Test auf HIV – AIDS Fälle könnten wegen der COVID-19-Pandemie steigen

Autor: Charlie Meier

Der Test auf HIV und Tuberkulose (TB) ist laut den aktuellen Angaben während der Coronavirus-Pandemie zurückgegangen. Dies könnte zu höheren Sterblichkeitsraten führen, so ein Bericht des UN-Sonderbeauftragten für AIDS. Einschränkungen zur Eindämmung von Sars-CoV-2 und zur Umnutzung von Gesundheitseinrichtungen zur Behandlung von COVID-19-Patienten haben also dazu beigetragen, dass weniger HIV- und TB-Fälle entdeckt werden.

Welt AIDS Tag und Test auf HIV

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Angesichts der aktuellen Pandemie kann die Folge davon eine weitere Verzögerung bei der Erreichung der Ziele zur Prävention der Neuinfektionen von HIV sein. Darüber hinaus könnte dies höchstwahrscheinlich eine erhöhte Sterblichkeit aufgrund der Viruskrankheit mit sich bringen. Im ersten Halbjahr des Jahres 2020 meldete das föderale AIDS-Zentrum Russlands zum Beispiel 38 126 neue HIV-Infektionen. Das Zentrum führte den Rückgang auf die Anzahl vom durchgeführten Test auf HIV und auch so einen Rückgang der Patienten zurück, die AIDS-Zentren besuchten. Die Corona-Krise hat außerdem auch die Ungleichheiten beim Zugang zu lebensrettenden medizinischen Diensten für Kinder, Jugendliche und schwangere Mütter überall weiter verschärft. Die Zahl der Fälle von Tuberkulose, die gemeldet wurden, sei im Vergleich zum Vorjahr um 48 % gesunken. Dies ist vor allem auf die eingeschränkte Bewegung von Personen während Lockdowns und Quarantänen zurückzuführen.

test auf hiv und tuberkulose während der covid 19 pandemie

All dies hängt auch damit zusammen, dass viele Mitarbeiter, die in AIDS-Krankenhäusern arbeiten, neu profiliert wurden, um COVID-19 zu behandeln. Ein Rückgang von über 30 % bei neu gemeldeten Fällen von multiresistenter Tuberkulose sei also sehr besorgniserregend. Laut UNAIDS-Daten leben in Osteuropa und Zentralasien etwa 1,7 Millionen Menschen mit HIV. Ungefähr 275 000 Menschen erkrankten an Tuberkulose. Rund 24 000 starben 2017 in der europäischen Region an den Folgen dieser Krankheit. Trotz einiger Fortschritte im jahrzehntelangen Kampf gegen HIV und AIDS bestehen nach wie vor tiefe regionale Unterschiede zwischen allen Bevölkerungsgruppen. Dies gilt insbesondere für Kinder, heißt es im Bericht. Selbst während sich die Welt inmitten einer anhaltenden globalen Pandemie befindet, leiden Hunderttausende von Kindern weiterhin unter den Folgen der HIV-Epidemie.

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