Vitamin D Defizit in Zusammenhang mit erhöhtem Risiko für COVID-19?

Autor: Charlie Meier

Neue Forschungsergebnisse aus der Ernährungswissenschaft zeigen, dass häufige Infektionen mit Coronavirus auch mit einem Vitamin D Defizit in Verbindung stehen. Die Wissenschaftler untersuchten die Stärke des Zusammenhangs zwischen so einem Vitaminmangel und COVID-19 in einer Querschnittsstudie an großen Patientenkohorten. Die Daten wurden für den Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis 30. Juni 2020 im Gesundheitszentrum der Universität von Florida aufgenommen.

Wie bewirkt ein Vitamin D Defizit die Infektionsrate bei Sars-CoV-2?

darstellung von coronavirus und vitamin d defizit in zusammenhang mit steigerung der infektionsrate

Die Forscher fanden heraus, dass Patienten mit einem Mangel an Vitamin D im Vergleich zu den anderen 4,6-mal häufiger positiv auf COVID-19 getestet wurden. Nach Anpassung an Geschlecht und Malabsorption nahm die Assoziation leicht ab. Die Raten reichen in solchen Fällen bis 4,58. Nach Anpassung an Rasse, Parodontitis, Diabetes und Fettleibigkeit nahm die Assoziation signifikant ab, blieb jedoch robust. Die Zahlen variieren dort von 3,76, 3,64, 3,28 bzw. 2,27. Was die Altersgruppen angeht, waren Patienten mit Vitamin D Defizit häufiger mit Sars-CoV-2 als diejenigen ohne Mangel infiziert, was 5,155 entspricht. Der vielleicht wichtigste Befund war, dass ein Vitaminmangel an D3 das Risiko für die Entwicklung von Komplikationen der Krankheit nach Anpassung an das Alter um den Faktor 5 erhöhte, so die Studienautoren. Prospektive Interventionsstudien sind jedoch erforderlich, um die Hypothese zu bestätigen, dass eine Supplementierung mit Vitamin D für die Prävention und Behandlung von COVID-19 hilfreich sein kann.

patient hält eine kapsel bei vitaminmangel während covid 19 pandemie

Vitamin D ist ein Hormon, das die Nieren produzieren, um die Kalziumkonzentration im Blut zu steuern. Darüber hinaus wird das Immunsystem ebenfalls davon beeinflusst. So ein Mangel wurde mit einer Vielzahl von gesundheitlichen Bedenken in Verbindung gebracht. Es ist jedoch noch nicht untersucht worden, warum dieses Hormon andere Körpersysteme bei einer Infektion bewirkt. Viele Studien weisen auf die vorteilhafte Wirkung von Vitamin D auf die Immunantwort hin. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf den Schutz vor Virusinfektionen. Ein Ansatz besteht darin, ein Vitamin D Defizit zu identifizieren und zu behandeln. Vor allem bei Hochrisikopersonen wie älteren Menschen, Patienten mit Komorbiditäten und Bewohnern von Pflegeheimen, die die Hauptzielgruppe für COVID-19 sind, wäre dies laut den Autoren dieser Studie entscheidend.

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