Neurotrope Viren wie Sars-CoV-2 erhöhen das Risiko für kognitive Störung

Von Charlie Meier

Ein kürzlich veröffentlichtes Papier argumentiert, dass neurotrope Viren wie SARS-CoV-2 das Risiko für langfristige neurologische Probleme erhöhen. Solche können zum Beispiel in Form von kognitivem Verfall oder Demenz als Spätfolge auftreten. Wissenschaftler versuchen also, ein Bild davon zusammenzustellen, wie das Leben auf lange Sicht für jemanden aussehen könnte, der COVID-19 hatte.

Coronavirus und neurotrope Viren mit Langzeitfolgen

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Der kürzlich veröffentlichte perspektivische Artikel gibt einen Überblick über frühere Viruserkrankungen, einschließlich der Grippepandemie aus einem Jahrhundert zuvor. Die Autoren glauben, dass so eine Forschung zeigen kann, dass COVID-19 dauerhafte neurologische Störungen verursachen könnte. Darüber hinaus betrachten die Wissenschaftler SARS-CoV-2 als neurotropes Virus, da es in Nervenzellen eindringen kann. Neurotrope Viren umfassen die Mumps-, Tollwut- und Eppstein-Bart-Virusinfektion. Während einige neurotrope Viren mildere Symptome verursachen, können andere Schwellungen im Gehirn, Lähmungen und sogar Tod verursachen. Einige grippeähnliche Varianten sind neurotrop und ähnlich aufgebaut wie das neuartige Coronavirus. Daher untersuchten die Forscher diese, um einen Einblick in die Art der Langzeiteffekte zu erhalten. Solche sind vor allem bei Menschen zu erwarten, die sich von COVID-19 erholt haben. Seit der Grippepandemie von 1917 und 1918 wurden viele der grippeähnlichen Erkrankungen mit Erkrankungen des Gehirns in Verbindung gebracht, so die Studienautoren.

medizinischer mitarbeiter hält sich am kopf in seiner mittagspause während covid 19 pandemie

Zu diesen Atemwegsviren gehörten H1N1 und SARS-CoV. Es ist auch bekannt, dass das SARS-CoV-2-Virus, das COVID-19 verursacht, das Gehirn und das Nervensystem beeinflusst. Laut den Wissenschaftlern könnte ein erhöhtes Risiko für Alzheimer, Parkinson und psychische Gesundheitsprobleme möglicherweise mit diesen grippeähnlichen Krankheiten verbunden sein. Obwohl der Verlust des Geruchssinns zunächst nicht ernst zu sein scheint, ist dieser dennoch wichtig, da so ein Symptom direkt mit der Gehirnfunktion zusammenhängt. Es wird angenommen, dass dies eine der Ursachen für die bei COVID-19-Patienten beobachteten kognitiven Beeinträchtigungen ist. Die Forscher vermuten, dass dies auch ein Grund dafür sein kann, dass es bei anfälligen Personen im Laufe der Zeit zu einem beschleunigten kognitiven Verfall kommt. Unter den schwerwiegenden neurologischen Problemen während einer SARS-CoV-2-Infektion können Patienten Entzündungen im Gehirn und Krampfanfälle entwickeln. Die Autoren schreiben, dass Atemprobleme aufgrund von SARS-CoV-2 teilweise auf eine Dysregulation des Hirnstamms zurückzuführen sind, ebenso wie möglicherweise einige der gastrointestinalen Symptome.

Mögliche Risiken

kognitiver verfall und risiko für alzheimer als langzeitfolgen nach infektion mit sars cov 2

Basierend auf der Idee, dass COVID-19 das Gehirn schädigen kann, ist es möglich, dass asymptomatische Menschen auf Demenz bei Coronavirus stoßen. Da es sich jedoch um eine neue Krankheit handelt, müssen Wissenschaftler längerfristige Studien durchführen, um diese Theorien zu bestätigen. Wie diese Studie hervorhebt, deutet die unterbewertete Krankengeschichte dieser Viren auf eine starke Verbindung zu Gehirnkrankheiten hin. Diese können das Gedächtnis und das Verhalten beeinflussen, so die Studienautoren. In so einer schwierigen Zeit können Forschungen wie diese Studie also dazu beitragen, dass die globale Reichweite und der Ruf der Alzheimer-Vereinigung genutzt werden. Auf diese Weise bringt sich die Forschungsgemeinschaft zusammen und beleuchtet die langfristigen Auswirkungen von COVID-19 auf das Gehirn.

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