreiche Influencer-Seiten stöbert und das eine oder andere Wochenende bei virtuellen Treffen mit anderen Modebloggern verbringt. Sie hat vertieftes Interesse an den neuesten Modetrends und versucht sie umzusetzen. Sie teilt, äußerst sympathisch, ihre Liebe zu Mode, Nageldesign und Haartrends, in ihren Beiträgen zu diesen Themen.
Olga backt gerne zusammen mit ihrer Familie und probiert mindestens einmal im Monat neue Rezepte zu Hause oder mit ihren Kollegen. Selbstgemachte Desserts und Kuchen gehören für sie einfach selbstverständlich zum Nachmittagskaffee dazu.
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Seit mehr als 10 Jahren versucht sie, zu Hause nur mit naturfreundlichen Putzmitteln zu reinigen und probiert verschiedene Hausmittel.
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Ausbildung
Olga Schneider hat Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Medienkommunikation absolviert. Während des Studiums hat sie an mehreren multikulturellen Projekten teilgenommen und ein Praktikum in Polen erfolgreich abgeschlossen. Die Reisen durch Europa haben Ihr Interesse für Architektur und Design geweckt. In ihrer Freizeit gärtnert sie leidenschaftlich und beschäftigt sich gerne mit Gartenkunst.