WHO fordert, zahnärztliche Routinebehandlungen in der Corona-Zeit zu vermeiden

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagte am Dienstag, dass routinemäßige, nicht dringende Zahnarztbesuche, einschließlich zahnärztlicher Untersuchungen, oraler Prophylaxe und präventiver Pflege, verzögert werden sollten, bis eine Reduzierung der SARS-CoV-2-Übertragungsraten von der Community-Übertragung auf Cluster-Fälle erreicht worden ist.

"Während der COVID-19-Pandemie bleibt die wirksame Prävention von Mundproblemen und die Selbstversorgung eine hohe Priorität. Die Patienten sollten über Fernkonsultationen oder soziale Medienkanäle über die Aufrechterhaltung einer guten Mundhygiene beraten werden", so die WHO.

zahnärztliche Routinebehandlungen in der Corona-Zeit am besten vermeiden

Darüber hinaus sagte die WHO, dass die Leitlinien auch für andere zahnärztliche Behandlungen gelten, einschließlich solcher zu ästhetischen Zwecken. Online-Konsultationen werden ebenfalls ermutigt, um das Risiko einer Übertragung in der Gemeinschaft zu verhindern, insbesondere, da die Pandemie noch lange nicht vorbei ist. Dringende oder Notfallmaßnahmen für die Behandlung schwerer Schmerzen oder die Sicherung der Lebensqualität sind von entscheidender Bedeutung.

Die WHO sagte, Zahnärzte seien einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt. "Zahnärzte und ihre Teams arbeiten über längere Zeiträume in unmittelbarer Nähe des Gesichts der Patienten", sagte die Organisation.

"Ihre Verfahren beinhalten eine Kommunikation aus nächster Nähe und häufigen Kontakt mit Speichel, Blut und anderen Körperflüssigkeiten sowie den Umgang mit scharfen Instrumenten. Infolgedessen sind sie einem hohen Risiko ausgesetzt, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren oder die Infektion auf Patienten zu übertragen".

Die WHO sagte, Zahnärzte seien einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt

Die Zahnpraxis umfasst auch aerosolerzeugende Verfahren (AGPs), die ein Risiko der Übertragung von Coronavirus über die Luft schaffen. Dazu gehören die Zahnreinigung mit einem Ultraschallscaler und das Polieren, die Arbeit mit Handinstumenten mit hoher oder niedriger Geschwindigkeit, die chirurgische Zahnextraktion und die Zahnimplantation.

Im Leitfaden von WHO wurden auch Möglichkeiten aufgelistet, wie zerbrochene Prothesen und kieferorthopädische Geräte sowie ausgedehnte Zahnkaries bei minimierter Verwendung oder Vermeidung von AGPs behandelt werden könnten.

Um die Ausbreitung von SARS-CoV-2 in zahnärztlichen Einrichtungen einzudämmen, fordert die WHO Zahnärzte auf, nur Notfall- oder dringende orale Eingriffe durchzuführen. Routinemäßige zahnärztliche Behandlungen, wie Zahnreinigungen, Konsultationen und vorbeugende Maßnahmen, sollten verschoben werden, bis die Pandemie vorüber ist oder bis die Übertragung von COVID-19 gering ist.

"Eine Notfallbehandlung kann Interventionen umfassen, die sich mit akuten oralen Infektionen befassen: Schwellungen, systemische Infektionen, übermäßig starke oder anhaltende Blutungen, starke Schmerzen, die mit Analgesie nicht kontrollierbar sind, zahnärztliche Interventionen, die vor anderen dringenden Eingriffen medizinisch erforderlich sind, und zahnärztliche/orofaziale Traumata", sagte die WHO.

Die WHO gab auch einen Überblick darüber, wie Zahnärzte mit der Pandemie umgehen können, ohne ihre Gesundheit und die Gesundheit anderer zu gefährden. Zahnärzte sollten Patienten vor dem Termin mithilfe virtueller Technologie oder per Telefon untersuchen. Außerdem sollten sie eine Triage durchführen und sicherstellen, dass Patienten, die dringend behandelt werden müssen, zuerst versorgt werden und dass sie nicht die Symptome von COVID-19 aufweisen. Triage nennt man die Einstufung der Patienten nach Dringlichkeit.

Die WHO unterstrich auch die Bedeutung der Desinfektion der Klinik, einer ordnungsgemäßen Infektionskontrolle, die Verbesserung der Belüftung der Klinik und des Tragens von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) für das Gesundheitspersonal.




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