Neurologische Störungen bei COVID-19 erhöhen das Sterblichkeitsrisiko?

Autor: Charlie Meier

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass neurologische Störungen, die durch Coronavirus entstehen, im Zusammenhang mit einer höheren Mortalität stehen. Die Forscher der vorliegenden Beobachtungsstudie zeigen die Prävalenz dieser Symptome. Der Bericht legt nahe, dass selbst gemeldete Probleme wie Kopfschmerzen und Geruchs- oder Geschmacksverlust bei Sars-CoV-2 weit verbreitet sind.

Sars-CoV-3 als Ursache für neurologische Störungen und Mortalität

neurologe spricht über neurologische störungen mit patientin nach covid 19

Die Forscher entdeckten, dass das häufigste klinisch beobachtete neurologische Symptom die akute Enzephalopathie war. Diese bezieht sich auf allgemeine Schäden oder Krankheiten, die die Struktur oder Funktion des Gehirns beeinflussen. Das Team fand außerdem auch einen Zusammenhang zwischen neurologischen Problemen und einem höheren Sterberisiko im Krankenhaus aufgrund von COVID-19. In der Kohorte, an der COVID-19-Patienten mit und ohne neurologische Probleme teilnahmen, stellten die Forscher fest, dass das häufigste klinisch berichtete neurologische Zeichen die akute Enzephalopathie war, die sie bei 50 % der Patienten fanden. Das häufigste selbst berichtete Symptom waren Kopfschmerzen (38 %), gefolgt von Geschmacks- oder Geruchsverlust (28 %). Das Forschungsteam fand ähnliche Ergebnisse in den beiden anderen Kohorten. Nach der Bereinigung von Störfaktoren stellten die Forscher außerdem fest, dass neurologische Probleme im Zusammenhang mit COVID-19 das Sterberisiko eines Patienten im Krankenhaus um das Fünffache erhöhten.

junges mädchen ohne geruchssinn wegen infektion mit coronavirus

Vor diesem Hintergrund müssen Wissenschaftler mehr Forschung betreiben, um festzustellen, ob diese neurologischen Probleme den Anstieg der Mortalität verursachen. Laut den Studienautoren tragen viele Faktoren zum Sterberisiko während eines akuten Krankenhausaufenthaltes bei COVID-19-Patienten bei. Solche wären zum Beispiel Alter, Männer gegenüber Frauen, Rassenunterschiede, ethnische Unterschiede und Unterschiede in den Sterblichkeitsraten in verschiedenen Krankenhäusern. Diese Studie legt die Grundlage für zukünftige Forschungen mit standardisierten Protokollen, mit denen Patienten mit neurologischen Problemen nach dem Verlassen des Krankenhauses möglicherweise verfolgt werden können. Auch wenn die Pandemie irgendwann zu Ende geht, werden Millionen von Überlebenden weiter Hilfe benötigen, so die Autoren. Es ist also für sie wichtig herauszufinden, mit welchen Symptomen und Gesundheitsproblemen diese Patienten konfrontiert sind, was noch viel Arbeit für die kommenden Jahre bedeutet.

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