Warum Männer anfällig für psychische Probleme nach Trennung sind und Angstzustände sowie Depressionen entwickeln könnten

Von Charlie Meier

Die Ergebnisse einer neuen Studie bestätigen, dass Männer einem erhöhten Risiko für psychische Probleme nach Trennung ausgesetzt sind. Darüber hinaus sind sie bei Komplikationen aufgrund solcher Situationen von depressiven Zuständen und sogar von Selbstmordabsichten gefährdet. Die Studienautoren befragten 47 Männer zu ihren Erfahrungen mit dem Scheitern einer intimen Partnerbeziehung. Dementsprechend neigten sie bei Konfrontation mit Konflikten dazu, Probleme herunterzuspielen, was dazu führte, dass ihre Beziehung noch weiter zerbrach.

Die Gefahr für Männer, psychische Probleme nach Trennung zu entwickeln

junger mann setzt seinen ehering nach einer scheidung ab

Die meisten Männer erlebten angeblich beginnende oder sich verschlechternde Symptome einer psychischen Erkrankung während dem Scheitern einer schwierigen Beziehung. Das Forschungsteam stellte zudem fest, dass die Trennung in der Ehe das Selbstmordrisiko von Männern vervierfacht. Nun vermuten die Wissenschaftler, dass belastende Beziehungen sowie Trennungen und Scheidungen zu den genannten psychischen Erkrankungen geführt haben könnten. Darüber hinaus spielt die stereotypisierte Männlichkeit laut den Studienautoren eine Rolle dabei, wie Männer auf eine gescheiterte Liebesbeziehung reagieren. Zum Beispiel führte die Unsicherheit der Männer, wie sie sich im Beziehungskontext artikulieren und Probleme lösen sollten, dazu, dass sich viele davon isolierten, anstatt Hilfe zu suchen. Die meisten Studienteilnehmer kämpften dementsprechend mit Veränderungen in der Partnerschaft, wie Trauer, Elternschaft oder Untreue. Ihr primäres Ziel bestand dabei jedoch darin, die daraus resultierenden Konflikte zu vermeiden.

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Die Studie ergab auch, dass Männer, die psychische Probleme nach Trennung hatten, Substanzen, einschließlich Alkohol, konsumierten. So wollten sie mit Gefühlen wie Wut, Bedauern, Traurigkeit, Scham und Schuld fertig werden. Hinzu kommt die immense Ungewissheit, wie das Leben mit weniger Zugang zu Kindern, finanziellen Herausforderungen und dem Verlust sozialer Bindungen aussehen könnte. Diese Studienergebnisse werden durch die Isolation und Störung durch die Einschränkungen der öffentlichen Gesundheit durch COVID-19 erschwert. Diese könnten zu einem erhöhten Alkohol- und Drogenkonsum führen und Konflikte verschärfen. Dementsprechend würde dies eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit bewirken, so die Forscher. Auf der positiven Seite zeigte diese Studie, dass Männer nach dem Scheitern einer Beziehung eine Vielzahl von Ressourcen in Anspruch nahmen, um ihre psychischen Gesundheitsbedürfnisse zu befriedigen.

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