Übergewicht als Risikofaktor für schweres COVID-19 in einer neuen Studie

Von Charlie Meier

Laut Forschern bestätigen weitere Studienergebnisse die Theorie, dass Übergewicht als Risikofaktor für verschlimmerte Symptomatik bei COVID-19 betrachtet werden sollte. Ärzte wissen schon seit langem, dass Fettleibigkeit das Risiko für einen schwerwiegenden Krankheitsverlauf bei Patienten mit Sars-CoV-2 signifikant erhöht. Darüber hinaus unterstützt die neue Studie Aufrufe an übergewichtige Menschen, als erste Risikogruppe bei der Verteilung von Impfstoffen zu stehen.

Wie sich Übergewicht als Risikofaktor auf Corona-Infektionen auswirkt

übergewicht als risikofaktor für patienten mit covid 19 während der pandemie

Die neuen Studienergebnisse unterstreichen die klinischen und gesundheitlichen Auswirkungen eines höheren Körpermasseindex. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer intensiven Krankenpflege für COVID-19-assoziierte Krankheiten, so die Autoren. Darüber hinaus führt dies zur fortgesetzten Priorisierung und Maskierung des Impfstoffs sowie Maßnahmen zur Unterstützung gesunder Verhaltensweisen. In der Studie untersuchten die Forscher Daten zu mehr als 148 000 Patienten, die sich zwischen März und Dezember 2020 in Krankenhäusern befanden. In dieser Kohorte waren 28,3 % davon übergewichtig, während 50,8 % Fettleibigkeit aufwiesen. Adipositas erhöhte Risiken bei COVID-19 für Patienten, die eine invasive Beatmung benötigen. Übergewicht als Risikofaktor konnten die Forscher längeren Krankenhausaufenthalten und Todesfällen zuordnen. Dies haben sie insbesondere bei Menschen unter 65 Jahren beobachtet. Während Kliniker Pflegepläne für COVID-19-Patienten entwickeln, sollten sie außerdem das Risiko für schwerwiegende Ergebnisse bei Patienten mit höherer Körpermasse berücksichtigen. Dies gilt jedoch auch für andere Atemwegsviren, da Fettleibigkeit die Fitness der Atemwege beeinträchtigt und viele andere metabolische Auswirkungen hat.

medizinischer angestellter misst körpermasseindex und bauchfett mit messschieber

Frühere Forschungen ergaben ebenfalls, dass 88 % der Todesfälle während der Pandemie in Ländern auftraten, in denen mehr als die Hälfte der Bevölkerung übergewichtig ist. Personen mit einem Körpermasseindex (KMI) von über 25 gelten als übergewichtig. Umgekehrt betrug in Ländern, in denen weniger als die Hälfte der Erwachsenen adipös ist, das Sterberisiko durch COVID-19 etwa ein Zehntel. Für Personen mit zusätzlichen Kilos ist laut den Autoren dieser Studie die Lösung zur Verringerung der Bedrohung durch COVID-19 unumstritten. Präventive Gesundheitsstrategien, die sich auf tägliche Bewegung, gesunde Ernährung und Mäßigung sowie auf das Bewusstsein für psychische Gesundheit konzentrieren, können daher von unschätzbarem Wert sein.

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