Forscher warnen: Sport mit Mundschutz verringert körperliche Leistungsfähigkeit!

Von Anne Seidel

Das Tragen der Mundschutzmaske zum Schutz gegen Covid-19 im Freien ist in manchen Regionen reine Empfehlung, während es sich in anderen um eine Pflichtmaßnahme handelt. Forscher haben in einer Studie jedoch festgestellt, dass der Mund-Nasen-Schutz aus Stoff während eines Trainings die körperliche Leistungsfähigkeit verringert. Konkret Jogger, die Ihren Sport mit Mundschutz durchführten, klagten vermehrt über Atemnot und ein klaustrophobisches Empfinden. Dies verstärkte sich, wenn sie die Trainingsintensität erhöhten.

Sport mit Mundschutz verringert die Leistungsfähigkeit des Körpers

Diese Erkenntnis ist kontrovers. Wissenschaftler hatten zuvor nämlich das Tragen einer Schutzmaske empfohlen. Diese würde beim Joggen vor Ansteckungen mit dem Coronavirus schützen. Es könnte eine „Gefahr“ für Fußgänger bergen, wenn ein „puffender, keuchender“ Jogger an ihnen vorbeirennt, so Trish Greenhalgh, Professorin für Gesundheitswissenschaften in der Grundversorgung an der Universität von Oxford, die weiterhin hinzufügt: „Beim trainierenden Jogger – dem puffenden und keuchenden Jogger – spürt man, wie sein Atem kommt, und manchmal spürt man sogar, wie man ihn einatmet. Es besteht also kein Zweifel, dass dort eine Gefahr besteht“. Dennoch ist der Sport mit Mundschutz einschränkend, wie die Studienergebnisse zeigen.

Die Studie über Mundschutz für Sport

Die Intensität beim Jogging mit Maske sollte reduziert werden

Während frühere Forschungen über Sport mit Mundschutz lediglich die Auswirkungen der chirurgischen Gesichtsmasken untersuchten, konzentrierte sich diese auf Stoffmasken. Die Ergebnisse basieren auf der Trainingsleistung von 31 gesunden Erwachsenen im Alter von 18 bis 29 Jahren, die bis zur Erschöpfung auf einem Laufband liefen – einmal mit einer Stoffbedeckung und einmal ohne. Ganze 30 der Teilnehmer stimmten zu, dass der Atemschutz die maximale Leistungsfähigkeit reduzierte. Einige sagten sogar, dass sie sich „klaustrophobisch“, „erstickt“ und „ängstlich“ fühlten, da sie nicht „tief durchatmen“ konnten.

Experten empfehlen, Intensität und Häufigkeit zu reduzieren

Sport mit Mundschutz führt zu Atemnot und Klaustrophobie

Die Forscher sagten jedoch, dass die Ergebnisse über den Mundschutz für Sportler „nicht vollständig erklären, wie das Tragen von Masken die Herz-Kreislauf-Funktion direkt einschränken könnte“. Sie kamen daher zu dem Schluss, dass „mit dem Tragen von Masken verbundene Beschwerden“ zu einer Leistungsminderung geführt haben. Aus diesem Grund empfehlen sie, die Trainingsvariablen wie Häufigkeit, Intensität und Art beim Tragen einer Gesichtsbedeckung entsprechend zu ändern und anzupassen. Auf diese Weise können die eventuellen Auswirkungen der Atemschutzmaske für Sport in Grenzen gehalten werden.

Experten empfehlen, Joggen mit Atemschutzmaske zu reduzieren


Die Ergebnisse der klinischen Studie wurden online im British Journal of Sports Medicine (BJSM) veröffentlicht.

Anzeige



Bild einbetten

Code kopieren, um das Bild einzubetten: Großes Bild: Kleines Bild: BB-Code:
Fertig