Vitamin D3 Supplementierung soll schweres COVID-19 verhindern können

Von Charlie Meier

Bei Patienten, die mit Coronavirus infiziert sind, könnte eine Vitamin D3 Supplementierung von 1000 Einheiten pro Woche das Mortalitätsrisiko senken. Dies geht aus einer Studie hervor, die Forscher auf dem diesjährigen Treffen der Gesellschaft für Endokrinologie online vorgestellt haben. Angesichts der steigenden Sterblichkeitsraten bei Sars-CoV-2 kann diese Forschung laut den Autoren von hoher Relevanz sein.

Schutz durch Vitamin D3 Supplementierung bei Sars-CoV-2

nahrungsergänzungsmittel vitamin d3 senken todesrisiko bei patienten mit coronavirus

Frühere Untersuchungen haben ebenfalls gezeigt, dass eine Vitamin D3 Supplementierung Entzündungen bei anderen Atemwegserkrankungen verhindern kann. Bisher haben Wissenschaftler jedoch nur begrenzte Studien durchgeführt, in denen sie die Rolle von derartigen Nahrungsergänzungsmitteln bei COVID-19 untersucht haben. Die Forscher wollten daher feststellen, ob die Ergänzung mit Vitamin D vor Krankenhausaufnahme bei Vitaminmangel den Krankheitsverlauf mildern kann. Die Forscher untersuchten 124 erwachsene Patienten mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln, die bis zu 90 Tage vor ihrer Aufnahme COVID-19 hatten. Sie verglichen die wöchentliche Verabreichung von mindestens 1000 Einheiten Vitamin D mit denjenigen, die keine Präparate erhielten, hinsichtlich der Frage, ob sie während der Aufnahme eine Beatmung benötigen oder sterben. Das Team fand heraus, dass dieser Ansatz bei Patienten das Risiko verringert, obwohl der Befund statistisch nicht signifikant war.

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Obwohl die Forscher keinen endgültigen Zusammenhang mit schwerem COVID-19 nachweisen konnten, ist klar, dass Patienten mit niedrigem Spiegel an Vitamin D nicht nur für die Knochengesundheit, sondern auch für einen stärkeren Schutz gegen schwere Infektionen mit Coronavirus eine Ergänzung erhalten sollten. Das Team hofft, dass diese Forschung Kliniker dazu ermutigen wird, die Zugabe dieses Nahrungsergänzungsmittels an solchen Patienten zu besprechen. Darüber hinaus verringert dies die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe. Der Ansatz besteht darin, einen Vitamin-D-Mangel zu identifizieren und zu behandeln. Dies gilt insbesondere bei Personen mit hohem Risiko wie ältere Menschen, Patienten mit Begleiterkrankungen und solchen in Pflegeheimen, die eine Hauptzielgruppe bei COVID-19 darstellen. Laut den Autoren dieser Studie kann diese Behandlung auch erhöhte Serumspiegel von Entzündungsmarkern wie Ferritin und D-Dimer senken.

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