Bessert sich der zirkadiane Rhythmus durch die Einnahme von Präbiotika?

Von Charlie Meier

Wenn der zirkadiane Rhythmus gestört ist, beeinträchtigt dieser alles von Schlaf, Stimmung und Stoffwechsel bis hin zum Risiko bestimmter Krankheiten. Neue Forschungen zeigen, dass die einfachen Nahrungsbestandteile, die als Präbiotika bekannt sind, nützliche Darmbakterien fördern und dementsprechend in solchen Fällen helfen könnten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine gesunde Darmflora und freigesetzte Metaboliten den Körper möglicherweise widerstandsfähiger gegen zirkadiane Störungen machen.

Wie sich der zirkadiane Rhythmus von präbiotischen Mitteln beeinflussen lässt

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Die kürzlich veröffentlichte Studie deutet darauf hin, dass Präbiotika, die nicht zu verwechseln mit Probiotika sind, nicht nur den Darm, sondern auch das Gehirn und das Verhalten beeinflussen können. Diese unverdaulichen Kohlenhydrate kommen von Natur aus in vielen faserigen Lebensmitteln wie Lauch, Artischocken und Zwiebeln sowie in Muttermilch vor. Sie passieren den Dünndarm und verbleiben dort, wo sie den Billionen von Bakterien als Nahrung dienen. Die Studienautoren wollten jedoch auch herausfinden, ob Präbiotika die Widerstandsfähigkeit gegen Störungen der inneren Uhr fördern könnten. Zustände wie Jetlag, unregelmäßige Arbeitszeiten oder fehlende natürliche Tageszeit sind zum Beispiel nur einige dieser Störfaktoren. Dies ist eine der ersten Forschungsarbeiten, die den Konsum von Präbiotika mit spezifischen bakteriellen Veränderungen in Verbindung bringt. Die Forscher fanden heraus, dass diejenigen, die die präbiotische Ernährung erhielten, eine Fülle von mehreren gesundheitsfördernden Mikroben beherbergten.

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Die Studienergebnisse konnten also zeigen, dass Präbiotika mehr gute Darmbakterien fördern, die wiederum Metaboliten produzierten, die den Körper vor so etwas wie Jetlag schützten. Darüber hinaus könnte diese Forschung maßgeschneiderte präbiotische Mischungen ermöglichen. Personen, deren Karriere oder Lebensstil sie häufigen zirkadianen Störungen aussetzt, können dementsprechend davon profitieren. Präbiotika können gegenüber Probiotika außerdem einen Vorteil haben, da sie die gesunden Bakterien unterstützen, die sich bereits im Darm befinden. Laut den Autoren dieser Studie sind neben Nahrungsergänzungsmitteln die folgenden natürlichen präbiotischen Lebensmittel zu empfehlen: Lauch, Spargel, Endivie, Chicorée, Artischocken, Kohl, Knoblauch, Zwiebeln, Weizen, Hafer, Sojabohnen, Pistazien, Bananen, Mais und Flohsamen.

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