Stress und Depressionen beeinträchtigen die Wirksamkeit der Impfstoffe?

Autor: Charlie Meier

Es ist schon lange bekannt, dass Stress und Depressionen sowie Einsamkeit und schlechtes Gesundheitsverhalten das körpereigene Immunsystem schwächen. Diese Zustände könnten aber nach Studienergebnissen auch die Wirksamkeit bestimmter Impfstoffe verringern. Ein neuer Bericht legt nahe, dass dies auch für die neuen Impfungen gegen COVID-19 gilt. Einige davon befinden sich noch in der Entwicklung oder in den frühen Stadien der weltweiten Verbreitung. Glücklicherweise kann es möglich sein, diese negativen Auswirkungen mit einfachen Schritten wie Bewegung und Schlaf zu reduzieren.

Negativer Effekt vom Stress und Depressionen auf die Immunantwort

ärztin mit schutzkleidung hält eine dose mit impfstoff gegen coronavirus

Impfstoffe gehören zu den sichersten und effektivsten Fortschritten in der Krankengeschichte und schützen die Gesellschaft vor einer Vielzahl ansonsten verheerender Krankheiten. Der Schlüssel zu ihrem Erfolg liegt jedoch darin, sicherzustellen, dass ein kritischer Prozentsatz der Bevölkerung effektiv geimpft wird. So kann eine sogenannte Herdenimmunität erreicht werden. Obwohl strenge Tests gezeigt haben, dass die zur Verteilung zugelassenen Impfungen gegen Sars-CoV-2 eine starke Immunantwort hervorrufen, wird nicht jeder sofort seinen vollen Nutzen daraus ziehen. Umweltfaktoren sowie die Genetik und die körperliche und geistige Gesundheit eines Menschen können das Immunsystem des Körpers schwächen und die Reaktion auf einen Impfstoff verlangsamen. Dies ist besonders besorgniserregend, da das neuartige Coronavirus weltweit weiter wütet. Gleichzeitig löst dies eine Krise der psychischen Gesundheit aus, wenn Menschen mit Isolation, Stressfaktoren und Unsicherheit über die Zukunft umgehen. Diese Herausforderungen sind dieselben Faktoren, über die zuvor gezeigt wurde, dass sie die Wirksamkeit des Impfstoffs schwächen, insbesondere bei Senioren.

impfpflicht als effektive maßnahme zum erreichen einer herdenimmunität gegen coronavirus

Die neue Studie beleuchtet die Wirksamkeit von Impfstoffen. Laut den Forschern, können emotionale Stressfaktoren die Fähigkeit des Körpers verändern, eine Immunantwort zu entwickeln. Das Problem ist, dass die Pandemie an und für sich diese Risikofaktoren verstärken könnte. Darüber hinaus konzentrieren sie sich am stärksten auf die Antikörperantwort, obwohl dies nur eine Facette der Reaktion des adaptiven Immunsystems ist. Die gute Nachricht ist, dass die bereits im Umlauf befindlichen COVID-19-Impfstoffe zu etwa 95 % wirksam sind. Trotzdem können diese psychologischen und Verhaltensfaktoren die Zeit verlängern, die zur Entwicklung der Immunität benötigt wird. Dementsprechend kann dadurch auch die Dauer der Immunität verkürzt werden. Es ist möglich, einige einfache Dinge zu tun, um die anfängliche Wirksamkeit des Impfstoffs zu maximieren, so die Autoren der Studie. Intensive Bewegung und guter Schlaf ermöglichen, dass jedes Immunsystem mit maximaler Leistung arbeitet. Dies trägt dazu bei, dass die Immunantwort so schnell wie möglich erfolgt.

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