Erhöht eine Radiowellentherapie die Überlebenschancen bei Leberkrebs?

Von Charlie Meier

Forscher konnten zeigen, dass eine gezielte Radiowellentherapie mit nicht-thermischen Radiowellen bei der Behandlung von hepatozellulärem Karzinom (HCC) wirksam ist. Dies ist eine der häufigsten Arten von Lebertumor. Der Therapieansatz zeigte außerdem auch einen Vorteil im Gesamtüberleben. Derzeit gibt es nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten von fortgeschrittenem Leberkrebs für Patienten.

Hepatozelluläres Karzinom mit Radiowellentherapie behandeln

leberkrebs und hepatozelluläres karzinom mit radiowellentherapie behandeln

Für die Studie verwendeten die Forscher ein Gerät namens TheraBionic P1. Die Forscher Boris Pasche und Alexandre Barbault von TheraBionic GmbH in Ettlingen, Deutschland, haben die Methode bereits im Jahr 2009 erfunden. Das Gerät liefert amplitudenmodulierte hochfrequente elektromagnetische Felder, die sich speziell für diese Krebsarten eignen. TheraBionic P1 ist ein Handgerät, das Radiofrequenzen über eine löffelförmige Antenne aussendet. Dies geschieht dreimal täglich für eine Stunde während der Behandlung auf die Zunge des Patienten. Es verteilt auf diese Weise schwache elektromagnetische Hochfrequenzfelder durch den Körper des Krebspatienten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Radiowellentherapie das Wachstum von Leberkrebszellen blockiert, ohne gesunde Zellen zu schädigen. Die Studienautoren verfolgten außerdem auch Nebenwirkungen, wobei kein Patient die Behandlung aufgrund von Beschwerden abgebrochen hat.

krebspatienten profitieren von neuartiger methode mit hochfrequenten radiowellen bei leberkrebs

Das Forschungsteam wies auch darauf hin, dass die Studie aufgrund der geringen Stichprobengröße und der Auswahlverzerrung, die der Verwendung historischer Kontrolldaten innewohnt, einige Einschränkungen aufweist. Es laufen jedoch zwei weitere klinische Studien, die von William Blackstock am Lehrstuhl für Radioonkologie am Comprehensive Cancer Center von Wake Forest Baptist geleitet werden. Eine davon ist die sogenannte Single-Center-Studie zur Bewertung der Sicherheit und Wirksamkeit des TheraBionic-Geräts. Dies geschieht in Kombination mit Regorafenib, einem Chemotherapeutikum, als Zweitlinienbehandlung. Eine weitere multizentrische, doppelblinde, randomisierte Studie zum Vergleich von TheraBionic mit Placebo wird die Sicherheit und Wirksamkeit des Geräts als Drittlinientherapie bei der Behandlung von fortgeschrittenem HCC bewerten. Diese ersten Erkenntnisse bestärken die bisherigen Forschungsarbeiten, so die Autoren dieser Studie. Darüber hinaus zeigt die neue Forschung, dass die Methode das Todesrisiko bei Leberkrebs senkt, wobei die Behandlung nicht mit signifikanten Nebenwirkungen verbunden ist.

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