Rhesusfaktor negativ: Warum Blutgruppe 0 gegen Sars-CoV-2 resistent ist

Autor: Charlie Meier

Die Blutgruppen O- und Rhesusfaktor Negativ (Rh−) scheinen laut neuen Studienergebnisse mit geringerem Infektionsrisiko für COVID-19 verbunden zu sein. Die online veröffentlichte Kohortenstudie vom 24. November wurde von Forschern in Toronto durchgeführt.

Resistenz gegen Coronavirus bei Rhesusfaktor negativ

coronavirus repliziert sich in der menschlichen blutbahn

Joel G. Ray, MD vom St. Michael’s Hospital in Toronto, und Kollegen führten eine Kohortenstudie durch, die auf Daten aus Bevölkerungsgruppen basiert wurde. Auf diese Weise wollten die Wissenschaftler untersuchen, ob ABO- und Rh-Blutgruppen mit einer SARS-CoV-2-Infektion und einer schweren COVID-19-Krankheit assoziiert sind. Es wurden Daten für 225 556 Personen im Durchschnittsalter von 54 Jahren mit ABO-Blutgruppe eingeschlossen. Diese wurden zwischen Januar 2007 und Dezember 2019 bewertet. Die Autoren der Studie fanden heraus, dass das angepasste relative Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion für die Blutgruppe O zusammen 0,88 gegenüber den Blutgruppen A, AB und B betrug. Der Rhesusfaktor negativ war mit einem verringerten Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion verbunden. Dies war ein angepasstes relatives Risiko von 0,79, insbesondere für diejenigen, die O-negativ waren (angepasstes relatives Risiko 0,74).

verschiedene blutgruppen und rhesusfaktor negativ weniger anfällig für covid 19

Das Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung oder den dadurch verursachten Tod war in Verbindung mit der Blutgruppe vom Typ O im Vergleich zu allen anderen (angepasstes relatives Risiko 0,87) und für Rh− gegenüber Rh-positiv (angepasstes relatives Risiko 0,82) geringer. Bestenfalls könnte ein geringer Anteil der SARS-CoV-2-Infektion oder einer damit verbundenen Krankheit in der gesamten Bevölkerung also durch eine unbestimmte Eigenschaft verhindert werden. Diese wird durch die Blutgruppe 0 verliehen und möglicherweise durch den Rhesusfaktor negativ weiter verbessert. Dies teilen die Autoren der Studie über die Analyse der gewonnenen Daten aus ihrer Untersuchung mit. Ob diese Informationen die Präventions- oder Behandlungsstrategien von COVID-19 beeinflussen können, muss jedoch noch ermittelt werden. Das Hauptergebnis der Studie war eine SARS-CoV-2-Infektion, die durch Tests der viralen RNA-Polymerase-Kettenreaktion bestimmt wurde. Ein zweites Ergebnis war eine schwere COVID-19-Krankheit oder der Tod. Bereinigte relative Risiken (aRRs) und absolute Risikodifferenzen (ARDs) wurden an demografische Merkmale und Komorbiditäten angepasst.

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