Therapie Hund: Was ist das und welche Vorteile bietet es für unsere Gesundheit?

Hunde sind die beliebtesten Haustiere in Deutschland und werden nicht umsonst als "der beste Freund des Menschen" bezeichnet. Jeder Hundebesitzer kennt das - der Vierbeiner spürt, wenn es einem psychisch oder physisch nicht gut geht und allein seine Gegenwart wirkt sich entspannend und beruhigend auf uns aus. Die heilende Wirkung der Hunde auf unsere Gesundheit wurde schon mehrmals wissenschaftlich bewiesen und die Popularität von tiergeschützter Therapie mit Hunden nimmt immer mehr zu. Doch was genau ist ein Therapie Hund und in welchen Bereichen wird er eingesetzt?

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Therapiehunde sind ausgebildete Hunde, die im Rahmen einer therapeutischen Behandlung eingesetzt werden. Unsere vierbeinigen Freunde helfen den Patienten unterschiedliche Krankheitssymptome oder bestimmte Krankheiten zu überwinden. Sie senken den Bluthochdruck, lindern Angstzustände und Depressionen oder auch Sprach- und Sozialstörungen. Besonders in der Psychotherapie, Sprachtherapie, Ergotherapie und Heilpädagogik wurden bisher großartige Erfolge erzielt. Allerdings ist die Arbeit von einem Therapie Hund ziemlich anstrengend für das Tier und aus diesem Grund sind auch die Arbeitszeiten gesetzlich geregelt. Er darf nur 3 mal in der Woche für jeweils 45 Minuten pro Tag eingesetzt werden.

Therapie Hund - Was genau ist das?

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Irrtümlicherweise wird ein Therapie Hund oftmals als ein Assitenzhund oder Besuchshund bezeichnet. Allerdings sind die Unterschiede zwischen ihnen ziemlich groß.

  • Therapiehund, auch noch als "Trosthund" bezeichnet, wird in vielen unterschiedlichen Bereichen und Einrichtungen eingesetzt. Allerdings wohnt der Hund nicht bei dem Patienten, sondern bei dem Therapeuten. Er begleitet seinen Besitzer in Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen, Seniorenheime oder zu einzelnen Therapiesitzungen und wird in einen speziellen Therapieverlauf integriert. Therapiehunde werden immer für ein spezielles Einsatzgebiet ausgebildet und in "aktive" und "reaktive" unterteilt. Aktive Hunde fordern den Patienten aktiv zu etwas auf, zum Beispiel spielen oder laufen, während reaktive Therapiehunde sich relativ passiv verhalten und auf die Befindlichkeiten der zu behandelnden Person reagieren.

Was ist der Unterschied zwischen Therapiehunden, Assistenzhunden und Besuchshunden?

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  • Assistenzhunde werden speziell ausgesucht und ausgebildet, um Menschen mit körperlichen oder psychischen Behinderungen im Alltag zu unterstützen. Sie wohnen beim Patienten und die Ausbildung beginnt bereits im Welpenalter. Die bekanntesten Asstistenzhunde sind die Blindenführhunde. Desweiteren gibt es auch noch Diabetikerwarnhunde, Epilepsiehunde oder Signalhunde. Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass die Kosten für die Ausbildung nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Die Preise variieren je nach Krankheit von 8000 bis etwa 30 000 Euro.
  • Besuchshunde werden öfter mit Therapiehunden verwechselt. Eine gewisse Ausbildung müssen sie auch haben, allerdings werden sie nicht gezielt in einer Therapie eingesetzt und der Besitzer muss kein Psychotherapeut oder Arzt sein. Vor allem kleine Kinder, Senioren im Altersheim oder Menschen mit Behinderung können von dem Kontakt mit Besuchshunden sehr profitieren. Die Vierbeiner dürfen gestreichelt und angefasst werden und durch das Spielen und ihre Gegenwart die Leute beruhigen und ihnen Freude bereiten. Daher ist es sehr wichtig, dass sie menschenfreundlich, gelassen und sozialisiert sind.

Wie kann eine tiergeschützte Therapie unsere Gesundheit fördern?

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Ein Therapie Hund wird mittlerweile in ganz unterschiedlichen Bereichen eingesetzt und kann zum Beispiel bei der Behandlung von Depressionen, Aggressionsausbrüchen, Autismus, Sprachstörungen und weiteren psychischen und physischen Behinderungen helfen. Gerade in der Arbeit mit Kindern lassen sich durch die Tiere tolle Fortschritte erzielen. Doch auch bei Erwachsenen kann eine tiergeschützte Therapie sehr sinnvoll sein. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass das Streicheln und das Spielen mit dem Tier die Ausschüttung von Endorphin und Oxytocin anregen und das Niveau des Cortisols senken kann.

  • Therapiehund bei Depressionen - Es wurde bewiesen, dass die Gegenwart von einem Hund unsere Stimmung deutlich verbessert. Therapiehunde helfen Patienten, die mit Depressionen und Angstzuständen zu kämpfen haben, mehr Selbstvertrauen aufzubauen, und geben ihnen Zuneigung, Trost und ein Gefühl von Sicherheit.
  • Bei körperlichen Beschwerden - Durch das Auffordern zum Spielen oder kleinen Spaziergängen tragen Therapiehunde zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit des Patienten bei.
  • Therapie Hund gegen hohen Blutdruck - Wie bereits erwähnt, stimuliert das Streicheln des Vierbeiners die Ausschüttung von den "Glückshormonen" Endorphin und Oxytocin. Das wiederum kann zu einer Senkung des Blutdrucks und der Pulsfrequenz führen.
  • Nicht umsonst werden Psychotherapeuten mit Therapiehunden so oft in Schulen und Kindergärten eingeladen. Der Kontakt mit dem Vierbeiner verbessert die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit der Kinder und führt zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit.

Welche Rassen eignen sich am besten für Therapiehunde?

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Bei Therapiehunden spielt nicht die Rasse, sondern eher der Charakter des Tieres eine entscheidende Rolle. Größere Rassen wie Labradore, Golden Retriever und Deutsche Schäferhunde werden am häufigsten dafür ausgebildet. Doch auch kleinere Rassen wie zum Beispiel der Mini-Pudel oder Pomeran sind eine sehr gute Wahl, wenn man eher mit Kindern arbeitet. Ein Therapie Hund muss vor allem folgende Grundvoraussetzungen erfüllen:

  • Geduldiges und ruhiges Wesen
  • Freude und Offenheit gegenüber fremden Menschen
  • Guter Gehorsam und Sozialverhalten
  • Ausgeglichenheit und hohe Toleranz gegenüber Stress und Reizen
  • Kein territoriales Verhalten
  • Leichte Führigkeit und enge Bindung zu seinem Besitzer
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