Wirkung von Metformin bei Patienten mit schweren COVID-19-Infektionen

Autor: Charlie Meier

Die Wirkung von Metformin und die Verwendung des Medikaments vor der Diagnose von COVID-19 ist laut einer Studie mit einer dreifachen Senkung der Mortalität bei COVID-19-Patienten mit Typ-2-Diabetes verbunden. Die Zuckerkrankheit ist nämlich eine signifikante Komorbidität für schwere Krankheitsverläufe bei Coronavirus-Infektionen. Laut den Forschern bleibt der positive Effekt auch unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Rasse, Fettleibigkeit und Bluthochdruck sowie chronischer Nierenerkrankungen und Herzinsuffizienz bestehen.

Positive Wirkung von Metformin gegen Sars-CoV-2

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Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die beobachtete Verringerung des Mortalitätsrisikos im Zusammenhang mit der Wirkung von Metformin bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und COVID-19 möglicherweise verallgemeinerbar vorliegt. Die Forschungen legen nahe, dass die Mechanismen über jede erwartete Verbesserung der Blutzuckerkontrolle oder der Fettleibigkeit hinausgehen können. Dies liegt daran, dass weder der Körpermasseindex oder der Blutzucker noch das Hämoglobin A1C bei den überlebenden Anwendern niedriger als bei den Verstorbenen waren. Das primäre Ziel der Studie war die Analyse der Mortalität bei Probanden mit Coronavirus. Der mögliche Zusammenhang mit ihren Merkmalen oder Komorbiditäten wurde dabei ebenfalls analysiert. Sobald Patienten positiv auf das Virus waren, wurde kein signifikanter Rassenunterschied in der Mortalität beobachtet.

positive wirkung von metformin als medikament gegen diabetes bei patienten mit covid 19

Die Gesamtmortalität für Patienten mit Sars-CoV-2 betrug 11 Prozent. Die Studie ergab, dass 93 Prozent der Todesfälle bei Personen über 50 Jahren auftraten. Das Geschlecht oder der Bluthochdruck waren außerdem mit einem signifikant erhöhten Sterberisiko verbunden. Diabetes war mit einem dramatischen Anstieg der Mortalität verbunden. Insgesamt traten 67 Prozent der Todesfälle in dieser Studie bei Patienten mit Diabetes auf. Die Forscher untersuchten die Auswirkungen der Diabetesbehandlung auf die schweren Krankheitsverläufe. Sie konzentrierten sich dabei auf Insulin und Metformin als die beiden häufigsten Medikamente gegen Typ-2-Diabetes. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der vorherige Insulinkonsum das Mortalitätsrisiko nicht beeinflusst. Nach Kontrolle anderer Kovariaten erwiesen sich Alter, Geschlecht und Einnahme des Medikaments als unabhängige Faktoren, die die Mortalität beeinflussten. Interessanterweise war der Tod bei Patienten mit Typ-2-Diabetes, die Metformin einnahmen, selbst nach Kontrolle all dieser anderen Kovariaten mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,33 signifikant unwahrscheinlicher als bei Patienten ohne Metformin.

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