Östrogen und Progesteron schützen Frauen vor COVID-19 – Neue Studie

Von Charlie Meier

Neue Forschungsergebnisse einer Studie deuten darauf hin, dass Östrogen und Progesteron eine Rolle beim Schutz vor COVID-19-Symptomen spielen könnten. Die veröffentlichte Studie analysierte, warum Schwere und Mortalität bei Männern häufiger als bei Frauen und bei älteren Menschen sind. Das Papier legt also nahe, dass weibliche reproduktive Steroide schützende Eigenschaften gegen Coronavirus aufweisen könnten.

Sexualhormone Östrogen und Progesteron bei Coronavirus

zwei junge frauen mit schutzmasken besprechen östrogen und progesteron bei coronavirus auf dem handy

Weibliche reproduktive Steroide, Östrogen und Progesteron sowie der physiologisch aktive Metabolit Allopregnanolon bieten also laut den Studienautoren entzündungshemmende Funktionen. Sie formen auch die Kompetenz von Immunzellen um, stimulieren die Antikörperproduktion und fördern die Reparatur von respiratorischen Epithelzellen. Dies hemmt auch den ACE2-Rezeptor, der die Zugangstür für das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist, wenn es den Organismus infiziert. All dies deutet also darauf hin, dass sie möglicherweise gegen Komplikationen bei Covid-19 schützen, so die Forscher. Frühere Fallberichte zeigten, dass der Krankheitsverlauf bei Covid-positiven schwangeren Frauen, die keine Symptome hatten, unmittelbar nach der Geburt eskalierte. Die Symptomatik war schwerwiegend genug, um eine intensive Pflege zu erfordern. Die Schwere der Symptome fiel mit einem raschen Abfall von Östradiol, Progesteron und Allopregnanolon zusammen.

frau in den wechseljahren trinkt tee auf dem sofa während covid 19 pandemie

Hormone wie Östrogen und Progesteron, die zur Aufrechterhaltung der Schwangerschaft beitragen, sind im dritten Trimester einer Schwangerschaft 100-mal stärker konzentriert. Diese erfüllen alle wichtige entzündungshemmende Funktionen und sind an der Wiederherstellung des Immunsystems beteiligt. Einige der Frauen wurden aufgrund der raschen Abnahme dieser Hormone sogar auf die Intensivstation gebracht. Dies geschah, nachdem sie ihre Babys zur Welt gebracht hatten, und die Korrelation war wirklich auffällig, so die Autoren der Studie. Im Artikel wird auch die Bedeutung von Fortpflanzungshormonen für die Stimulierung der Produktion von Antikörpern und die Förderung der Reparatur von Lungenzellen nach einer Virusinfektion und die Bekämpfung vom Zytokinsturm erörtert. Der letztere tritt als Immunantwort auf, bei der jeder Körper beginnt, seine eigenen Zellen und Gewebe anzugreifen, anstatt nur das Virus abzuwehren. Östrogen und Progesteron sowie Allopregnanolon könnten so eine Überreaktion des Entzündungssystems blockieren, es unterdrücken und die Überexpression entzündungsfördernder Zytokine verhindern.

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