Warum Vitamin D gut fürs Herz ist und wie sein Mangel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht

Von Charlie Meier

Eine kürzlich durchgeführte genetische Studie legt nahe, dass, neben seinen Vorteilen für die Knochengesundheit, Vitamin D gut fürs Herz ist. Das Sonnenvitamin ist eine wichtige Quelle für essentielle Nährstoffe. Wenn jedoch ein Mangel besteht, könnten laut den Studienautoren nicht nur die Knochen, sondern auch das Herz-Kreislauf-System leiden. Darüber hinaus konnte das Forschungsteam durch genetische Beweise für die negative Rolle des Vitamin-D-Mangels höhere Risiken für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen feststellen.

Wissenschaftliche Beweise, dass Vitamin D gut fürs Herz sein könnte

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Die vorliegende Forschungsarbeit zeigt, dass Menschen mit Vitamin-D-Mangel häufiger an Herzerkrankungen und erhöhtem Blutdruck leiden. Bei Studienteilnehmern mit den niedrigsten Konzentrationen bestand dementsprechend ein doppeltes Risiko für Herzerkrankungen im Vergleich zu Patienten mit ausreichenden Konzentrationen. Niedrige Spiegel des Sonnenvitamins sind in vielen Teilen der Welt üblich. Daten der britischen Biobank zeigen, dass 55 Prozent der Teilnehmer einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel (< 50 nmol/l) und 13 Prozent einen schweren Vitamin-D-Mangel (< 25 nmol/l) haben. Laut den Studienautoren könnte daher die Anerkennung der Rolle mangelndes Vitamins für die Herzgesundheit dazu beitragen, die globale Belastung durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Menschen können Vitamin D auch aus Lebensmitteln erhalten, darunter fettiger Fisch, Eier sowie damit angereicherte Lebensmittel und Getränke. Allerdings ist solche Nahrung leider eine relativ unzureichende Quelle bei einem bestehenden Mangel. Selbst eine ansonsten gesunde Ernährung enthält normalerweise nicht genug davon, um den Bedarf zu decken.

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Die neuen Ergebnisse deuten darauf hin, dass innerhalb der Normen erhöhte Vitamin-D-Spiegel die Prävalenz von tödlichen kardiovaskulären Erkrankungen positiv beeinflussen könnten. Darüber hinaus schätzen die Forscher, dass 4,4 Prozent aller Fälle dadurch hätten verhindert werden können. Dazu verwendeten sie einen neuen genetischen Ansatz. Dieser ermöglichte es ihnen zu beurteilen, wie sich steigende Werte auf das Risiko für Herzprobleme auswirken können. Dies basierte das Forschungsteam darauf, wie hoch die tatsächlichen Vitamin-D-Spiegel der Teilnehmer waren. Diese Studie lieferte Informationen über 267 980 Personen, was belastbare statistische Beweise für den Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereitstellen konnte.

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