Vitamin D zu niedrig vor einer Infektion mit Coronavirus – Erhöhtes Risiko für schwerwiegendes COVID-19 und Mortalität?

Von Charlie Meier

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Menschen, bei denen die Spiegel von Vitamin D zu niedrig sind, von schwerem COVID-19 gefährdet sind. Schon früh in der Pandemie ermutigten Gesundheitsbehörden die Bevölkerung, Vitamin-D-Supplementierung einzunehmen, da dies eine stärkere Immunantwort hervorrufen könnte. Nun fand ein Forschungsteam eine Korrelation zwischen dem Vitamin-D-Mangel und dem Schweregrad, sowie der Sterblichkeit bei Sars-CoV-2 vor der Infektion.

Wenn Vitamin D zu niedrig ist, bevor die Virusinfektion auftritt

wenn vitamin d zu niedrig ist und coronavirus sowie omikron gefährlich wird

Die neue Forschungsarbeit gehört zu den ersten, die den Vitamin-D-Spiegel vor der Infektion analysiert. Dies ermöglicht eine genauere Beurteilung als während des Krankenhausaufenthalts, wenn der Wert aufgrund der Viruserkrankung niedriger sein kann. Dazu haben die Studienautoren Aufzeichnungen von über 1100 Patienten untersucht. Sie lagen zwischen April 2020 und Februar 2021 mit positiven PCR-Tests im Krankenhaus. Ihre Vitamin-D-Spiegel wurden zwei Wochen bis zwei Jahre vor der Infektion gemessen. Bei denjenigen mit Vitamin-D-Mangel (weniger als 20 ng/ml) war die Wahrscheinlichkeit eines schweren oder kritischen Schweregrades 14-mal höher als bei Patienten mit mehr als 40 ng/ml. Auffallend war zudem auch, dass die Sterblichkeit bei Patienten mit ausreichendem Vitamin-D-Spiegel 2,3 % betrug. Dies war ein deutlicher Unterschied im Gegensatz zu 25,6 % in der Gruppe mit Vitamin-D-Mangel. Die Wissenschaftler fanden durchweg ähnliche Ergebnisse, die hervorheben, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel die Schwere der Krankheit sowie die Todesrate signifikant erhöht.

bei vitaminmangel und risiko für schweres covid 19 nahrungsergänzungsmittel einnehmen

Angesichts der Studienergebnisse ist es laut den Autoren ratsam, einen normalen Vitamin-D-Spiegel aufrechtzuerhalten. Dies kann für diejenigen von Vorteil sein, die sich mit dem Virus infizieren werden. Darüber hinaus besteht ein klarer Konsens für eine regelmäßige Vitamin-D-Ergänzung, wie lokale Gesundheitsbehörden und globale Gesundheitsorganisationen dies empfehlen. Diese Empfehlungen gelten insbesondere für die COVID-19-Pandemie, wenn ausreichend Vitamin D einen zusätzlichen Nutzen für die richtige Immunantwort auf Atemwegserkrankungen hat. Dementsprechend trägt die Forschung zu einer sich ständig weiterentwickelnden Beweislage bei. Diese deutet darauf hin, dass die Vorgeschichte eines Patienten mit Vitamin-D-Mangel ein prädiktiver Risikofaktor ist, der mit einem schlechteren klinischen Krankheitsverlauf und einer steigenden Mortalität aufgrund von COVID-19 verbunden ist. Es ist immer noch unklar, warum bestimmte Personen schwere Folgen einer COVID-19-Infektion erleiden und andere nicht. Die Ergebnisse dieser Studie fügen der Lösung dieses Rätsels eine neue Dimension hinzu.

Anzeige



Bild einbetten

Code kopieren, um das Bild einzubetten: Großes Bild: Kleines Bild: BB-Code:
Fertig