Könnte die Musiktherapie als Behandlungsoption die Symptome der Menopause lindern und gegen depressive Zustände wirken?

Von Charlie Meier

In einer kürzlich durchgeführten Studie konnten Forscher das Musikhören als innovative Behandlungsmethode gegen die Symptome der Menopause identifizieren. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass die Musiktherapie als Alternative zu bewährten pharmakologischen Lösungen die Wechseljahrsbeschwerden natürlich behandeln könnte. Die attraktive Methode eignet sich laut den Studienautoren dementsprechend auch als Therapieoption zur Bewältigung von Depressionen.

Wie sich das Musikhören auf die Symptome der Menopause auswirkt

musiktherapie als alternative zu medikamenten gegen symptome der menopause

Nicht jede Frau erlebt die Wechseljahre gleich. Die Symptome können variieren, ebenso wie ihre Schwere und Häufigkeit. Zu den häufigeren Symptomen gehören Hitzewallungen, Schlafstörungen, depressive Verstimmung, vaginale Trockenheit, sexuelle Funktionsstörungen sowie Gelenk- und Muskelschmerzen. Über die Wirkung von Musik auf die Symptome der Menopause wurde bisher nur sehr wenig geforscht. Die meisten Studien haben sich auf andere alternative Behandlungen wie Hypnose, kognitive Verhaltenstherapien, Meditation und Achtsamkeit konzentriert. Die Idee, dass Musik eine heilende Wirkung hat, ist jedoch nicht neu. Vielmehr ist diese in alten Kulturen, die glaubten, Musik könne Körper und Seele heilen, verwurzelt. Darüber hinaus stimuliert das Musikhören die Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter. Dazu zählen Dopamin, Serotonin und Endorphin, sowie das Hormon Oxytocin, während Musik den Spiegel zirkulierender Stresshormone wie Cortisol senkt. Diese Substanzen spielen eine wichtige Rolle beim Blutdruck sowie bei der Atem- und Herzfrequenz.

wechseljahrbeschwerden mit dem arzt besprechen

Basierend auf den Ergebnissen der aktuellen Studie kamen die Forscher zu dem Schluss, dass die Musiktherapie die Depressionswerte signifikant senkt und dazu beitragen kann, die Symptome der Menopause bei postmenopausalen Frauen zu reduzieren. Die neuen Studienergebnisse legen nahe, dass Musik als nicht-pharmakologische Therapieoption für Frauen in den Wechseljahren eingesetzt werden könnte. Das Forschungsteam hebt die positive Wirkung einer einfach zu implementierenden, kostengünstigen, technologiearmen und risikoarmen Intervention wie Musiktherapie bei Wechseljahrsbeschwerden hervor. Dies gilt insbesondere bei Stimmungsschwankungen und depressiven Zuständen. Die Autoren dieser Studie merken jedoch auch an, dass die Ergebnisse auf kleine Kohorte basieren. Somit ist eine zusätzliche Forschung erforderlich, um die neuen Erkenntnisse in größeren Studienpopulationen zu bestätigen. Die vorliegende Forschungsarbeit zeigt dennoch, dass es wenig Nachteile hat, Musiktherapie zum herkömmlichen Rüstzeug für die Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden hinzuzufügen.

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