Tyrosinkinase Inhibitor Therapie erfolgreich bei fortgeschrittenem Krebs

Von Charlie Meier

Eine Strategie zur intermittierenden Verabreichung hoher Dosen des Krebsmedikaments Sunitinib wird der Tyrosinkinase Inhibitor verwendet, der von Patienten mit Tumoren gut vertragen wird. Darüber hinaus erhöht sich so die Konzentration des Arzneimittels bei Menschen mit Krebs. Dies verbinden die Forscher in einer neuen Studie mit einer Verbesserung der Überlebenschancen. Die Idee geht aus Untersuchungen hervor, die auf einem Online-Symposium über molekulare Ziele und Krebstherapeutika vorgestellt wurden.

Wirksamkeit von Tyrosinkinase Inhibitor gegen Tumore

krebsmedikamente und tyrosinkinese inhibitor intermittierende hochdosis bei tumoren wirksam

Patienten mit einer Reihe von fortgeschrittenen Krebsarten, insbesondere Nierenkrebs, neuroendokrinen Tumoren in der Bauchspeicheldrüse und Sarkomen im Verdauungssystem (gastrointestinale Stromatumoren), können mit Sunitinib behandelt werden. So ein Medikament hemmt die Rezeptoren auf der Oberfläche von Krebszellen namens Tyrosinkinasen (TK). Diese spielen nämlich eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und dem Fortschreiten von Tumoren. Das Arzneimittel wird normalerweise in einer Dosis von 50 mg einmal täglich verabreicht. Obwohl viele Patienten zunächst gut auf das Medikament reagieren, entwickeln sie mit der Zeit auch eine Resistenz dagegen. Die Verabreichung großer Tagesdosen des Arzneimittels, um so höhere Konzentrationen im Tumor selbst zu erreichen, ist auch durch schwerwiegende toxische Nebenwirkungen begrenzt.

patient im krankenhaus auf chemotherapie bei krebs

Der dauerhafte klinische Nutzen von so einem Tyrosinkinase Inhibitor wird also oft durch die intrinsische und erworbene Arzneimittelresistenz bei allen Patienten beeinträchtigt. Die Forscher versuchten, die volle Wirkung und das enorme Potenzial von Sunitinib und anderen TK-Inhibitoren zu entfalten. So kann sich entsprechend die Wirksamkeit bei Krebserkrankungen erhöhen. Bei vielen davon verwendet die Medizin bereits solche Medikamente, die jedoch für ein breiteres Spektrum und andere Krebsarten wirken sollen. Die erste Phase der Studie hat gezeigt, dass eine hohe intermittierende Dosis Sunitinib von 300 mg einmal pro Woche oder 700 mg einmal alle zwei Wochen an Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren wirkte. In höheren Spitzenkonzentrationen zeigte das Medikament so bei Proben von Blutplasma, verglichen mit regelmäßiger Dosierung, einen vielversprechenden klinischen Nutzen.

Studienergebnisse

arzt verabreicht arzneimittel gegen krebs per infusion hoher dosierung infusion

Die Wissenschaftler stellten eine statistisch signifikante Beziehung zwischen den erreichten Konzentrationen der Tumoren und dem Gesamtüberleben in der Zeitspanne vor dem Fortschreiten des Krebses fest. Dies ist das erste Mal, dass gezeigt wurde, dass hohe Konzentrationen von Sunitinib im Tumor vorhanden sind. Im Gegensatz zu Konzentrationen im Blut ist dies mit einem verbesserten klinischen Ergebnis bei Patienten verbunden, die mit so einem hochdosiertem intermittierendem Tyrosinkinase Inhibitor behandelt werden. Dieser interessante Befund muss jedoch in größeren klinischen Studien weiter validiert werden. Die Studienergebnisse haben das Potenzial, die Dosis und den Zeitplan zu ändern. Dadurch kann sich ihre klinische Wirksamkeit verbessern. So ein wichtiges Ergebnis kann auch dazu führen, dass die Konzentration von Sunitinib im Blut sich entsprechend auf den Tumor auswirkt.

medikamente gegen prostatakrebs und solidarität mit blauem band


Dabei geht es vor allem um die Auswahl der richtigen Dosis für jeden Patienten durch Methoden wie diese. Es wäre also interessant zu wissen, ob dieser Effekt auch bei anderen Klassen von Krebsmedikamenten auftritt. So können die Daten dieser Studie natürlich prospektiv validiert werden. Patienten mit derartig fortgeschrittenen Krebsarten benötigen dringend optimierte Behandlungen. Dies liegt vor allem daran, dass der Tumor manchmal nicht aufgrund einer primären Resistenz fortschreitet. Stattdessen kämpft dieser aufgrund unzureichender Spiegel des Arzneimittels im Blut des Patienten dagegen.

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