Was passiert mit Vitamin D, wenn man zu viel Koffein trinkt? Das zeigt eine neue Studie

Autor: Ramona Berger

Seit Beginn der COVID-19-Pandemie gilt Vitamin D als eines der wirksamsten Nahrungsergänzungsmittel, das eine schützende Wirkung vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus haben könnte. Ebenfalls seit Beginn der Pandemie, war unsere kollektive Liebe zum Kaffee noch nie so groß. Da Cafés schließen mussten, bekam die Zubereitung von Kaffeespezialitäten zu Hause einen höheren Stellenwert. Dalgona Coffee zum Beispiel erfuhr 2020 als Internetphänomen eine rasche Verbreitung. Leider hat eine gerade veröffentlichte Studie belegt, dass eine erhöhte Zufuhr von Koffein UND Vitamin D nicht so vorteilhaft für Sie sein könnte. Hier ist, was die Wissenschaft dazu sagt.

Eine höhere Aufnahme von Koffein ist mit einem 25-Hydroxyvitamin D-Mangel verbunden

Zu viel Koffein kann einen Vitamin D Mangel bewirken

Fang Yang und Ning Wang, zwei Forscher für Geburtshilfe und Gynäkologie in China, untersuchten kürzlich, was hinter dem steckt, was sie als „ein globales Problem“ bezeichnen, und das sind niedrige Vitamin-D-Spiegel. Dazu griffen sie auf Daten des US-amerikanischen National Health and Nutrition Examination Survey 2005-2006 zurück.

Anhand einer Stichprobengröße von 13 134 jungen und erwachsenen Teilnehmern mittleren Alters untersuchten die beiden Forscher den Koffeinkonsum und den Gehalt an 25-Hydroxyvitamin D im Blutserum – eine Hormonvorstufe im Vitamin-D-Stoffwechsel (Vorläufer der aktiven Form von Vitamin D).

Laut ihrer Zusammenfassung fanden die Forscher heraus, dass mit steigendem Koffeinkonsum auch die Wahrscheinlichkeit für einen Vitamin-D-Mangel zunahm. Sie berichten: „Eine höhere Aufnahme von Koffein war mit einem [25-Hydroxyvitamin D]-Mangel in einer repräsentativen Stichprobe der amerikanischen Bevölkerung verbunden.“

In einer 1 Liter Cola Flasche sind z.B. 100 mg Koffein

Wie viel koffein in cola? in einer Dose von 330 ml stecken 10 mg Koffein

Die vollständige Studie wurde am 2. Juni 2021 in der Fachzeitschrift Nutrition veröffentlicht. Die Forscher sagen zudem auch, dass weitere Forschung notwendig ist, um zu bestimmen, ob Koffein tatsächlich diesen Vitamin-D-Mangel verursacht oder ob andere Ernährungs-, Gesundheits- und Lebensstilfaktoren beteiligt sein könnten.

In der Zwischenzeit wissen wir alle, dass Koffein uns zwar geholfen hat, unsere Energie während einer schwierigen Zeit wie der Pandemie aufrechtzuerhalten, es aber ein „zu viel des Guten“ gibt. Die Einnahme von Vitamin D unterstützt das Immunsystem, beugt Knochenproblemen vor, trägt zu gesunden Haaren und Zähnen bei und vieles mehr.

Referenz: Nutrition 2021; Higher intakes of dietary caffeine are associated with 25-hydroxyvitamin D deficiency: a study from the NHANES; Fang Yanga, Ning Wang

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