Stillende Mütter können Coronavirus nicht über die Muttermilch übertragen

Von Charlie Meier

Ein Forschungsteam hat Frauen mit COVID-19 untersucht und festgestellt, dass stillende Mütter durch die Muttermilch kein Infektionsrisiko bei Sars-CoV-2 für ihre Babys darstellen. Die kürzlich durchgeführte Studie zeigt, dass die in der Milch getragenen Antikörper beim Stillen die Coronaviren erfolgreich neutralisieren können. Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass keine der Milchproben das Virus enthielt. Fast zwei Drittel der Proben enthielten zwei spezifische Antikörper, die gegen das Virus effektiv sind.

Kein Grund zur Sorge für stillende Mütter mit Sars-CoV-2

keine gefahr in bezug auf die übertragung von coronavirus auf babys für stillende mütter

Die Forscher haben die Neutralisationskapazität der Antikörper in der Muttermilch von 18 Frauen mit COVID-19 analysiert. Kritisch liefert diese Studie Hinweise darauf, dass stillende Mütter, die das Virus tragen, sich deswegen nicht von ihren neugeborenen Kindern trennen sollten. Zu Beginn der Pandemie haben große Gesundheitsorganisationen häufig widersprüchliche Ratschläge gegeben, ob diese Trennung notwendig wäre. Dieser Bericht bietet hoffentlich neue Klarheit in Bezug auf die Anleitung für nachgeburtliche Frauen. Darüber hinaus soll eine Isolation laut den Studienautoren nur dann stattfinden, wenn dies tatsächlich medizinisch notwendig ist. Diese frühen Ergebnisse legen nahe, dass die Muttermilch von Frauen mit COVID-19 spezifische und aktive Antikörper gegen das Virus enthält und dass sie es nicht übertragen, was großartige Neuigkeiten sind.

ungeborenes baby im mutterleib während schwangerschaft bei sars cov 2

Die Forschungsgruppe hat hohe IgA-Spiegel in der Muttermilch gefunden. Dies ist einer der häufigen Antikörper im Blut und anderen Körperflüssigkeiten. Solche Antigene wandern beim Schleimhauttransfer, daher ist es eine ermutigende Information, dass stillende Mütter diese Antikörper an ihre Babys übertragen. Das Team hat inzwischen fast 50 Frauen aufgenommen, bei denen COVID-19 besteht. Die Forscher haben dementsprechend den Krankheitsverlauf der Patientinnen zwei Monate lang verfolgt. Diese Untersuchungen wurden mit dem Hauptziel initiiert, den Mangel an vorhandener Forschung zu COVID-19 in der Muttermilch zu beheben. In den nächsten Schritten werden die Autoren dieser Studie prüfen, ob sie die ersten Ergebnisse in größeren Stichproben replizieren können. Darüber hinaus müssen sie diese Arbeit in größeren Kohorten wiederholen. Außerdem müssen die Wissenschaftler ab jetzt verstehen können, ob der COVID-19-Impfstoff die Muttermilch auf die gleiche Weise beeinflusst.

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