Serologischer Test auf Antikörper gegen Corona liefert genaue Ergebnisse

Autor: Charlie Meier

Ein neuer serologischer Test zur Messung der Antikörperniveaus in Blutproben hat vollständige quantitative Ergebnisse in weniger als 20 Minuten geliefert. Forscher aus den USA haben die neuartige Testmethode zum Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 entwickelt. Diese ist genauso zuverlässig, wie andere Antikörpertests, jedoch weniger komplex und viel schneller als diese.

Kann ein serologischer Test auf Antikörper zuverlässiger sein?

serologischer test auf sars cov 2 im glas gehalten vom laborant

Der Goldstandard für so eine Analyse ist die komplexe Labormethode namens ELISA. Deren Durchführung dauert jedoch vier bis sechs Stunden und liefert die quantitativen Ergebnisse, die die Stärke der Immunantwort anzeigen. Einfachere Methoden mit Teststreifen liefern schnelle Ergebnisse, sind jedoch weniger zuverlässig und quantifizieren die Antikörperniveaus nicht. Die neue Methode, genannt Biolayer Interferometry Immunosorbent Assay (BLI-ISA), liefert vollständige quantitative Ergebnisse in weniger als 20 Minuten. Ein positiver Antikörpertest zeigt eine vorherige Infektion mit dem Virus an. Diese Tests werden jedoch nicht zur Diagnose aktiver Infektionen verwendet. Dies erfordert also einen anderen Test, der das genetische Material des Virus oder die Antigene nachweist. Antikörper sind Proteine ​​des Immunsystems, die Antigene erkennen und an diese binden. So ein serologischer Test hilft die Ausbreitung des Coronavirus zu verstehen. Dies geschieht, indem festgestellt wird, wie viele Menschen in einer Population infiziert wurden. So können Forscher auch experimentelle Impfstoffe bei Menschen und Labortieren bewerten.

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Quantitative Informationen über die Antikörperniveaus könnten in Zukunft also besonders wichtig sein. Dies gilt vor allem dann, wenn Wissenschaftler feststellen können, dass ein bestimmtes Niveau bestimmter Antikörper erforderlich ist, um Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu bieten. Die neue Methode verwendet eine optische Technik zur Messung der Wechselwirkungen zwischen Molekülen. Daraus folgt ein Nachweis der Bindung von Molekülen an die Spitze eines faseroptischen Biosensors. Das Immunsystem stellt also verschiedene Arten von Antikörpern her, sogenannte Isotypen. Diese schließen IgM, das früh in der Infektion produziert wird und später abnimmt, ein. Dazu gehört auch IgG, das später produziert wird und länger anhält. Im Antikörperbindungsschritt erkennt so ein serologischer Test jede Art von Antikörper, die an das Antigen bindet. Die Methode könnte also besonders für Forscher in der Impfstoffentwicklung nützlich sein.

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