Kaffeesatz für Tomaten: Der natürliche Tomatendünger fördert die Fruchtbildung und verkürzt die Reifezeit

von Olga Schneider
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Zu wenig Tomaten an der Pflanze? Die Früchte bleiben klein und reifen sehr langsam? Dann ist es Zeit, das Gemüse zu düngen. Welche Vorteile der Kaffeesatz für Tomaten noch bringt, erklären wir Ihnen im Artikel.

Diese Vorteile bringt Kaffeesatz für Tomaten

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tomaten mit gesteinsmehl als natürlicher dünger verwenden
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Natürlicher Dünger für Tomaten: Mit Gesteinsmehl für eine reiche Ernte düngen

Gesteinsmehl ist ein natürlicher Dünger für Tomaten, der das Wachstum und vor allem die Fruchtbildung fördert. Welche Vorteile das Düngemittel mit sich

Der Kaffeesatz ist ein beliebtes Düngemittel, der eine Anwendungen im Zier- und Nutzgarten findet. Das Hausmittel enthält Makronährstoffe und Mikroelemente, die das Wachstum und die Fruchtbildung fördern. Kaffeesatz liefert den Pflanzen Stickstoff, der eine wichtige Rolle bei der Fotosynthese spielt und den lebensnotwendigen Phosphor, der die gewonnene Energie speichert und die Fruchtbildung fördert. Er ist reich an Kalium – ein Pflanzennährstoff, der für die Regulierung des Wasserhaushalts zuständig ist. Die Kombination aus den drei Elementen stärkt die Pflanzen und macht sie krankheitsresistent. Die regelmäßigen Düngegaben mit dem nährstoffreichen Kaffeesatz können auch die Reifezeit der Tomaten verkürzen.

Kaffeesatz kann den Boden pH-Wert regulieren

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Tomaten bevorzugen einen leicht sauren Boden. pH-Werte über 6,5 können sich negativ auf das Wachstum und die Blütenbildung einwirken. Um dies zu vermeiden, kann man Kaffeesatz in den Boden einarbeiten. Hier muss man sagen, dass die pH-Werte des Kaffeesatzes je nach Sorte variieren können. Die Robusta-Kaffeebohnen sind zum Beispiel säurehaltig und Arabica ist ziemlich säurearm. Im Allgemeinen kann aber jeder Kaffeesatz helfen, den Boden pH-Wert zu senken.

Kaffeesatz verbessert die Bodendurchlässigkeit

Kaffeesatz kann die Bodendurchlässigkeit verbessern. Entscheidend in diesem Fall ist es, dass man die richtige Menge getrockneten Kaffeesatz verwendet. Zu viel des Guten kann das Gegenteil bewirken und die Drainage sogar verschlechtern.

Tomatendünger mit Kaffeesatz und Kompost selber machen

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Die positive Wirkung des Kaffeesatzes zeigt sich nicht gleich nach der ersten Anwendung. Das Hausmittel wirkt eher als ein Langzeitdünger – er setzt nach und nach Nährstoffe frei und bereichert den Boden über einen längeren Zeitraum. Das bedeutet – Kaffeesatz ist nicht geeignet als Rettungshilfe bei abgeschwächten Tomatenpflanzen. Möchten Sie Tomaten schnell verstärken, dann müssen Sie den Kaffeesatz mit Kompost vermengen. Achten Sie dabei darauf, dass sich der natürliche Tomatendünger aus nicht mehr als 20 % Kaffeesatz und nicht weniger als 80 % Kompost zusammensetzt.

Tomaten richtig mit Kaffeesatz düngen: Anleitung

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Kaffeesatz kann die Keimungsprozesse verlangsamen. Verwenden Sie daher das Hausmittel nur an Jungpflanzen, die gerade ausgetrieben sind und an bereits angewachsenen Tomaten. Die angegebene Menge gilt für eine Pflanze, etwa 60 bis 80 cm hoch.

Nehmen Sie etwa 3 EL Kaffeesatz für Freilandpflanzen und 1 EL für Kübelpflanzen. Streuen Sie den Kaffeesatz auf Zeitungspapier. Lassen Sie ihn über Nacht bei Raumtemperatur komplett trocknen, bevor Sie ihn am nächsten Tag verwenden.

Arbeiten Sie den Kaffeesatz etwa 5 cm – 7 cm tief in die Erde ein. Dies wird die Zersetzung des Kaffeesatzes beschleunigen und er wird die Nährstoffe schneller in den Boden freisetzen.

Sie können übrigens auch Kaffeesatzsud selber machen. Zu diesem Fall Wasser aufkochen und den Kaffeesatz damit übergießen. Über Nacht ziehen lassen, am nächsten Morgen abseihen und den Sud in eine Sprühflasche füllen. Mit dem Sud die Erde im Wurzelbereich nässen und die Blätter und Triebe besprühen. Kaffeesatz hat einen weiteren Vorteil – er hält viele Schädlinge fern.

Bei Freilandpflanzen:

Den Kaffeesatz bei Jungpflanzen alle 20 Tage und bei bereits angewachsenen Tomaten alle   30 Tage verabreichen.

Bei Kübelpflanzen und Pflanzen im Gewächshaus:

Einmal direkt vor oder nach der Blütenbildung und ein zweites Mal, nachdem die Pflanze die Früchte trägt.

Olga Schneider ist begeisterte Hobby-Gärtnerin mit Interesse am naturfreundlichen Gemüse- und Obstanbau im Nutzgarten, sowie an Pflege von Blumen und Zierpflanzen. Auf Deavita ist sie auch in den Kategorien Ordnung im Haushalt und Putztipps aktiv, wo sie Ratschläge zu umweltfreundlichen und natürlichen Hausmitteln gibt. In Ihrer Freizeit stöbert sie gerne durch Seiten über Mode, Nageldesign und Haartrends. Sie backt gerne und probiert zusammen mit ihrer Familie neue Rezepte.