Zu wenig Schlaf macht krank: Schlafmangel kann eine Demenzerkrankung auslösen

Von Olga Schneider

Zu wenig Schlaf, also weniger als 6 Stunden täglich, kann uns krank machen. Forscher haben bereits nachgewiesen, dass der Schlafmangel Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen begünstigt. Nun ergab eine neue Studie, dass der Schlafmangel auch das Risiko einer Demenzerkrankung erhöht.

Zu wenig Schlaf kann Demenz auslösen? Das sagen die Forscher dazu

zu wenig Schlaf kann Demenzerkrankungen begünstigen

Die Forscher analysierten die Daten von 2 610 Probanden im Alter über 65 Jahre. Sie stellten fest, dass bei Menschen, die weniger als sechs Stunden pro Nacht schlafen, das Risiko für eine Demenzerkrankung um 30 % höher ist. Das Risiko ist auch dann höher, wenn keine anderen sozialen oder mentalen Faktoren bestehen. Wer 30 Minuten oder länger braucht, um Abends einzuschlafen, ist sogar um 45 % mehr gefährdet, in den nächsten 5 Jahren an Demenz zu erkranken als Menschen, die schnell einschlafen.

Umgekehrt haben die Forscher keinen Zusammenhang zwischen dem langen Schlaf (also über neun Stunden) und der Demenz festgestellt.

Die Wissenschaftler hoffen, dass diese Ergebnisse die Mediziner und Psychologen motivieren werden, auch den gesunden Schlaf als Vorbeugungsmaßnahme für Demenz zu fördern. Gerade bei Menschen über 50 gehören der Schlafmangel und die schlechte Schlafqualität zu den häufigsten Beschwerden. Eine gute Schlafhygiene ist der erste Schritt zu einem gesunden Schlaf.

Demenzerkrankung: Das sind die ersten Symptome

zu wenig Schlaf kann Demenz auslösen neue Studie

Gerade am Anfang ist es nicht einfach, die Symptome einer Demenzerkrankung zu erkennen. Gedächtnisverlust und Verwirrung sind die ersten Anzeichen für Alzheimer. Viele der Betroffenen berichten, dass es ihnen schwerfällt, die Schlüssel zu finden. Oder, dass sie plötzlich die Fernsehbedienung in der Waschmaschine finden. Sie haben Schwierigkeiten, ein Gespräch zu führen und vergessen oft Wörter. Sie können nicht mehr ihre Lieblingsgerichte zubereiten, verlieren oft das Gleichgewicht, stolpern häufig. Sie können den Weg nach Hause nicht finden und vergessen die Namen von Freunden oder Familienmitgliedern.

Wenn diese ersten Symptome auftreten, dann sollte man sich gleich bei einem Arzt beraten lassen. Er kann verschiedene Tests durchführen und anhand der Testergebnisse eine Diagnose stellen.

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